Skip to main content

Wie zweisprachig erziehen klappt

zweisprachig erziehen„Welche Sprachen beherrschen Sie?“

Eine beliebte Frage in den verschiedensten Fragebögen, die uns im Alltag begegnen. Als Erwachsener beeindruckt man Vorgesetzte, Kunden oder Firmenpartner unglaublich schnell mit gutem Sprachgefühl. Das Beherrschen mehrerer Sprachen, sei es nun englisch, spanisch oder exotische Sprachen gilt stets als zusätzliche Qualifikation.

Natürlich wünschen wir uns deshalb für unsere Kinder, dass sie es möglichst einfach haben, mehrere Sprachen zu erlernen. Das zweisprachige Erziehen ist hier die naheliegendste Option, die ein hohes Niveau an Sprachfertigkeiten in gleich zwei Sprachen und eine perfekte Basis für spätere weitere Sprachen bildet. Doch das Thema „Zweisprachig Erziehen“ gilt es intensiv zu überdenken, denn zweisprachig zu erziehen ist nichts, dass man mal so eben nebenbei macht. Neben den vielen Vorteilen, gibt es durchaus auch Nachteile die entstehen können, wenn man bei der Sprachvermittlung grundsätzliche Fehler begeht.

Vorteile zweisprachiger Erziehung

  • Berufliche Vorteile
    Zwei Sprachen auf dem hohen Niveau der Muttersprache zu beherrschen ist ein großer Pluspunkt in Lebenslauf und Bewerbung und kann in manchen Berufen große Chancen im Ausland ermöglichen
  • Hohes Selbstbewusstsein
    Kinder, die zweisprachig erzogen wurden haben es meist leichter beim Erwerb anderer Sprachen und erfreuen sich toller kognitiver Fähigkeiten. Das macht sie selbstsicher und sozial offen.
  • Gutes Sprachbewusstsein
    Das zweisprachige Erziehen gibt Kindern ein erstaunlich gutes Gefühl für Sprachen. Sie haben oft regelrecht einen sechsten Sinn für Grammatik und können vieles ableiten.

Mögliche Nachteile zweisprachiger Erziehung

  • Vermischung der Sprache
    Es kann passieren, dass die Kinder nicht zuordnen können, welche Worte welcher Sprache angehören. Das führt zu Vermischungen und Verwirrung der Kinder. Im schlimmsten Fall kann es auch zu einer „doppelten Halbsprachigkeit“ kommen, wenn Kinder in beiden Sprachen Unsicherheiten empfinden.
  • Überforderung
    Oftmals lehnen Kinder eine Sprache ab. Zwar lernen sie eine Sprache zu verstehen, möchten aber (aus den verschiedensten Gründen) diese nicht anwenden. Aus dem hohen Druck der Eltern resultieren schnell Überforderung und Unsicherheiten.
  • Sprachprobleme
    Manche Wissenschaftler und Studien sehen einen Zusammenhang zwischen zweisprachiger Erziehung und dem Stottern. Blickt man allerdings auf Länder wie Luxemburg oder die Schweiz (in denen sehr häufig zweisprachig erzogen wird), kann man dort keine Anhäufung stotternder Kinder finden.
  • Zwei Sprachen – zwei Probleme
    Wenn Kinder unter Problemen bei der Aussprache oder im Verständnis der Grammatik haben, so sind diese Probleme in beiden Sprachen zu beheben, was unter Umständen ein enormer Kraftakt werden kann.
  • Ablehnung durch andere Kinder
    Wie alle Besonderheiten, so kann auch das Beherrschen einer weiteren Muttersprache zu Hänseleien führen. Die zweite Nationalität wird so in den Vordergrund geschoben und wird gerne Zielscheibe für gemeine Hänseleien.

Schulenglisch eignet sich nicht für die zweisprachige Erziehung!

Wie geht man vor, wenn man zweisprachig erziehen möchte?

Am wichtigsten ist es, dass die Person, welche die Muttersprache ihrem Kind nahe bringen möchte, diese auch tatsächlich perfekt beherrscht.

Schulenglisch beispielsweise eignet sich absolut nicht, für die zweisprachige Erziehung. Man stößt zu schnell an Grenzen im sprachlichen Umgang mit dem eigenen Kind, wenn man nicht das volle Vokabular einer Sprache beherrscht. Gerade wenn es um das Vermitteln von Emotionen oder Liebkosungen geht, wird der Umgang aufgrund der fehlenden Worte schnell eigenartig oder es entsteht Stille und man tendiert dazu, in die eigene Muttersprache zu wechseln. Um auch ohne perfekte Sprachkenntnisse ein gutes Sprachgefühl zu vermitteln kann man stattdessen kleine Bücher, Lieder oder Gedichte in einer fremden Sprache in den Alltag einbringen.

Zur gewählten Sprache sollte unbedingt ein intensiver Bezug bestehen.

Kinder möchten verstehen, warum sie eine gewisse Sprache erlernen. Urlaub im passenden Land, Besuch bei Verwandten, welche eben diese Sprache als ihre eigene haben und möglichst viel Austausch durch Krabbelgruppen, Auslandsgemeinden oder ähnliches ist unbedingt nötig um einem Kind die Sprache nahe zu bringen. Die Person, die die zweisprachige Erziehung übernimmt, sollte unbedingt eine Bezugsperson des Kindes sein. Das kann unter Umständen auch ein AuPair sein, welches über Monate oder im besten Fall Jahre Teil der Familie ist.

Es gilt die „1 und 1 Regel“.

