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Nebenjobs für Kinder – so bessern sie ihr Taschengeld auf

Ferienjobs für KinderNicht nur wir Erwachsene konsumieren gerne. Bereits oder vor allem Kinder haben Freude daran sich neue Dinge anzuschaffen. Diese währt zwar oft nicht besonders lange, denn das heiß ersehnte Plüschtier liegt gerne einmal bereits nach 2 Wochen in der Ecke, doch die Vorfreude vor dem Kauf ist riesig. Kinder müssen erst lernen zu verstehen, das Geld nicht auf den Bäumen wächst, sondern hart verdient werden muss. Lediglich eigenes, dem Alter entsprechendes Taschengeld, steht zur freien Verfügung. Das aber ist bei weitem nicht ausreichend um die großen und kleinen Wünsche der Kinder zu erfüllen. Können oder wollen Eltern nicht alles heiß ersehnte auch für ihre Kinder kaufen, so bleiben zwei Möglichkeiten: Den Wunsch ad acta zu legen oder sich selbst etwas Geld zum Taschengeld hinzu verdienen.

Was können Kinder tun, um Geld zu verdienen?

Es gibt, je nach Alter, verschiedene Möglichkeiten um das eigene Taschengeld ordentlich aufzubessern. Die Maximalgrenze liegt allerdings bei 450 Euro im Monat (die sogenannten Minijobs). Bei einer Anstellung kann ein Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte verlangen.

13 bis 14 Jahre

Mit Einwilligung der Eltern können sich Kinder nun endlich ganz offiziell Geld hinzu verdienen. Es dürfen allerdings nur leichte Arbeiten sein, die körperlich und geistig nicht gesundheitsgefährdend sind. In den maximal 2 Stunden täglich können Kinder beispielsweise Zeitungen austragen, Babysitten oder kleinere Arbeiten in Supermärkten übernehmen.

14 bis 18 Jahre

Mit Erreichen des vierzehnten Lebensjahres dürfen Kinder bereits 8 Stunden am Tag arbeiten. Ab 15 Jahren können sie in den Ferien sogar schon ein wenig in das spätere Arbeitsleben schnuppern Sie dürfen dann nämlich in maximal vier Wochen pro Jahr 40 Stunden pro Woche arbeiten. Die Arbeit sollte allerdings zwischen 6 und 20 Uhr erfolgen. Tätigkeiten in der Gastronomie dürfen bis 22 Uhr andauern, wobei Kinder unter 16 Jahren nicht direkt am Gast arbeiten dürfen, sondern lediglich im Ausschank oder der Küche helfen dürfen. Die Arbeiten dürfen körperlich nicht zu schwer sein und nicht unter starker Hitze, Kälte, Nässe oder Lärm stattfinden.

Jugendliche, die sich gerne sozial engagieren möchten, können als Betreuer bei Ausflügen von jüngeren Kindern mitfahren und sich etwas hinzu verdienen.

Kinder unter 13

Häufig besteht der Wunsch nach mehr Geld, dass zur eigenen Verfügung steht, schon viel früher. Insbesondere Geschwisterkinder, deren größere Geschwister bereits eigenes Geld verdienen möchten ihr Taschengeld ebenso aufbessern. Regelmäßige Arbeiten sind für sie aber tabu. Einzige Möglichkeit: Kleine Hilfsarbeiten bei älteren Herrschaften oder nachbarschaftliche Dienste wie Rasenmähen etc. die ausnahmsweise mit einer Kleinigkeit vergütet werden.

Nebenjob: Ja oder Nein?

Von diesen Dingen profitieren Kinder bei einem Nebenjob:

  • lernen Verantwortung zu tragen
    Ein Nebenjob bringt viele Regeln mit sich, an die ein Kind sich zuverlässig halten muss. Anders als bei Abmachungen mit den Eltern, steht bei Nichteinhalten der Job auf dem Spiel. Die Kinder müssen pünktlich am Arbeitsplatz sein, ihre Arbeiten sorgfältig erledigen und sich an alle Absprachen halten.
  • Finanzielle Unabhängigkeit
    Die Möglichkeit viele Investitionen selbst zu entscheiden empfinden fast alle Kinder als etwas besonderes. Nicht immer wird das Geld in sinnlosen Kram investiert, viele denken bereits in jungen Jahren an die Zukunft und versuchen sich mit dem Geld aus einem Nebenjob vielleicht später ein Studium zu finanzieren, dass die eigenen Eltern nicht ermöglichen könnten.
  • Organisation lernen
    Kommt zu Schule und Freizeit auch noch ein Nebenjob hinzu, so lernen Kinder schnell ein gutes Zeitmanagement. Denn um beispielsweise neben dem Zeitungsaustragen noch Zeit für die Freundin zu haben, gilt es sinnvoll den Nachmittag zu planen
  • Selbstbewusstsein
    Viele profitieren enorm vom wunderbaren Gefühl, dass eine eigene Arbeit schenken kann. Die notwendige Unabhängigkeit von den Eltern fördert einen selbstständigen Alltag.
  • Bewusster Umgang mit Geld
    Muss man sich seine Wünsche erst über viele Tage, Wochen oder Monate erarbeiten, erhält man erst richtig das Gefühl dafür, welchen Wert Geld hat. Beim Ausgeben von eigenem Arbeitslohn wird daher jede Ausgabe weit sorgfältiger abgewägt als bei spendablen Eltern und hohem Taschengeld.

 

Nebenjobs können aber auch einige Nachteile mit sich bringen:

  • Zeitaufwand
    Auch wenn es sich um scheinbar „nur“ zwei Stunden am Tag handelt, kann ein Nebenjob viel wertvolle Zeit eines Kinderalltags beanspruchen. Denn, es bleibt weit weniger Zeit für Freunde und vor allem für die Schule.
  • Mehr Geld = mehr Konsum
    Haben Kinder die Möglichkeit ihr Taschengeld einfach selbst zu erhöhen, so lernen sie oft nicht mit dem klar zu kommen, was sie haben. Sie geraten regelrecht in einen Wettlauf mit Mitschülern oder Freunden und stehen schnell unter dem Druck unbedingt arbeiten zu müssen, nur damit sie sich all die Dinge leisten können, die andere haben.
  • Körperliche und psychische Belastung
    Viele Nebenjobs beanspruchen Kinder weit mehr als sie im ersten Moment denken. Die frühe Doppelbelastung Schule und Arbeiten ist vielen Kindern schnell zu viel. Häufig werden Noten schlechter, weil die Kinder neben dem Arbeiten kaum mehr Zeit haben um zu lernen. Vor allem dann, wenn sie auch noch Zeit mit Freunden verbringen wollen. Viele sind auch noch zu unreif um mit den Ansprüchen klar zu kommen, die manch Arbeitgeber an sie stellt.

 

Viele Eltern sind hin und her gerissen, wenn es darum geht, ob das eigene Kind sich durch einen Nebenjob sein Taschengeld aufbessern darf. Verständlich, gibt es doch viele Punkte, die sowohl für als auch gegen einen Nebenjob sprechen. Tatsächlich müssen Eltern selbst abwägen, was für das eigene Kind sinnvoll ist und eventuell Absprachen treffen, falls beispielsweise der Fall eintritt, dass sich schulische Leistungen verschlechtern.



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Kommentare

Yolo LP 19. Mai 2015 um 22:17

Ich bin 10Jahre alt und will Geld verdienen um mir ein Klavier zu kaufen. Sonst kann ich mir ein Klavier erst nächstes Jahr kaufen.

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