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Hüftschnupfen / Hüftgelenksentzündung (Coxitis Fugax)

Gelenkschmerzen in der Hüfte

Gerade jetzt zur Herbst-Zeit haben wir immer wieder mit Krankheiten zu kämpfen die die Gesundheit beeinträchtigen. Grippewellen sind in jedem Kindergärten und allerlei Schulen Thema, Magen-Darm-Viren machen sich breit und überall schmerzende Ohren, Schnupfnasen und hustende Kinder. Es ist eben wirklich schwer, sich im Herbst optimal zu kleiden. Gerade noch so sonnig, überschätzen wir die Temperaturen und stehen schnell zitternd auf dem Spielplatz. Kalte Finger, eisiger Wind – es gibt wirklich angenehmere Temperaturen. Gerade eine gemeine Erkältung oder einen Magen-Darm-Virus überstanden und schon droht die nächste schmerzvolle Erkrankung: Hüftschnupfen.

Was viele nicht wissen: Mit einer Erkältung hat das gar nichts zu tun.

Was ist ein Hüftschnupfen? (Coxitis Fugax)

Tatsächlich ist der Name etwas irreführend. Gewählt wurde er aber gar nicht so verkehrt. Denn, Coxitis Fugax oder zu deutsch Hüftschnupfen, ist eine der häufigsten entzündlichen Gelenkerkrankungen bei Kindern aber ähnlich harmlos für den Körper wie ein leichter Schnupfen, wenngleich die betroffenen Kinder für einen gewissen Zeitraum teilweise enorm unter Schmerzen an der Hüfte leiden.

  • typisches Alter 3. – 10. Lebensjahr
    Betroffen von dieser Entzündung des Hüftgelenks (Coxitis fugax) sind meist Kinder zwischen drei und zehn Jahren, selten auch Kinder unter- und oberhalb dieses Alters und sehr vereinzelt Erwachsene.
  • eher Jungen wie Mädchen betroffen
    Statistiken zeigen, dass vor allem Jungen dazu neigen, eine Entzündung der Hüfte zu bekommen.
  • meist in Folge eines Infektes
    Die Ursachen der Hüftgelenksentzündung (Coxitis fugax), konnte man bisher nicht erforschen, lediglich, dass er plötzlich in Folge eines Infektes wie einer Bronchitis oder Magen-Darm-Erkrankungen auftritt.
  • Flüssigkeitsansammlung im Hüftgelenk
    Im Anschluss an eine Erkältung oder einen Magen-Darm-Infekt, etwa wenige Tage bis zwei Wochen danach, bildet sich im Hüftgelenk der Kinder eine keimfreie Flüssigkeitsansammlung.
    Symptome sind in der Regel:
  • Beschwerden durch Druck im Gelenk
    Dieser Erguss am Gelenk führt zu einer Spannung der Gelenkkapsel und dazu, dass die Kinder beim Laufen starke Schmerzen in der Leiste bzw. Hüfte empfinden, die bis ins Bein ausstrahlen können.
  • untypisches Gangbild
    Viele Kinder hinken aufgrund der Schmerzen mit einem Bein, weil der Erguss dazu führt, dass der Bewegungsspielraum eingeschränkt wird.
    erhöhte Körpertemperatur
    Häufig geht der Hüftschnupfen einher mit plötzlichen leichten Fieber

Diagnose und Behandlung beim Kinderarzt oder Kinderchirurg

Auch wenn Eltern den Verdacht haben, dass das eigene Kind an einem harmlosen Hüftschnupfen leidet, sollte man es in der Regel beim Arzt vorstellen, um mögliche andere Gelenkserkrankungen (beispielsweise auch die Ansteckung mit Borreliose) auszuschließen. Die Ursachen einer Hüftgelenksentzündung sind bis heute nicht genau bekannt. Die Diagnose erfolgt anhand einiger Untersuchungen, mit denen man einen Hüftschnupfen bzw. eine Hüftgelenksentzündung beim Patient erkannt wird:

  • Blutwerte
    Über das Blut lassen sich bakterielle Infektionen bzw. hohe Entzündungswerte (die Hinweis für eine eitrige Hüftgelenksentzündung sein könnten) nachweisen oder ausschließen und eine weitere Behandlung festlegen.
  • Ultraschall
    In der Ultraschall-Untersuchung wird der Erguss sichtbar und kann vom Arzt bezüglich seines Ausmaßes beurteilt werden.
  • Röntgenuntersuchung
    Geröntgt wird, um andere Erkrankungen oder Entzündungsursachen wie Morbus Perthes oder Borreliose auszuschließen.