Im Umgang mit dem Kind, sollte jeder Elternteil bei seiner Sprache bleiben. In der direkten Ansprache im besten Fall nie in die andere Sprache wechseln. Es ist für das Kind im Grunde völlig unwichtig, in welcher Sprache man mit anderen kommuniziert, aber es wird stets darauf achten, wie die Mutter oder der Vater im direkten Umgang spricht.

Damit sich niemand außen vor fühlt, sollte der Partner die zweite Sprache wenigstens ein wenig beherrschen.

So kann er in Gesprächen zumindest den Inhalt nachvollziehen.

Konsequenz ist das wichtigste um dem Kind Sicherheit zu geben, welche Worte, welche Grammatik und welche Aussprache zu welcher Sprache gehören.

In dem man konsequent bei einer Sprache bleibt, kann das Kind jede Sprache einem Elternteil zuordnen. So erhält es ein Bewusstsein für die einzelnen Sprachen und man verhindert eine Vermischung.

Ebenfalls wichtig ist es, sich darüber im Klaren zu sein, wie konsequent man auch im Sprachgebrauch des Kindes sein möchte.

Darf es in jeder Sprache antworten? Kann es aus Höflichkeit (beispielsweise wenn nur deutsche Kinder anwesend sind) im Umgang mit der Mutter die Fremdsprache meiden? Wie möchte man sich verhalten, wenn das Kind aus Trotz eine Sprache verweigert? Es gilt sich vorher viele, viele Gedanken darüber zu machen, wie intensiv und mit welcher Durchsetzungskraft man den Spracherwerb anstoßen möchte. Unsicherheit ist gerade beim zweisprachigen Erziehen völlig fehl am Platz.

Das Kind wird automatisch immer eine Sprache etwas besser beherrschen.

Die „schwache“ Sprache kann dann immer wieder spielerisch gefördert werden. Es sollte jedoch niemals nach gezieltem Üben aussehen, da Kinder sich dann schnell verschließen. Gezielte Nachfragen über den Tag, was das Kind möchte etc. bringen hier weit mehr.

Wann sollte man Beratung aufsuchen?

Möchte man zweisprachig erziehen, sollte man bei Problemen immer auch Rat aufsuchen um sein Kind optimal zu fördern. Bei jeder Art von Sorge hat man die Möglichkeit beispielsweise Logopäden, Kinderärzte oder interkulturelle Einrichtungen zu kontaktieren.

Man sollte Hilfe suchen, wenn:

  • man Unsicherheiten mit den Sprachen empfindet
  • das Kind sich weigert mit ihm bekannten Personen zu sprechen
  • man nicht genau weiß, welche Sprache man wählen soll
  • es mit der zweisprachigen Erziehung Probleme in Schule oder Kindergarten gibt

Viele weitere interessante Informationen zur zweisprachigen Erziehung findet man außerdem unter anderem auf www.zweisprachigkeit.net

 



Ähnliche Beiträge


Kommentare

Emma 9. März 2014 um 22:17

Hallo, da ich fast immer alleine mit meinem 20 Monate alten Sohn bin, versuche ich ihn alleine zweisprachig zu erziehen.

Ich spreche am Vormittag nur Deutsch, dann ist Mittagsschlaf und dann rede ich nur unsere Muttersprache mit ihm. Wenn mein Mann da ist dann reden wir beide auf unserer Muttersprache mit ihm.

Irgendwie mache ich mir Sorgen ob das eine gute Idee war. Er spricht zwar ein Bisschen (Muttersprache) und versteht mich auch auf beiden Sprachen ohne Probleme. Aber er spricht weniger als Gleichaltrige.

Antworten

Lisa 9. März 2014 um 22:17

Hallo Emma,

Das klingt ja auch nach einer interessanten Methode. Tatsächlich habe ich vor kurzen auch im Bekanntenkreis von einer Mutter gehört, die täglich lediglich eine Stunde am Tage in die Muttersprache wechselt. Das Kind kennt diesen Prozess aber und scheint dadurch eine klare Linie zwischen den Sprachen ziehen zu können. Denn, das scheint mir wenn dann das größte Problem, wenn Eltern nicht nur bei einer Sprache bleiben. Da du aber ja auch ganz bewusst die Sprachen bestimmten Tageszeiten zuordnest, kann ich mir als Laie gut vorstellen, dass das funktionieren kann. Man sagt ja häufig, dass Kinder die zweisprachig aufwachsen etwas mehr Schwierigkeiten bei der Sprache haben. Genauso oft hört man aber auch das das Können bzgl. des Sprechens in diesem Alter sowieso enorm variiert.
Unser Sohn ist ja Hörgeschädigt. Unsere Dame von der Frühförderung kann selbst jetzt (er ist nun 23 Monate) noch nicht sicher sagen, ob sein Sprachdefizit durch das Hören kommt, weil es nunmal auch völlig gesunde (oder eben einsprachig erzogene) Kinder gibt, die auch noch wenig oder sogar gar nicht sprechen in diesem Alter.

Deshalb hoffe ich machst du dich nicht all zu sehr verrückt! Es ist toll, wenn das Kind auf diese Art die Wurzeln der Familie mit auf den Weg bekommt, wie ich finde!

Antworten

Daniela 24. März 2014 um 22:17

Bitte nicht- da fügt man dem Kind mehr Schaden zu als Gutes. Ein Kind lernt Sprache über Beziehung. Wenn eine Person einmal diese und ein andermal eine andere Sprache spricht wird das Kind verwirrt. Wie soll es antworten? Die Faustregel ist: One Person, one language. Ihr solltet beide Eure Muttersprache mit dem Kind reden, die andere Umgebungssprache lernt das Kind in einer Spielgruppe, Kita, Kindergarten….

