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Ausschlag bei Kindern

Ausschlag Kind

 

In diesem Beitrag erfahren Sie alles über Hautausschläge beim Kleinkind, wie Sie den Ausschlag identifizieren können und was Sie dagegen unternehmen sollten. Als wichtigste Regel gilt, wie auch bei allen anderen Kleinkind-Erkrankungen: Ruhe bewahren!

 

Bei den meisten Hautausschlägen handelt es sich um keine bösartige Krankheitserscheinungen. In den meisten Fällen ist eine sofortige ärztliche Behandlung nicht nötig.

Ursachen identifizieren und behandeln

Ausschlag ist unangenehm. Oft juckt oder brennt er, sieht noch dazu unschön aus und kann sich lange Zeit halten. Nur selten ist der sofortige Gang zum Kinderarzt oder gar ins Krankenhaus nötig. Zumeist zeigt sich Ausschlag bei Kindern als Zeichen einer Unverträglichkeit oder als Begleiterscheinung einer Erkrankung (wie Neurodermitis, Scharlach, HerpesWindpocken, Hand-Fuß-Mund oder Drei-Tage-Fieber).

Für die Selbstbehandlung eines Ausschlags sind häufig keinerlei Medikamente nötig. Ganz im Gegenteil: Oftmals ist es das Weglassen diverser Substanzen die den Ausschlag lindern.

  • neue Gewohnheiten überdenken
    Erstellen Sie eine Liste aller neuen Lebensmittel, Medikamente, Waschmittel oder anderer hygienischer Produkte die sie für die körperliche Pflege Ihres Kindes oder für sich selbst benutzen. Dazu gehören auch die Kleidungsstücke die Ihr Kind kurz vor Ausbruch des Ausschlags getragen hat.
  • mögliche Nebenursachen ermitteln
    Hautausschlag kann auch durch Sonnenexposition, Insektenstiche, virale oder bakterielle Infekte herbeigeführt worden sein. Dann gilt es die Ursache des Ausschlags und nicht etwa den Ausschlag selbst zu behandeln.
  • Vorsicht bei Medikamenteneinnahme!
    Wenn der Verdacht auf ein Medikament fällt, nehmen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke Kontakt auf, bevor Sie die Einnahme des Medikamentes ganz einstellen.

Ursachenfindung kann langwierig sein

Probieren Sie alles aus. Sie können beispielsweise versuchen statt Ihres üblichen Waschmittels ein hautfreundlicheres Mittel für empfindliche Haut auszuprobieren. Wenn Sie sich nach und nach auf diese Weise durcharbeiten, werden Sie dem Übeltäter schon sehr bald entlarvt haben. Diese Methode scheint sehr aufwendig und zeitaufwendig, aber wenn es sich tatsächlich um eine Allergie oder eine andere Überempfindlichkeit handelt, wird auch Ihr Arzt nicht viel mehr für Sie und Ihr Kind tun können.

Gefährliche Symptome – wann ist Eile geboten?

Nicht immer ist Ausschlag eine einfache Begleiterscheinung einer Unverträglichkeit oder Nebenerscheinung einer harmlosen Kinderkrankheit. Ausschlag kann bei Kindern auch Hinweis auf einer ernstzunehmende Gefahr sein bzw. selbst zur Gefährdung werden.

Sollten folgende Punkte beim Auftreten des Ausschlages zutreffen, sollte unbedingt sofort ein Arzt konsultiert werden.

  • Ausschlag der mit Atembeschwerden, Schwellungen im Gesicht oder im Halsbereich einhergeht
  • Ausschlag der sich durch Hautblasen oder durch die Abschuppung der Haut charakterisiert.
  • Ausschlag der sich durch winzige rote oder lilane Punkte charakterisiert, die sich bei Druck nicht weiß oder hautfarben verfärben. Diese könnten auf eine gravierende Infektion oder ein Durchblutungsproblem zurückzuführen sein.

Viele Hautausschläge benötigen aus medizinischer Sicht keinen sofortigen Eingriff. Ein Arzt sollte dennoch immer in absehbarer Zeit einen Blick darauf werfen.

Kontrolle ist besser…

Machen Sie mit ihrem Kinderarzt in folgenden Fällen trotzdem zeitnah einen Termin aus:

  • das Kind ist jünger als 3 Monate
  • die Haut ist mit Blasen übersät
  • der Hautausschlag hat sich nach 3 Tagen Behandlung mit Hausmitteln nicht verbessert
  • der Ausschlag stört drastisch den Alltag Ihres Kindes oder schmerzt so stark, dass Aktivitäten aller Art eingeschränkt werden
  • wenn der Ausschlag eitert, nässt oder feucht erscheint, deutet dies in jedem Fall auf eine Infektion hin

Für eine schnelle Diagnose kann es sinnvoll sein, sich schon vor dem Arztbesuch einige Informationen zurecht zu legen.

Bevor sie zum Arzt gehen beachten Sie am besten folgendes:

  • wann ist der Hautausschlag aufgetaucht?
  • wo tritt der Ausschlag auf?
  • was für eine Farbe hat er?
  • ist die Form des Ausschlags flach oder erhaben?
  • breitet sich der Ausschlag aus, ist er intermittierend oder wandert er sogar um den ganzen Körper?
  • ist das Kind in der unmittelbaren Zeit vor dem Erscheinen des Ausschlags mit neuen Lebensmitteln, Medikamenten, hygienischen Produkten in Berührung gekommen (dazu gehören auch Waschmittel, Weichspüler oder Seifen)?

Diese Informationen können dem Arzt dabei helfen den Grund für den Ausschlag schneller feststellen zu können.

Weitere Tipps

Ermutigen Sie ihr Kind dazu nicht an dem Ausschlag zu kratzen. Dadurch können Infektionen verhindert werden. Gegen den Juckreiz können Sie kalte Kompressen auf die betroffenen Stellen legen.

Wenn der Ausschlag große Teile des Körpers bedeckt, kann auch einfach ein kaltes Bad verabreicht werden. Beim Trocknen der Haut nicht reiben, sondern mit dem Handtuch die Stellen leicht abtupfen.

Hilfe in der Apotheke

Sprechen Sie mit Ihrem Apotheker über die Benutzung von Hilfsmitteln die im freien Verkauf zu finden sind und den Juckreiz lindern können. Dort finden sich Hydrokortison- oder Diphenhydramin-Cremes. Letzteres findet man auch als Spray oder als Sirup. Falls es sich um Windeldermatitis handelt kann auch eine einfache Zinksalbe aufgetragen werden.



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