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Kinderunfallversicherung – Ist sie sinnvoll?
Nicht immer. Ein Vergleich lohnt sich!

Unfallversicherung für KinderKinder wollen die Welt entdecken. Wie alle Eltern schnell feststellen müssen, tun sie das nicht selten ein wenig übermütig und nicht immer ganz so risikofrei. Kleine Unfälle passieren häufig, aber auch vor schweren Unfällen ist man manchmal bei aller Vorsicht nicht geschützt. Wenn die Kinder Schmerzen haben ist das fürchterlich, nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern eben auch für uns Eltern. Was gibt es schlimmeres, als das eigene Kind leiden zu sehen? Glücklicherweise sind die meisten kleinen Unfälle und deren Folgen in der Kindheit nur von kurzer Dauer: Ein gebrochenes Bein fesselt die Kurzen vielleicht einmal für einige Wochen an das Sofa, vielleicht muss das geliebte Basketballspiel aufgrund eines Gipses am Arm pausieren oder eine der typischen Kinderkrankheiten sorgt für fehlende Kräfte, Fieber, Kopfschmerzen und Co. Am Ende ist es eine Frage der Zeit, bis es den Kleinen wieder gut geht.

Was aber passiert, wenn das eigene Kind nach einem Unfall unter einer dauerhaften körperlichen und geistigen Einschränkung viele Monate oder gar ein Leben lang zu leiden hat?

Nach einem solchen Schicksalsschlag kommen im Regelfall hohe finanzielle Belastungen auf die Eltern zu. Neben den regulären Behandlungskosten können zum Beispiel behindertengerechte Umbauten am Haus, oder eine lebenslange Unterstützung des Kindes notwendig sein.

Inwieweit wird man hierbei durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt und ist eine private Kinderunfallversicherung sinnvoll?

Lücken der gesetzlichen Unfallversicherung

Sobald das Kind eine anerkannte Betreuungseinrichtung, wie einen Kindergarten oder die Schule besucht, ist es für die Dauer des Aufenthaltes dort sowie für die dazugehörige direkte Wegstrecke, durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Gleiches gilt für Aktivitäten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Betreuungseinrichtung stehen, so zum Beispiel bei Wanderausflügen oder Sportfesten.

Wenn nach einem Unfall eine dauerhafte Invalidität (Einschränkung) besteht, zahlt die gesetzliche Versicherung hier allerdings erst ab einer Einschränkung von 20%. Im Regelfall ist die gesetzlich vorgesehene Rente auch nicht hoch genug, um eine dauerhafte finanzielle Versorgung des Kindes viele Jahre hinweg zu sichern.

Alle Unfälle, die sich im privaten Bereich und der Freizeit ereignen, werden nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung erfasst. Gerade hier – in der Freizeit des Kindes – passieren jedoch die meisten Unfälle. Diese Lücke kann nur eine private Kinderunfallversicherung schließen.

Wo tritt die Kinderunfallversicherung in Kraft?

Eine Kinderunfallversicherung greift bei Unfällen, die sich

  • im Haushalt
  • bei Freizeitaktivitäten oder
  • im Straßenverkehr ereignen

und bei denen das Kind langfristige Schäden davon trägt.

Sie bietet den Eltern dann finanzielle Unterstützung, die im Falle einer dauerhaften Invalidität für ihr Kind sorgen müssen, im äußersten Fall ein Leben lang.

Je nach Grad der Beeinträchtigung oder gar Invalidität wird eine festgesetzte Summe ausgezahlt, die beim Abschluss der Versicherung vereinbart wird.

Wann ist es sinnvoll eine Kinderunfallversicherung abzuschließen?

Eine Kinderunfallversicherung kann ab der Geburt des Kindes abgeschlossen werden, viele Eltern werden jedoch oftmals erst ab dem Schulalter auf eine private Unfallversicherung für Kinder aufmerksam, häufig dann, wenn das Kind aktiver Teilnehmer des Straßenverkehrs wird und sie sich besonders viel Sorgen um mögliche Unfälle machen. Denn anders als im privaten Umfeld, geschehen im Straßenverkehr immer wieder auch von den Kindern unverschuldete Unfälle.