Antworten

Tanja 26. Februar 2018 um 22:17

Hallo,
zu der Faustregel, dass eine Person nur die eine Sprache sprechen sollte, muss ich widersprechen. Es gibt viele Verunsicherungen auf Seiten der Eltern. Wichtig ist, dass man gewisse Trennungsregeln erstellt und konsequent bleibt. Zum Beispiel die Zweitsprache zu einer bestimmten Tageszeit oder zum beim Essen und kochen. Die Kinder verstehen schnell den Unterschied. Es wird zum Ritual. Das sit vor allem eine Lösung für die, die nicht anstreben die Zweitsprache perfekt zu vermitteln.
Liebe Grüße,
Tanja

Antworten

Leonie 14. September 2014 um 22:17

Ich habe einen amerikanischen Mann und wir wohnen auch in Amerika. Er spricht nicht sehr viel Deutsch aber lernt fleißig und wir machen auch jedes Jahr Urlaub in meinem Ursprungsland, Österreich. In wenigen Wochen wird unser erstes Kind auf die Welt kommen, und wir sind ein bisschen unsicher, was die zweisprachige Erziehung angeht. Wir wissen nicht genau wie wir das anstellen sollen und würden uns über ein paar hilfreiche Tipps freuen.
Meine zweite Unsicherheit ist: Als Österreicherin spreche ich kein Hochdeutsch, sondern einen Dialekt. Ist es sinnvoll wenn ich dem Kind diesen Dialekt beibringe oder sollte ich lieber Hochdeutsch ihm beibringen?!

Ich hoffe ihr könnt uns helfen, danke.

Antworten

Lisa 14. September 2014 um 22:17

Hallo Leonie,

also des Dialektes wegen würde ich mir nicht zu viele Gedanken machen. Da würde sich ja halb Deutschland wahnsinnig machen (man bedenke nur meine Eltern und mein Niederbayrisch: Ich kann beides obwohl meine Eltern fast NUR Dialekt sprechen). Sprich einfach wie du zuhause auch sprechen würdest. Macht keinen Sinn sich zu verstellen.

Ansonsten ist bei der Zweisprachigen Erziehung eben vor allem wichtig: Jeder eine Sprache, da das Kind sonst die Worte nicht so gut zuordnen kann. In der direkten Ansprache am besten jeder in seiner Muttersprache. Bei euch ist es eh toll, da jeder Elternteil ja trotzdem versteht was der andere mit dem Kind spricht. AUf lange Sicht: Nicht zu viel nachdenken.

Bei einer befreundeten Familie (Sie Italienerin, Er Deutsch) spricht sie mit dem Kind immer italienisch, er deutsch, jedoch versteht der Papa nur wenig ITalienisch, was natürlich ab und an komisch ist. Der Kleine wählt (ich denke des Landes wegen) interessanterweise immer deutsch wenn er selbst spricht (er wird drei), obwohl die Mutter mehr zeit mit ihm verbringt. Die Mama antwortet trotzdem italienisch.

Diese Möglichkeit hat dort gut funktioniert. Vieles muss man aber wohl auch vom Kind abhängig machen.

Ich denke auf sich zukommen lassen und das tun, was von innen kommt, hilft enorm. Sobald sich etwas unnatürlich oder unangenehm anfühlt ist es auch nicht richtig. meiner Meinung nach.

Antworten

Maria 11. Oktober 2014 um 22:17

Hallo, ich habe ein richtiges Dilemma mit der Sprache. Ich bin Spanierin, in Deutschland geboren. Die ersten 5 Jahre meines Lebens habe ich wohl nur Spanisch gesprochen, lt. meiner Mutter, bis ich in den Kindergarten kam. Dann habe ich nur noch deutsch gesprochen bis ich mit 30 j. nach Spanien kam. Hier habe ich die letzten 10 Jahre kaum noch Deutsch gesprochen, so dass ich manchmal sogar regelrecht nachdenken muss , wie man es sagte. Erst recht wenn es darum geht mit einem Baby / Kind zu sprechen , weil ich in Deutsxland den Umgang mit Kindern nicht gewöhnt war.

Nun lebe ich in Spanien. Meine Tochter ist 7 Monate, der Vater versteht nix auf deutsch. Während der Schwangersxhaft auch nicht deutsch gesprochen (erwähne ich der Sprachmelodie wegen). Seit meine Tochter auf die Welt kam, versuchte ich immer mehr mit ihr auf Deutsch zu sprechen. Dass ist total umständlich, da erstens Vater nichts versteht und zum anderen, klingt das ganze was ich meiner Tochter sage, etwas „nüchterner“.

Aus dem Bauch heraus, spreche ich Spanisch. Zum Beispiel wenn mir etwas hinfällt , die Kleine sich weh tut etc. Auf der anderen Seite möchte ich nicht der Kleine die Chance vorenthalten, deutsch von Klein auf zu lernen.

Man hat mit mal gesagt, man müsse dem Kind in der Sprache sprechen, die mit unseren Gefühlen verbunden ist. Kann ich zum Beispiel mit dem Kind spanischen sprechen, und auf Deutsch nur lesen und singen ?