Wie lange dauern die Beschwerden bei einem Hüftschnupfen an?

Wie viele Erkrankungen zeigt sich auch der Hüftschnupfen in seinen Symptomen unterschiedlich stark. Es handelt sich aber um keine Krankheit oder Entzündung, die wochenlang andauert. Innerhalb von bzw. nach maximal 2 Wochen sind die Kinder nach richtiger Therapie wieder beschwerdefrei, als wäre niemals etwas gewesen.

Wie wird ein Hüftschnupfen behandelt? (Therapie)

Die meisten Kinder muss man nicht unbedingt zum wichtigsten Teil der Therapie zwingen. Aufgrund der Schmerzen durch die Entzündung im Gelenk tun es fast alle zu Beginn freiwillig: Sich schonen. Die Schonung bei einer Hüftgelenksentzündung ist nämlich enorm wichtig, damit der Erguss von selbst verschwinden kann. Am besten gilt für einige Tage Bettruhe um die Kleinen gar nicht erst in Versuchung zu bringen sich viel zu bewegen. Bis die Schmerzen vollkommen verschwinden, dauert es wie erwähnt zumeist wenige Tage bis maximal zwei Wochen. In dieser Zeit sollte am besten auch der Kindergarten oder die Schule gemieden werden. Schonung – so vergeht die Erkrankung einfach am schnellsten. Manchen Kindern können sogar Gehhilfen für kurze Wege ein wenig Linderung der Schmerzen bieten.

Zur Heilung beitragende Medikamente

Viel lässt sich anhand von Medikamenten nicht beeinflussen. Lediglich entzündungshemmende Medikamente, die zumeist auch schmerzlindernde Bestandteile haben (wie Ibuprofen), kommen gerne zum Einsatz.

Hüftschnupfen & Homöopathie

Erkundigt man sich nach passenden homöopathischen Mitteln beim Hüftschnupfen, so stößt man besonders oft auf Ferrum phosphoricum, dass generell bei allen entzündlichen Prozessen (besonders auch bei Fieber) in der Homöopathie Anwendung findet. Auch von Drosera rotundifolia wird gesprochen, wobei die Wirkung dieser Globuli vor allem krampflösender Natur sein soll.

Hausmittel

Eine leichte Lymphmassage kann helfen die angesammelte Flüssigkeit aus dem Hüftgelenk auszuleiten. Dadurch lassen sich die Symptome der Krankheit gezielt behandeln. Dennoch sollte sich immer ein Manual-Therapeut oder ein Arzt vor dieser Behandlung ein Bild von Patient machen.

Sind die Symptome abgeklungen, so können die Kids langsam wieder beginnen sich mehr und mehr zu bewegen. Aber: In der Ruhe liegt die Kraft…

Ist ein Hüftschnupfen ansteckend?

Der Name mag den Anschein geben, es würde sich beim Hüftschnupfen mit der Ansteckung genauso verhalten wie mit einem richtigen Schnupfen und die ganze Familie steckt sich an. Das aber ist ein Trugschluss. Die Ursachen warum ein Hüftschnupfen auftritt ist wie bereits erwähnt nach wie vor nicht wirklich geklärt. Was man weiß, ist das er nach einer Erkrankung (Magen-Darm-Infekt oder Bronchitis beispielsweise) auftritt. Lediglich diese Erkrankungen wären ansteckend, sie sind meist bei den ersten Hüftbeschwerden aber bereits abgeklungen.



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