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Babysitter – Welcher Stundenlohn ist gerechtfertigt?

Welcher Stundenlohn für den Babysitter

Ein Babysitter ermöglicht den Eltern Freizeit für sich. Sie können endlich wieder miteinander essen oder ins Kino gehen, ihren Hobbys nachgehen oder einfach in Ruhe den Einkauf erledigen. Fast jede Familie legt sich irgendwann einen vertrauenswürdigen Babysitter zu. Dieser tut das aber nicht aus reiner Kinderliebe, sondern möchte dafür bezahlt werden. Dafür passt ein Babysitter auf Wunsch nicht nur auf die Kleinen auf, sondern erledigt Aufgaben im Haushalt, macht Hausaufgaben mit den Kindern oder fördert spielerisch ihre Entwicklung. Und genau davon hängt maßgeblich der Stundenlohn eines Babysitters ab.

Fähigkeiten und Aufgaben eines Babysitters

Der Babysitter-Stundenlohn sollte sich nach Fähigkeiten, Erfahrung und Aufgaben der Betreuungsperson richten.

  • Betreuung ohne großen Aufwand
    Wenn das Baby bereits im Bett ist und der Babysitter nur zur Sicherheit auf dem Sofa sitzt und fernsieht, erfordert das keinen hohen Stundenlohn.
  • Betreuung mit vielen Aufgaben für den Babysitter
    Bei mehreren Kindern, die nach der Schule abgeholt, bei den Hausaufgaben betreut und bekocht werden wollen, sollte der Babysitter schon mit etwas mehr Geld bei Laune gehalten werden. Dabei kommt es auch auf die Erfahrung an.
  • Babysitter mit viel Erfahrung
    Hat ein Babysitter beispielsweise einen Kurs beim Jugendamt, einen Erste-Hilfe-Kurs für Babys oder Kinder oder eine berufliche Ausbildung oder ein Studium im Bereich der Pädagogik, wird er etwas mehr verlangen.
  • unerfahrene Babysitter
    Eltern, die sich dagegen auf Teenager mit ersten Erfahrungen verlassen, können mit geringeren Kosten rechnen.

Maßgeblich sind dabei die Stundenlöhne, die am eigenen Wohnort für einen Babysitter mit entsprechenden Aufgaben und Erfahrungen gezahlt werden.

Welche Stundensätze sind für Babysitter üblich?

Wie teuer ein Babysitter ist, hängt etwas vom Wohnort ab. In Städten sind sie meist teurer als auf dem Land.

Ungefähr können sich Eltern jedoch an diesen Stundensätzen orientieren:

  • 5 – 10 €
    wenige Aufgaben, kleinere Kinder, Babysitter mit wenig Erfahrung
  • 10 – 15 €
    Abholung von KiTa und Schule, Hausaufgabenbetreuung ohne Nachhilfe, Zubereitung kleiner oder fertiger Mahlzeiten, Babysitter mit Erfahrungen & Qualifikationen in der Altersgruppe der Kinder
  • 15 – 20 €
    Betreuung von Kindern mit besonderem Bedarf, Nachhilfe (mit Qualifikation im jeweiligen Schulfach), Bring- und Abholdienste, selbständige Zubereitung von Mahlzeiten, Babysitter mit sehr guten Qualifikationen und viel Erfahrung

Die meisten Babysitter werden rund 10€ die Stunde verlangen, vielleicht etwas mehr. Wer weniger zahlen will, muss damit rechnen, einen komplett unerfahrenen Babysitter zu bekommen. Allzu viele Aufgaben sollten während der Betreuung dann auch nicht anfallen.

Eltern mit behinderten Kindern benötigen häufig eine Fachperson. Diese muss die entsprechenden Qualifikationen haben, um mit einem Kind mit besonderen Bedürfnissen zurechtzukommen – und das will sie sich vergüten lassen.

Genauso kann man beispielsweise einen Studenten der Fachrichtung suchen, der Nachhilfe während der Betreuungszeit gibt. Da dieser fachlich qualifiziert ist, will er aber sicherlich auch die entsprechende Vergütung, wenn auch nur in der Zeit der Nachhilfe. Die Betreuungszeit danach kann man vielleicht anders regeln.

Lieber mehr als weniger Babysitter-Stundenlohn zahlen

Natürlich ist es möglich, einen Babysitter für weniger als 5€ pro Stunde zu finden. Allerdings wird man diesen anlernen müssen und kann nicht viel erwarten. Wer dagegen mehr für die Kinderbetreuung zahlt, kann Ansprüche stellen – und das kann durchaus das Geld wert sein. Wäre es nicht toll, wenn die Kleinen alle Hausaufgaben gründlich erledigt und dabei etwas gelernt haben, wenn die Eltern abends nach Hause kommen? Wenn kein Essen mehr zubereitet werden müsste, da sie schon gegessen haben und das Geschirr schon in der Spülmaschine steht? Eltern, die mehr zahlen, als sie unbedingt müssen, können das von ihrem Babysitter durchaus erwarten. Denn wer mehr verdient als zwingend vorgeschrieben, ist auch viel motivierter, den Job gut zu machen, um ihn zu behalten. Ein gut bezahlter Babysitter zeigt sich außerdem zeitlich flexibler und kommt auch dann einmal, wenn die Freunde eigentlich zur Party eingeladen haben oder er einfach weniger Lust hat.

Deswegen zahlen viele Eltern ihrem Babysitter gerne etwas mehr – sie wissen, dass das irgendwann ihr Vorteil sein wird.

Greift der gesetzliche Mindestlohn beim Babysitter?

In letzter Zeit ist beim Babysitten ein ganz anderes Thema relevant geworden. Der Mindestlohn greift in beinahe jeder Branche. Aber wie ist das beim Babysitten? Grundsätzlich greift der Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde auch hier. Die Ausnahme sind minderjährige Babysitter, denn ein minderjähriger Angestellter muss nicht nach dem Mindestlohngesetz bezahlt werden. Das heißt, Eltern dürfen auch mit niedrigeren Stundensätzen arbeiten. Ein volljähriger Babysitter müsste nach diesem Gesetz jedoch mindestens 8,50€ pro Stunde erhalten.

Wann und wie lange dürfen Minderjährige babysitten?

Apropos minderjährige Babysitter – für diese gilt das Jugendschutzgesetz. Das bedeutet, dass sie nur stundenweise auf andere Kinder aufpassen dürfen. Außerdem dürfen sie das nur, solange sie keine eigenen Verpflichtungen wie Schule oder Ausbildung haben. Minderjährige dürfen zwischen 18 Uhr und 8 Uhr des Folgetages nicht eingesetzt werden, Babysitting über Nacht ist für sie also verboten.

Babysitter angemelden

Grundsätzlich muss jeder Babysitter bei der Minijobzentrale angemeldet werden. Das ist unabhängig von Alter und Häufigkeit der Einsätze. Wenn ein Babysitter allerdings nur sehr selten zum Einsatz kommt, dann wird den Eltern nichts passieren, wenn sie bis dahin noch keine Anmeldung durchgeführt haben. Wer jedoch regelmäßig den Babysitter bestellt, sollte die Anmeldung zur eigenen Sicherheit durchführen.



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