Vielen Dank

Antworten

Lisa 12. Oktober 2014 um 22:17

Hallo Maria,

genau das wollte ich dir gerade vorschlagen. Wenn die Sprache, die du ihr beibringen möchtest nicht auch deine Muttersprache ist, ist es deutlich schwieriger sie zu vermitteln als wenn du die Sprache auch „fühlst“. Ich weiß dass von einer befreundeten Italienerin, die zwar sehr viel auf italienisch sprechen kann, jedoch emotional immer an ihre Grenzen stößt, weil sie ihre gefühle in italienisch nicht so gut ausdrücken kann. Du hast ihr ja nun in den ersten Monaten schon viel auf Deutsch gezeigt, jetzt stößt auch du an deine Grenzen. Mach es doch wie sie, kaufe dir deutsche Bücher, singe ihr deutsche Lieder vor. So wird sie sprachlich nicht verwirrt, bekommt aber dennoch ein Gefühl dafür wie Deutsche sprache „klingt“. Sowohl von der Sprachmelodie, als auch bzgl. Satzbau etc. Ausschließlich deutsch mit ihr zu sprechen wird für euch beide nur kompliziert und unangenehm sein, denke ich.

Alles Liebe für die Zukunft!
Lisa

Antworten

Vera 16. Februar 2015 um 22:17

Hallo Miteinander,

bin gerade schwanger mit meinem ersten Kind und auch am überlegen, wie ich das mit der Zweisprachigkeit am besten hinkriegen werde.

Ich persönlich bin zweisprachig erzogen worden. Meine Mutter sprach vormittags deutsch mit mir und nachmittags tschechisch bis zum Abend hin wo mein Vater kam, der auch tschechisch spricht. Meine Mutter konnte zu diesem Zeitpunkt nicht besonders gut deutsch, deshalb hatte sie viele Kinderbücher zur Hilfe genommen.

Mein Bruder und ich sprechen beide Sprachen perfekt und akzentfrei. Und „denken“ auch in jeweils der Sprache, welche wir gerade benutzen. Lediglich was das Schreiben und Lesen angeht haben wir Defizite in der tschechischen Sprache.

Daheim sprechen wir weiterhin nur tschechisch und außerhalb deutsch. Lediglich wenn ich mich alleine mit meinem Bruder unterhalte werfen wir beide Sprachen zusammen und es ensteht ein absolutes Sprachkuddelmuddel.

Ansonsten sind wir was Fremdsprachen angeht relative Nieten.

Hoffe dass ich das mit meinem Sohn auch hinkriege, habe nur große Zweifel da mein Mann nur deutsch kann.

Antworten

Lisa 17. Februar 2015 um 22:17

Klingt nach einem guten Weg, den die Eltern da eingeschlagen haben. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass es für das Kind eben vor allem wichtig ist klar zu erkennen um welche Sprache es sich nun gerade handelt… später ist das egal (sieht man perfekt an euch als Geschwister, die ein völliges Durcheinander sprechen). Aber gerade wenn ein Kind Sprache erlernt ist es wichtig klar zu erkennen was gerade gesprochen wird.

Problematisch kann es sein, dass der Mann nur deutsch spricht. Im direkten Bekanntenkreis haben wir auch ein paar (italiener) bei denen nur sie italienisch spricht. Schnell fühlt sich dann der Mann ausgeschlossen. Er lernte zwar automatisch etwas Italienisch mit, aber kam sich dennoch außen vor vor. Zudem sprach die Mutter mit dem Sohn ja italienisch, wechselte aber aber in anwesenheit des kindes auch zu deutsch um mit dem mann zu sprechen. Der kleine hat sich damit arg schwer getan.

Irgendwann hat sie aufgehört italienishc mit dem kleinen zu sprechen. Er spricht fast ausschließlich deutsch mit einigen Fehlern, die evtl. vom italienisch kommen. (beispielsweise sagt er statt „das kleine Auto“ – „das Auto klein“, was grammatikalisch dem Italienischen nahe kommt). Nach wie vor nutzt sie aber immer wieder Kinderlieder oder Bücher um ihm einfach die Sprachmelodie nahe zu bringen und die Sprache ein wenig beizubehalten.

Ich bin gespannt wie es bei euch läuft…Theorie ist ja immer nur das eine… freue mich daher sehr über Rückmeldung!

Antworten

Seya 6. Mai 2015 um 22:17

Hallo Zusammen,
meine Tochter ist jetzt 17 Monate alt und ein ziemlich aktives und neugieriges Wesen. Meine Muttersprache ist türkisch die ich ebenfalls von meiner Familie von klein auf erlernt habe. es war bei mir eine Art Automatisierungseffekt. Mit Freunden spielten und sprachen wir draußen auf deutsch sobald wir jedoch zuhause waren ging die Artikulation auf türkisch weiter. Meine Eltern haben auch viel Wert darauf gelegt das Zuhause die Muttersprache gesprochen werden sollte. das taten wir auch. Nun bin ich Mama und mein Mann ist Spanier. Ich beherrsche meine Muttersprache zwar nicht perfekt jedoch gut und kann mich in jeglicher Art sicher artikulieren. Mein Mann jedoch spricht seine eigene Muttersprache (spanisch) leider nicht sehr gut. Dies sagt er selber und ich merke es irgendwie auch. Da er aus beruflichen Gründen seine Tochter innerhalb der Tochter leider nicht viel und oft zu sehen bekommt findet auch kein regelmäßiger Vater/Tochter Konfersation auf spanisch statt. das bisschen am Wochenende reicht irgendwie nicht. Er spricht besser und öffters auf Deutsch mit ihr und ab und an spanisch. Ich für mich habe schon nach der geburt mit meiner kleinen nur türkisch gesprochen und werde es auch so weiterführen. ich habe nur die Befürchtung das unsere Kleine Probleme haben wird. mache ich mir da zu viele Sorgen?? bei mir war es eine zweisprachige erziehung. Zuhause türkisch und draußen deutsch. Aber meine Tochter wächst zuhause schon mit zwei unterschiedlichen Sprachen auf und in der Kita wird nur deutsch gesprochen. Kann das gut gehen wenn die Mama türkisch spricht, der Papa bischen spanisch und bischen deutsch und in die Eltern miteinander Deutsch? ich tendiere eigentlich dazu das ich in meiner Muttersprache spreche und der Papa in deutsch was er definitif besser spricht als seine Muttersprache und wir miteinander Deutsch. 🙂 mann ist echt kompliziert. 🙂

