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Bindehautentzündung bei Kindern

Bindehautentzündung bei Kindern

Wenn Kinderaugen gerötet oder geschwollen sind, deutet dies oft auf eine Bindehautentzündung hin. Eine solche ist für Kinder oft sehr unangenehm oder gar schmerzhaft. Deshalb gilt es die Entzündung schnell und möglichst effektiv zu bekämpfen. Dabei können diverse Hausmittel helfen, in vielen Fällen ist jedoch ein Arztbesuch unvermeidbar.

Warum sind Kinder anfälliger für Bindehautentzündungen?

Bindehautentzündungen kommen bei Kindern viel häufiger vor als bei Erwachsenen. Warum ist das so? Kinderaugen sind viel empfindlicher gegenüber von Umwelteinflüssen und reagieren auch dementsprechend schneller darauf. Besonders bei intensiven Umwelteinflüssen auf die Augen kann es zu einer Bindehautreizung kommen. Bei Kindern ist das eigene Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt und somit die Bindehaut viel anfälliger für Krankheitserreger, aber auch für äußere Einflüsse wie Kälte oder Zugluft. So haben auch viele Babys zu Beginn der ersten Lebensmonate eine Bindehautreizung. Behandelt man die Bindehautreizung aber rechtzeitig, kann man verhindern, dass eine schlimmere Bindehautentzündung entsteht.

Ursachen für eine Bindehautentzündung bei Kindern

Bindehautentzündungen können verschiedene Ursachen haben.

  • Äußerliche Reize
    Äußerliche Reize wie Rauch oder Zugluft können genauso Bindehautentzündungen hervorrufen, wie zum Beispiel das Chlor im Schwimmbad.
  • Fremdkörper im Auge
    Auch Fremdkörper, die sich im Auge befinden, können eine Bindehautentzündung verursachen.
  • Viren & Bakterien
    Viren und Bakterien sind ebenfalls häufig die Ursache für eine Entzündung der Bindehaut.
  • allergische Reaktionen
    Schließlich können auch allergische Reaktionen zu einer Bindehautentzündung führen.

Ansteckung

Nicht jede Bindehautentzündung ist ansteckend. Wird die Bindehautentzündung durch äußere Einflüsse, Fremdkörper oder durch eine Allergie hervorgerufen, ist die Bindehautentzündung nicht ansteckend. Nur wenn Viren und Bakterien die Auslöser sind, kann die Entzündung der Bindehaut auf andere Kinder und Personen übertragen werden.

Sollte deshalb nicht klar sein, was die Ursache der Bindehautentzündung ist, sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und die Ursache klären lassen. Stellt sich heraus, dass es sich um eine ansteckende Bindehautentzündung handelt, sollte das Kind nicht die Kita besuchen und auch nicht mit anderen Kindern spielen. So wird die Ansteckungsgefahr minimiert.

Woran erkennt man eine Bindehautentzündung?

Bindehautentzündungen können aufgrund ihrer doch sehr charakteristischen Symptome meist sehr schnell erkannt werden. Das erste Anzeichen sind sicherlich die geröteten Augen.

Aber es können auch noch andere Symptome auftreten:

  • juckende oder brennende Augen
  • tränende Augen
  • Kinder reiben oft ihre Augen
  • schleimiges Sekret, welches morgens die Lider verklebt
  • dickere Lidränder, hervorgerufen durch Schwellungen
  • lichtempfindliche Augen

Ist eine Bindehautentzündung bei Kindern gefährlich?

Das hängt von der Ursache der Bindehautentzündung ab. Die meisten Bindehautentzündungen sind jedoch für das Kind ganz ungefährlich und können schnell behandelt werden. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen sollten die Kinder aber bei einer Bindehautentzündung nicht in den Augen reiben und das Auge sollte so gut wie möglich vor äußeren Einflüssen geschützt werden.

Erste Behandlungsmöglichkeiten bei einer Bindehautentzündung

Zuerst einmal sollte die Ursache der Bindehautentzündung geklärt werden.

  • Fremdkörper entfernen
    Ist ein Fremdkörper die Ursache für die Entzündung der Bindehaut, gilt es, zu versuchen, den Fremdkörper zu entfernen. Dabei hilft am besten ein sauberes Taschentuch. Das Kind sollte nach oben schauen, während man im unteren Augenlid nach dem Fremdkörper sucht. Findet man den Fremdkörper, kann man ihn dann mit dem sauberen Taschentuch entfernen. Ist es nicht möglich, den Fremdkörper zu entfernen, sollte man den Arzt aufsuchen.
  • Verklebungen lösen
    Sind die Augenlider durch ein schleimiges Sekret am Morgen verklebt, kann man das Sekret ganz einfach mit warmem Wasser entfernen, welches zuvor abgekocht wurde. Dabei verwendet man einen sterilen Mulltupfer und fängt beim äußeren Augenwinkel an. Man arbeitet sich dann zügig zum inneren Augenwinkel vor.
  • Auge vor weiteren Reizungen bewahren
    Sind äußere Einflüsse für die Bindehautentzündung verantwortlich, ist es ganz wichtig, dass das Auge keinen weiteren Reizungen mehr ausgesetzt wird. Nur so kann sich die Bindehaut erholen. Tritt eine Lichtempfindlichkeit auf, empfiehlt es sich, eine Sonnenbrille zu nutzen und Bildschirme in der Wohnung aus zu machen.
  • falls nötig Augentropfen
    Die Augentropfen bekommt man am besten in ein Kinderauge, wenn das Kind auf dem Rückenliegt. Dann zieht man das untere Augenlid leicht nach unten und platziert die Tropfen direkt am inneren Augenwinkel. Die Tropfen verteilen sich dann auf das gesamte Auge.

Wann muss man zum Arzt?

Man sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, wenn die beschriebenen Methoden nicht zu einer Besserung führen. Gleiches gilt, wenn die Ursache der Bindehautentzündung nicht geklärt ist.

Augentropfen sind zwar oft nicht verschreibungspflichtig, trotzdem sollte man vor der Nutzung von Augentropfen einen Arzt kontaktieren, da Kinder auf bestimmte Wirkstoffe empfindlicher reagieren wie erwachsene Menschen. So sollten Augentropfen für Kinder und Babys zum Beispiel keine Konservierungsstoffe enthalten und auf pflanzlicher Basis hergestellt sein.

Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung werden Augentropfen mit Antibiotikum benötigt, um die Bakterien zu bekämpfen.



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