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Nasenbluten bei Kindern – mögliche Ursachen und schnelle Hilfe

Was hilft Kindern bei Nasenbluten?Es sieht oft nach einem riesigen Blutbad aus, dabei ist die Ursache für so manches heftige Nasenbluten bei Kindern ein Lapalie.

Meist steckt nämlich nichts Schlimmeres dahinter, als zu heftiges Nasebohren oder Naseputzen. Auch ein leichter Schlag oder Sturz, sogar Wachstumsschübe können Nasenbluten auslösen.

Ein hineingesteckter Fremdkörper der Nasenbluten verursacht, sollte selbstverständlich unbedingt vom Arzt entfernt werden, um weitere Verletzungen zu vermeiden, doch die kleinen Verletzungen in der Nase sind eigentlich harmlos. In jedem Fall sollte man aber einen Arzt aufsuchen, wenn das Nasenbluten ohne ersichtlichen Grund immer wieder beginnt, länger als eine Viertelstunde anhält oder das Blut nicht hellrot und schnell ausfließt. Es kommt nur sehr selten vor, aber solch untypisches Nasenbluten kann auch ein Symptom für weit ernsthaftere Krankheiten sein.

Eher seltene Ursachen für Nasenbluten bei Kindern

  • Infektionen
  • Schädelbasisbruch
  • Tumoren
  • Leberschäden
  • Hämophilie, bei der das Blut nicht mehr richtig gerinnt
  • Bluthochdruck
  • Vitaminmangel
  • Gefäßkrankheiten.

Genau deshalb ist es so wichtig bei immer wiederkehrendem oder nicht enden wollendem Nasenbluten unbedingt einen Kinderarzt aufzusuchen. Nur dieser ist in der Lage mögliche Diagnosen wie die oben genannten festzustellen oder im besten Fall auszuschließen.

Hilfe bei Nasenbluten – Kühlen, beruhigen und Arnica

Die meisten Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Nasenbluten sind recht bekannt. So hat der altbekannte Eisenschlüssel, dem Patienten ins Genick gelegt durchaus seine Berechtigung. Lediglich die Utensilien haben sich heute ein wenig geändert.

  • Kaltes im Nacken
    Der früher genutzte Eisenschlüssel hatte einen ganz einfachen Effekt. Er kühlt und verlangsamt dadurch den Blutdurchfluss, so dass die Wunde im Naseninneren schneller verkrusten kann. Ein kalter Lappen oder Kühlakku tun es in der heutigen Zeit aber natürlich genausogut. Auch Eiswürfel kurz an die Nasenwurzel gehalten oder ein kaltes Fußbad helfen – Hauptsache kühl.
  • Blut nicht schlucken
    Ein Reflex bei Nasenbluten ist das Strecken des Kopfes in den Nacken um zu verhindern, dass das Blut aus der Nase fließt. Doch das sollte man tunlichst vermeiden. Große Mengen an Blut, die in den Magen fließen, können schnell zu Bauchschmerzen oder gar Erbrechen führen. Besser ist es das Blut aus der Nase fließen zu lassen oder durch den Mund auszuspucken, falls die Nase durch Druck verschlossen oder zugehalten wird.
  • Homöopathie bei Nasenbluten
    Arnica, in Form von Globuli, hilft zuverlässig bei offenen Wunden, also auch bei Nasenbluten. Weitere homöopathische Mitteln stehen je nach Typ und Situation zur Verfügung. Um die entsprechenden Globuli für Nasenbluten herauszusuchen kann ein Homöopathie-Heft für Kinder hilfreich sein, indem man anhand von Indizien (woher kommt das Nasenbluten, Nebenbeschwerden, Verhalten des Kindes…etc.) ganz individuell die richtigen Globuli gefunden werden können. Nasenbluten durch Stress beispielsweise kann man sehr gut mit Kalium Phosphoricum behandeln.
  • Druck auf die Nasenflügel
    Bewährt hat sich auch die Methode, bei der die Nasenflügel sanft einige Minuten zusammengedrückt werden, während das Kind durch den Mund weiteratmet. Leichter Druck stoppt Blutungen generell gut und durch den Blutstau bildet sich schneller eine schützende Kruste über deer offenen Stelle.
  • Stress vermeiden, Ruhe vermitteln
    Nicht zu unterschätzen ist der Stressfaktor. Je aufgeregter das Kind, desto schneller und länger fließt das Blut, daher sollte man unbedingt für körperliche und innere Ruhe sorgen. Ablenken, Beruhigen und Umsorgen; das senkt den Druck und verringert damit das Nasenbluten.

Vorausgesetzt, es wird nicht ständig daran herumgepopelt, verheilt die kleine Wunde innerhalb weniger Tage.

Vorbeugen ist besser als heilen

Warum Nasenbluten so häufig bei Kindern vorkommt ist rein anatomisch bedingt. Die Schleimhäute und dünnen Äderchen in den Nasen der Kinder sind weit empfindlicher, als die eines Erwachsenen. So kommt es deutlich schneller zu offenen Stellen oder geplatzten Äderchen. Trotzdem kann man insbesondere bei (sonst gesunden) Kindern die unter ständigem Nasenbluten leiden, ein wenig dazu beitragen, dass die Häufigkeit abnimmt.

  • Feuchtigkeit
    Häufig entsteht Nasenbluten durch zu trockene Schleimhäute. Abhilfe schaffen Nasensalben oder -öle aus der Apotheke. Luftbefeuchter in der Wohnung und viel Trinken tragen ebenfalls zur Befeuchtung bei und verhindern damit, dass die kleinen Adern im Naseninneren zu schnell platzen.
  • Verletzungen vermeiden
    Kindern das Nasenbohren zu verbieten hat nicht unbedingt nur gesellschaftliche Gründe. Auch der Aspekt sich mit den Fingernägeln schnell in der Nase verletzten zu können ist ein Grund für das unerwünschte Popeln. Verkrustungen bei Schnupfen lösen besser Nasenspülungen mit einer Salzlösung oder eben sanftes Schneuzen

Nasenbluten bei Kindern in der Nacht oder ohne Vorkommnis

Bekommen Kinder ohne Grund oder mitten in der Nacht Nasenbluten, so liegt das häufig am schnellen Wachstum. Ohnehin dünne Äderchen können dann häufig noch schneller platzen als üblich. Die Ursache für das Nasenbluten bei Kindern in der Nacht ist dementsprechend vergleichbar mit den Wachstumsschmerzen in den Gliedmaßen wie Beinen oder Armen. Bei beidem bleibt den Eltern nichts anderes als für ein gutes Raumklima zu sorgen und die Symptome zu behandeln.



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