Antworten

Lisa 6. Mai 2015 um 22:17

Hallo Seya,

erstmal ist es schonmal gut, dass deine Kleine sicherlich unterscheiden kann dass du mit ihr türkisch sprichst und mit anderen (auch deinem mann) deutsch. das verstehen Kinder schnell. Auch das dein mann noch eine weitere sprache mit ihr spricht könnte sie verstehen. Schwierig wird es, wenn ihr Vater eh selten zuhause ist, seine sprache eher unsicher spricht und auch noch zwischen den sprachen wechselt.

Eine Möglichkeit wäre: du handhabst das nach wie vor mit dem türkischen wie gehabt. Das sollte eigentlich gut funktionieren.
Dein Mann bleibt lieber beim Deutsch und gibt der Kleinen vielleicht nur das „Sprachgefühl“ für Spanisch mit. Anhand von Kinderliedern beispielsweise.

Während der Sprachentwicklung zu viel zu mixen verunsichert eure Tochter möglicherweise sonst doch zu sehr.

Antworten

Georg 4. Juni 2015 um 22:17

Hallo!
Ich habe eine russische Verlobte und wir beide lernen gerade die Sprache des anderen. Ich habe nun ein wenig über zweisprachige Erziehung gelesen und wollte wissen wie die eine Person eine Sprache Regel denn zB bei Tisch, wenn alle da sind, gehandhabt wird. Fragt dann erst die Mutter in ihrer Sprache etwas und dann der Vater in seiner? Was wenn der Vater etwas zum Gespräch der Mutter und des Kindes sagen möchte?
Wie viel Sinn oder Unsinn würde es ergeben, wenn ich mit meiner Familie in Deutschland lebe, ab einem bestimmten alter des Kindes auch auf russisch, der klar schwächeren Sprache zu sprechen?
Vielen Dank für euren Rat
Georg

Antworten

Lisa 4. Juni 2015 um 22:17

Tatsächlich kommt es in zweisprachigen Familien oft vor, dass die Mutter nur in einer, der Vater nur in der anderen SPrache spricht. Dazu ist es natürlich sinnvoll wenn beide Elternteile den anderen Elternteil verstehen um sich nicht ausgeschlossen zu fühlen.

Wenn man eine Sprache wirklich beibringen möchte, dann sollte man aber am besten schon im kleinkindalter beginnen und nicht erst später. Je kleiner die Kinder sind, desto einfacher lernen sie eine sprache.

Wobei natürlich die zweisprachige Erziehung noch mal ein ganz anderes Kaliber ist. Wie gut verstehen denn beide Elternteile die jeweils andere Sprache?

Antworten

Lara 1. Januar 2016 um 22:17

Hallo zusammen

Als Kind redete meine Mutter mit mir konsequent nur italienisch mit mir, mein Vater deutsch, wobei er mit der Zeit auch italienisch verstand und sprach. Mit neuen Fremdsprachen zu lernen und auch zu sprechen fällt mir nicht schwer und ich weiss, dass ich klar Vorteile aus der Zweisprachigkeit gezogen habe. Es war aber immer so, dass mein Wortschatz im Deutsch klar grösser war als im Italienisch.

Als meine Schwester, 12 Jahre jünger als ich, zur Welt kam, sprach meine Mutter nicht mehr konsequent italienisch mit ihr. Die Sprache war immer weniger präsent in unserer Familie und verschwand allmählich… Vor 1.5 Jahre kam unsere Tochter zur Welt. Fest entschlossen wollten wir (mein Mann und ich) sie auch mit der italienischen und deutschen Sprache erziehen (mein Mann spricht nur deutsch, lernt jedoch nun auch italienisch). Meine Mutter kommt einmal die Woche und spricht immer italienisch mit der Kleinen.

Nun zu meinem Problem…
Jetzt ist es so, dass ich ein grosses Problem damit habe, in der Öffentlichkeit – wenn andere Freunde dabei sind – italienisch zu sprechen. Zuhause, wenn ich draussen mit der Kleinen alleine bin, mit meiner Familie oder mit alten Freunden, die mich früher auch italienisch sprechen hörten, ist es kein Problem – aber sonst bin ich total blockiert. Ich würde gerne, aber ich kann nicht… Kennt das jemand?!

Es ist sicherlich so, dass mein Wortschatz etwas „passiv“ wurde und ich manchmal etwas nachschauen muss. Wenn ich es aber nachgeschaut habe, dann weiss ich es wieder. Das verunsichert mich und ich habe das Gefühl, dass ich die Sprache nicht genug perfekt kann… Ach, ich bin so hin- und hergerissen…
Was würdet ihr mir raten? Ich bin grad so ziemlich am zweifeln und will auf keinen Fall, dass sie wegen mir dann ein grosses Sprach-Chaos bekommt!!!
Momentan ist es so, dass sie beide Sprachen versteht und darauf reagiert. Sprechen tut sie gewisse Wörter deutsch, andere italienisch (sie ist 1.5 Jahre alt).