Eltern, die sich schon im Kleinkindalter mit einer Kinderunfallversicherung auseinander setzen, werden deshalb oft als übervorsichtig abgestempelt. Die Statistiken zeigen aber, dass sich 80% der Unfälle im Haushalt, beim Spielen oder dem Sport ereignen und eben nicht im Straßenverkehr. Denn, gerade sehr kleine Kinder gehen gerne unvorsichtig auf Entdeckungstour ohne Risiken überhaupt abschätzen zu können.

Wann zahlt die Unfallversicherung?

Die reguläre Krankenversicherung kommt für die notwendigen Arztbehandlungen die bei Verletzungen notwendig sind natürlich im Regelfall auf. Eine private Kinderunfallversicherung ist deshalb sinnvoll, weil diese Versicherung in erster Linie weiterführende, d.h. langfristige Kosten (z. B. behindertengerechte Umbaumaßnahmen, u. U. kosmetische Korrekturen) und Unterhaltszahlungen nach einem folgenschweren Unfall decken. Sie kommt dann ins Spiel, wenn innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eine Invalidität festgestellt wird und diese auch spätestens 15 Monate nach dem Unfall gegenüber der Versicherungsgesellschaft geltend gemacht wird. Das ist äußerst wichtig, denn nur dann kann eine dauerhafte oder langfristige Einschränkung auch mit dem Unfall unmittelbar in Verbindung gebracht werden.

Welche Kinderunfallversicherung ist die Beste?
– Sieger im Test punkten mit Zusatzleistungen

Ein Vergleich der verschiedenen Versicherungsanbieter ist wie bei fast allen Dingen in der freien Marktwirtschaft in jedem Fall unumgänglich. Nicht umsonst handeln ganze Internetseiten ausschließlich von Tests und Vergleichen einzelner Anbieter. Denn um Sieger im Test bei Versicherungen zu küren, gilt es nicht nicht nur die großen tarifliche Unterschiede zu werten, sondern vor allem auch Unterschiede im Leistungsspektrum. Neben der festgelegten Grundsumme im Falle eines Unfalls, hat man die Möglichkeit verschiedene zusätzliche Leistungen mit in die Unfallversicherung aufzunehmen. Testsieger bieten neben einer hohen Grundsumme eben vor allem auch zahlreiche dieser weiteren Leistungen an ohne eine zu hohe monatliche Belastung für die Familie darzustellen.

Standardmäßig werden von allen privaten Unfallversicherungen angeboten:

  • eine Unfallrente, die monatlich gezahlt wird
  • eine Todesfallzahlung und
  • ein Krankenhaustagegeld

Allerdings sollte man sich auch über weitere Zusatzleistungen informieren, die einige Anbieter in ihrem Versicherungspaket enthalten haben, bzw. darüber, bis zu welcher Summe gewisse Kosten getragen werden.

Darunter zählen unter anderem folgende weitere Leistungen:

  • Bergungs- und Transportkosten (wichtig beispielsweise bei Unfällen im Skiurlaub)
  • Kosmetische Operationen (Narbenkorrekturen bzw. alle rein kosmetischen Korrekturen etc.)
  • Zahnbehandlung und Zahnersatz

Zudem haben manche Versicherer (häufig die Testsieger auf den diversen Plattformen) auch Zusatzleistungen im Angebot, die bei anderen Versicherern grundsätzlich nicht als Unfälle gewertet werden:

  • Nahrungsmittelvergiftungen
  • Tauchschäden
  • Impfschäden
  • Infektionskrankheiten

Ein weiteres Augenmerk sollte man auf die Zahlungen bei Teilinvalidität legen, denn auch hier finden sich große Unterschiede bei den einzelnen Anbietern.

Wie bei allen Versicherungen gilt ganz egal ob eine Versicherung nun Testsieger ist oder nicht, auch ganz persönlich abzuwägen, was für den Einzelnen wirklich wichtig erscheint. Welche Versicherung kann zudem ein möglichst flexibles Modell auffahren, so dass einem im Fall eines solchen schrecklichen Schicksalsschlages eine große Last von den Schultern nehmen kann ohne zuvor aufgrund extrem hoher Kosten eine Belastung auf diesen darzustellen.



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