Antworten

Verena 19. Februar 2016 um 22:17

Ich bin Deutsche, mein Mann ist Amerikaner und wir leben in den USA. Unsere Familiensprache ist Englisch. Ich bin mit unserer fast 2-jaehrigen Tochter zu Hause. Zu Hause spreche ich nur Deutsch mit ihr. Das klappt auch sehr gut. Ihr Papa spricht nur Englisch mit ihr; allerdings versteht er Deutsch sehr gut. Unsicherheiten entstehen, wenn wir uns mit anderen Mamas und deren Kinder zur Spielgruppe treffen. Es gibt haeufig Situationen in welchen ich zu meiner Tochter sowie zu ihren amerikanischen Freunden gleichzeitig spreche. Zum Beispiel, wenn es darum geht, ein Spielzeug zu teilen, oder beim Verteilen von Snacks, bei Spielen (Rollenspiel in welches sie uns miteinbeziehen) oder beim Vorlesen von Bilderbuechern. Wie soll ich mich da verhalten? Es ist einfach nicht moeglich in solchen Situationen streng im Deutschen zu bleiben. Manche Menschen empfinden es auch als unhoeflich, wenn ich in ihrem Beisein Deutsch mit unserer Tochter spreche. Ich habe aber auch keine Lust, mich immer erklaeren zu muessen. Wir leben im Sueden der USA und Hoeflichkeit wird hier besonders gross geschrieben.
Unsere Tochter interessiert sich im Moment besonders fuer Koerperteile und benennt sie. Wenn sie nur auf ihren Kopf zeigt und „head“ sagt, moechte ich nicht, dass sie denkt, ich wuerde sie korrigieren, weil ich mit „Kopf“ antworte. Sie soll nicht das Gefuehl bekommen, dass „head“ falsch sei. Ich sage dann immer zustimmend „Ja, das ist Dein Kopf“ oder etwas Aehnliches. Und Last, but not least 😉 unsere Tochter liebt zur Zeit englische Nursery Rhymes, wie die „Itsy Bitsy Spider“ oder „The Wheels On The Bus“ und moechte, dass ich sie ihr vorsinge, was ich dann natuerlich auch mache. In der Theorie ist der One Person-One Language Ansatz einfach, aber im Alltag ist es immer mehr auch eine Herausforderung. Wir moechten sie nicht verwirren. Ich wuerde mich ueber ein paar Ratschlaege sehr freuen. Vielen Dank!

Antworten

Ramona Haag 30. Mai 2017 um 22:17

Hallo! Ich hoffe Sie können mit weiterhelfen. Ich habe folgendes Problem. Ich wohne mit meinem Partner und unserem 8 Monate altem Sohn in Deutschland. Ich bin Deutsche und mein Partner Italiener. Mein Partner spricht nur italienisch. Er spricht und versteht kein deutsch. Als wir uns vor 3 Jahren kennenlernten habe ich auch kein italienisch gesprochen. Ich habe es mir selber etwas angeeignet. Nun zu meiner Frage ich spreche mit unserem Kind deutsch. Und mein Mann italienisch. Er arbeitet jedoch in der Gastronomie und ist daher immer nur 2 Stunden in der Mittagspause zu Hause. Er hat Angst das unser Sohn deswegen nicht italienisch lernen wird. Und möchte immer das ich auch mit ihm italienisch spreche. Ich bin jedoch der Meinung das ich in meiner Muttersprache sprechen muss. Ich verstehe natürlich die Angst von meinem Mann, dass er Angst hat sich später nicht mit seinem Sohn unterhalten zu können. Vielleicht haben Sie irgendwelche Tipps für mich das wäre wirklich super. Ich verstehe auch das er sich außen vor fühlt wenn wir mittags zusammen essen und hört wie ich mit unserem Kind italienisch rede. Ehrlich gesagt weiß ich gerade nicht mehr wie ich mich richtig verhalte. Lg ramona

Antworten

Lisa 31. Mai 2017 um 22:17

Guten Morgen Ramona,
Es ist nicht sinnvoll wenn Sie italienisch mit dem Kind sprechen. Das sollten sie wirklich nur tun wenn es ihre muttersprache ist. 2 Stunden pro Tag, auch weniger genügen aber, das Ihr Sohn auch italienisch lernen wird. Sie verbringen schließlich auch gemeinsame Wochenenden etc. In der Schule erlernen wir eine Sprache selbst dann, wenn wir nur ein bis zweimal pro Woche eine Schulstunde haben. Sorgen Sie sich nicht und beruhigen Sie Ihren Mann ruhig. Der kleine wird auch seine Sprache lernen. 🙂

Antworten

Patas 3. Juni 2017 um 22:17

Hallo. Ich habe auch eine Frage. Meine Muttersprache ist Polnisch jedoch beherrsche ich diese nicht mehr so gut. Der Vater redet russisch mit der Kleinen und ich habe seit der Geburt auf angefangen auf Spanisch mit ihr zu reden. Mittlerweile ist sie 16 Monate und versteht alles was ich sage. Jedoch beherrsche ich die Sprache nicht perfekt, es gibt Wörter die ich manchmal nachschlagen muss aber sonst klappt die kommunikation recht gut. Ist das förderlich für mein Kind? Ich habe zur Zeit etwas Zweifel an der ganzen Sache da mir ständig gesagt wird das das nicht gut ist. Ich jedoch möchte meinem Kind das auf den weg geben was ich am besten kann… Sprachen.

Antworten

Lisa 12. Juni 2017 um 22:17

Hallo,
ich würde tatsächlich einmal mit einem Experten darüber sprechen. Aus dem Bauchgefühl heraus würde ich auch eher denken es ist nicht wirklich förderlich eine Sprache zu fördern, die nicht die Muttersprache ist.

Antworten

Antje Papenburg-Frey 4. Juli 2017 um 22:17

Hallo,
mit großem Interesse habe ich den Artikel und die Kommentare gelesen. Unsere Tochter, 20 Monate, beißt seit etwa vier Wochen kleine Kinder in der KiTa, die sie halbtags besucht. Selber haben wir es wenige Male schon miterlebt, da waren es kleine Babys. Sie beißt aus Überschwang, weil sie die Babys so toll findet. Sie umarmt sie und will sie küssen und beißt dann mal zu. In der KiTa wird es ebenso als Kontaktaufnahmemittel passieren, aber angeblich auch aus anderen Gründen (Platzschaffen, Vordrängeln, sagt man uns.) Sie weiß, dass sie anderen Kindern wehtut und beißt sich auch neuerdings selber. Was uns gewundert hat, war, als man uns sagte, sie rede in der KiTa kaum. Daheim redet sie wie ein Wasserfall. Sie kann schon bis zu drei Wörter kombinieren und sagt vereinzelt Wörter nur auf Englisch, wie belly, horse, bubbles. Angeblich hat sich das jetzt wohl seit dem Gespräch mit der Erzieherin schlagartig gebessert; ich glaube eher, man hat sie vorher nicht immer verstanden. Jetzt wurde uns nahegelegt, dass wir aufhören sollten, sie zweisprachig zu erziehen, weil sie das verwirren und aggressiv machen würde. Wir erziehen sie zweisprachig. Ich bin in Deutschland geboren, habe über zehn Jahre in England gelebt, bevor ich zu meinem Mann nach Deutschland gezogen bin. Ich rede aber nicht konsequent Englisch mit ihr, weil ich ihre Hauptbezugsperson bin (Mann tagsüber auf der Arbeit) und ich möchte, dass sie Hochdeutsch lernt. Mein Mann und ich reden manchmal deutsch, manchmal englisch miteinander. Die Großeltern und mein Mann reden mit stark alemannischem Dialekt, wie er hier in der Gegend gesprochen wird.
Ich habe viel über das Beißverhalten gelesen und weiß, dass Kinder in dem Alter noch keine Impulskontrolle haben. Dass sie beißen, kratzen, hauen, weil sie ihren Emotionen nicht anders Ausdruck verleihen können. Wir bringen ihr bei, wie sie das anders machen kann. Aber Frust bei Kommunikation spielt natürlich eine Rolle.
Wir möchten natürlich nicht mit unserer zweisprachigen Erziehung erreichen, dass sie in der Kita gefrustet ist. Ganz aufgeben, ihr Englisch beizubringen möchte ich deshalb jetzt aber auch nicht. Wäre es vielleicht eine Maßnahme, wie in anderen Fällen vorgeschlagen wurde, die englische Kommunikation auf eine kurze Zeit zu begrenzen? Zum Beispiel eine Art Storytime, wo ihr englische Bücher vorgelesen werden und wir englische Lieder singen. Oder vielleicht noch beim Abendessen nur Englisch reden? Was meinen Sie dazu?

Antworten

Lisa 5. Juli 2017 um 22:17

Ich kann nur aus Erfahrung im Bekanntenkreis sagen, das hier die Zweisprachigkeit aufgegeben wurde als es dazu kam, das die Mutter nicht mehr den ganzen Tag die Fremdsprache sprechen konnte/wollte. Schwierig wird es für das Kind nämlich immer dann, wenn sie einer Person nicht eine bestimmte Sprache zuordnen kann oder wie in ihrem Beispiel einer gewissen „Zeit“. Wenn Sie nicht konsequent in einer Sprache bleiben möchten oder können, würde ich es halten wie von ihnen vorgeschlagen und eine gewisse Storytime einführen…
Ob die Fremdsprache nun einen direkten Zusammenhang mit dem Beißen hat wage ich zu bezweifeln. Natürlich machen das oft Kinder vermehrt, die sich schwer ausdrücken können (hier kann ich mit einem schwerhörigen Kind aus eigener Erfahrung sprechen) aber ob es direkt auf die fremde Sprache zurückzuführen ist, weiß ich nicht…

Antworten

Ivo 16. Juli 2017 um 22:17

Hallo meine Frage, meine Tochter ist jetzt 15 Monate alt, wir haben bis jetzt immer auf Deutsch mit ihr gesprochen. Nun wächst der Wunsch von meiner Frau und mir dass ich mit der kleinen in meiner Muttersprache spreche, ich spreche meine Muttersprache sicher gut aber nicht Perfekt, meine Frau spricht nur Deutsch… ist es jetzt noch gut mit meiner Muttersprache anzufangen obwohl ich bis jetzt immer nur Deutsch sprach? auf was sollte ich/ wir sonst aufpassen wenn ich Anfange in meiner Muttersprache zu sprechen… bitte um Tipps wie ich das am besten angehen soll… Danke

Antworten

Lisa 17. Juli 2017 um 22:17

Ich bin kein Experte für bilinguales Erziehen. Aber wäre es nicht eine Möglichkeit mit ihr zu singen oder Bilderbücher in der Muttersprache anzusehen? Quasi eine „Sprachstunde“ einzuführen in der der kleinen die Sprache näher gebracht wird?

Antworten

Susan Majaura 23. Oktober 2017 um 22:17

Hallo, wie stelle es an, mit meinem sechsjährigen Englisch zu reden? Er spricht so gut wie kein Englisch und er ist sauer, wenn ich ihn auf Englisch anrede….

Antworten

Lisa 23. Oktober 2017 um 22:17

Wenn ein Kind nicht offen ist eine Sprache zu lernen, wird es wenig Sinn haben 🙁

Antworten

Philippe Müller 10. November 2017 um 22:17

Guten Tag
Ich bin Deutsch / Französisch aufgewachsen und gebe dies nun unseren beiden Kindern, 2 und 1 Jahr alt weiter.
Die Herausforderung ist, dass meine Frau kein Französisch spricht und ich halt „nur“ am Abend, einmal pro Woche den ganzen Tag und dann am Wochenende zu Hause bin.
Meine Tochter, zwei Jahre, versteht mich mittlerweile auch in meiner Muttersprache und mein Sohn, 1 Jährig, ist auf dem besten Weg dorthin.

Nun meine Frage: Wie kann ich meine Kinder gezielt fördern?

In der Zwischenzeit habe ich eine Buchhandlung gefunden, wo ich Kinderbücher auf Französisch gefunden habe und versuche nun Spielerisch die Sprache meinen Kindern weiter zu geben.

Danke für Dein Feedback

Grüsse
Philippe

Antworten

Roni 26. November 2017 um 22:17

Hallo, ich bin froh diese Seite gefunden zu haben 🙂

Also ich bin Perserin und wurde auch persisch erzogen, deutsch habe ich damals in der Kits gelernt. Daheim sprechen wir auch noch persisch, mit meiner Schwester wenn wir unterwegs sind allerdings eher deutsch, oder wenn uns niemand verstehen soll auch persisch 🙂

So mein Freund ist halb Spanier und halb Deutsch, wurde aber komplett deutsch erzogen. Seine Mutter hat nie spanisch mit denen gesprochen.

Unser Sohn ist jetzt 10 Monate alt und ich spreche persisch mit ihm wenn wir alleine sind oder andere Perser dabei sind und sonst deutsch, weil mein Freund uns sonst nicht versteht und sich aussen vor fühlt und meine meisten Freunde deutschsprachig sind.
Ich bin aber mit dem Kleinen meistens allein und würd sagen ich rede überwiegend persisch. Mein Freund spricht deutsch mit ihm.
So, jetzt zu meiner Frage.
Meine Schwiegermutter (die mit ihren eigenen Kindern deutsch sprach) spricht nun spanisch mit ihm. Sie sieht ihn nicht sooo oft, weil sie im Ausland wohnt. Wenn sie ihn sieht, redet sie wie ein Wasserfall mit ihm. Ich frage mich nun, da er erst 10 Monate ist und ich denke er fängt sehr bald an was zu sagen, ob das nicht zu viel ist? Sie könnte ja auch deutsch sprechen erst und dann wenn er deutsch ubd persisch besser kann, spanisch einführen? Sie ist die einzige die spanisch mit ihm spricht.

Liebe Grüsse

Antworten

Aleksandra Nadolski 21. Januar 2018 um 22:17

Hallo. Meine Tochter wird zweisprachig erzogen. Mein Mann und ich sprechen ausschließlich polnisch mit ihr. Die Großeltern auch. Mit knapp zwei Jahren besuchte sie die Krippe. Dort lernte sie ausschließlich deutsch. Sie beherrscht die polnische Sprache nahezu perfekt für Ihre 3 Jahre. Im Dezember wechselte sie von der Krippe in den Kindergarten und hörte dort plötzlich völlig auf zu sprechen. Vorher sprach sie zwar nicht viel in der Krippe, aber verstand alles und antwortete der Erziehern immer. Nun sind im Kindergarten mehr Kinder und auch ältere und sie spricht mit keinem dort. Nickt nur wenn sie Erzieher etwas fragen. Als ich sie abholte sprach sie sofort wie ein Wasserfall, auf polnisch mit mir und erzählte mir von Tag. Im Januar plötzlich hörte sie nach der Kita auch auf mit mir zu sprechen. Anfangs nur ab und an und später hörte sie komplett auf zu sprechen. Sie zog es vier Tage durch und fing dann plötzlich abends wieder an mit mir und meinem Mann polnisch zu sprechen. Aber dann ohne Punkt und Komma. Ab nächsten Tag wieder kein Wort- ein bis zwei Tage. Dann plötzlich fing sie an im Spiel mit uns deutsch zu sprechen, obwohl wir polnisch antworteten. Dann am nächsten Tag wieder kein Wort. Das dann wieder drei Tage nicht. Wissen nicht was los ist und brauchen dringend Rat!

Antworten

Lisa 22. Januar 2018 um 22:17

Hallo Aleksandra,
das die Kleine verunsichert ist, ist gut nachvollziehbar. Sprachen sind ja doch sehr komplex. Haben Sie denn im Ort eine Logopädin beispielsweise um Ihr die Tochter einmal vorzustellen?

Antworten

Marie-Noëlle B 15. November 2018 um 22:17

Hallo, ich bin Mutter von zwei Kinder, 3 und 9. Meine Muttersprache ist Französisch, spreche dementsprechend mit den Kinder. Mein Mann redet kurdisch mit den Kindern. Ich und mein Mann reden gemeinsam Hochdeutsch. Wir haben von Anfang her klar geregelt wer welche Sprachen mit den Kindern spricht. Es funktionniert bis jetzt gut. Ich war bis jetzt sehr präsent für meine Kinder. Meine Frage jetzt, ich werde eine Stelle in 100% annehmen und dafür mit dem Kleikind weniger da sein, der Vater dafür mehr dabei sein. Wird mein Kind durch meine häufige Abwesenheit trotzdem Französisch weiter lernen? Oder wird er mehr die Vatersprache entwickeln. Hat es einen Einfluss, wer am meisten da für das Kind ist, oder das Kind macht automatisch einen Sprachverbindung mit den betroffenen Elterteil? Also wie wird seine Sprachentwicklung beeinflusst? Ich bin gespannt auf die Antwort. Freundliche Grüsse

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *