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Ohrenschmerzen bei Kindern – vom Symptom bis zum Hausmittel

Kind hat Ohrenschmerzen und hört schlechtNicht nur das nasse Herbstwetter, auch das FrĂŒhjahr bringt hĂ€ufig ErkĂ€ltungen mit sich. Das Wetter hat sich im April nĂ€mlich allen Namen gemacht und uns Eltern das Leben schwer. Zwischen warmen Sonnenstrahlen und kaltem Aprilwind war es gar nicht so einfach die richtige Kleidung zu wĂ€hlen. Das sorgt fĂŒr verschwitzte Kinderköpfe unter warmen MĂŒtzen oder zugigen Ohren an der frischen Luft. Gerade der stĂ€ndige Wetterwechsel macht es auch dem Immunsystem nicht leicht. Der Körper hat gut zu arbeiten, die Temperatur passend zu regulieren. So ist es also nicht verwunderlich, dass die Arztpraxen nach wie vor mit kleinen Patienten voll sind. Denn, fast kein Kind kommt an den lĂ€stigen Ohrenschmerzen vorbei. Es muss allerdings nicht immer sofort Antibiotikum bei Ohrenschmerzen eingesetzt werden um EntzĂŒndungen schnell los zu werden. Sanfte Hilfe kann ebenso mit guten homöopathischen oder verschiedenen Hausmitteln erreicht werden.

Ohrenschmerzen – stĂ€ndige Begleiter der Kindheit

In den ersten Lebensjahren des Kindes können MittelohrentzĂŒndungen sehr hĂ€ufig auftreten. Das hat vor allem anatomische GrĂŒnde, denn der luftgefĂŒllte Hohlraum, das Mittelohr, zwischen Trommelfell und Innenohr, kann sich besonders als Folge einer ErkĂ€ltung entzĂŒnden. Bei einer EntzĂŒndung schwillt die Schleimhaut in der Ohrtrompete an und bildet ein Sekret. Wir alle kennen den selben Vorgang aus der Nasenschleimhaut. NĂ€mlich dann, wenn in Folge des Anschwellens und einer Sekretbildung ein Schnupfen entsteht. Da bei Kleinkindern die Ohrtrompete noch sehr eng ist, verstopft sich diese durch die Schwellung wesentlich schneller völlig. Das gebildete Sekret fließt dann gar nicht mehr ab, staut sich und drĂŒckt auf das benachbarte Trommelfell. Resultat = PaukenergĂŒsse. Das Kind hört schlecht und verspĂŒrt einen starken Druck auf dem Ohr. Bei der MittelohrentzĂŒndung sind Mittelohr und Trommelfell zudem mit Erregern infiziert und gleichzeitig entzĂŒndet. Gerade bei SĂ€uglingen und Kleinkindern können Keime weit schneller in das Ohr eindringen als bei Erwachsenen, da die Ohrtrompete noch relativ kurz ausgebildet ist.

Symptome fĂŒr leichte Ohrenschmerzen bis hin zur MittelohrentzĂŒndung

Der Tubenkatarrh (EntzĂŒndung der Schleimhaut) tritt nur als Begleitung zum typischen Schnupfen auf. Die Kinder haben stechende Schmerzen im Ohr und erzĂ€hlen oft davon schlecht zu hören oder/und ein stĂ€ndiges Klacken im Ohr zu hören.

Die MittelohrentzĂŒndung wird mit noch schlimmeren Ohrenschmerzen begleitet, wobei sie meist zudem Fieber mit dem Schmerz verbunden ist. Das Ohr des Kindes ist in der Regel feuerrot und es geht ihm weit schlechter als bei einfachen Ohrenschmerzen.

Symptome fĂŒr MittelohrentzĂŒndung

  • Appetitlosigkeit
  • Unwohlsein
  • Schnupfen
  • stĂ€ndiges Greifen zum Ohr
  • Fieber

Bei einer MittelohrentzĂŒndung handelt es sich fast immer um eine Erkrankung in Verbindung mit Bakterien. Diese lassen sich meistens nur mit einem Antibiotikum richtig in den Griff bekommen, weil andere Medikamente nicht greifen.

Was hilft bei Ohrenschmerzen bei Kindern?

  • FlĂŒssigkeit
    Sollte das das eigene Kind an Ohrenschmerzen leiden, sollte wie bei fast jeder Erkrankung vor allem fĂŒr ausreichend FlĂŒssigkeitszufuhr gesorgt werden.
  • Zwiebelwickel gegen Ohrenschmerzen
    ZusĂ€tzlich können Zwiebelwickel helfen. Dabei werden gehackte Zwiebeln (oft auch leicht in der Pfanne angeschwitzt um die Ă€therischen Öle noch besser zu lösen) in einem kleinen SĂ€ckchen oder Waschlappen auf das Ohr gelegt. Die Öle sorgen fĂŒr ein Abschwellen der Schleimhaut.
  • Homöopathie gegen Ohrenschmerzen bei KindernDie richtige Wahl an homöopathischen Mitteln gegen Ohrenschmerzen ist gar nicht so einfach. Sie hĂ€ngt stark vom genauen Bild der Erkrankung ab. Ist der Schmerz in Verbindung mit einer ErkĂ€ltung? Ist es eher ein Druck oder ein Stechen? Etc. Hilfreich sind BĂŒcher zur homöopathischen Behandlung von Kindern, bei denen man einfach von den speziellen Symptomen zum passenden Globuli fĂŒr Ohrenschmerzen geleitet wird.
  • Nasentropfen
    Altersgerecht dosiert, können auch Nasentropfen als Hilfe bei Ohrenschmerzen dienen. Durch das Abschwellen der Nasenschleimhaut wird auch die BelĂŒftung der Ohren besser.
  • Fiebersenker & Schmerzmittel
    Wirkungsvolle Medikamente wie Paracetamol können anstelle von Antibiotikum verabreicht werden wenn es sich nicht um eine hartnĂ€ckige, ĂŒber Tage andauernde Infektion mit Viren, sondern um eine eher leichte Erkrankung aufgrund von Bakterien handelt.
  • Infrarotlicht
    Bei Kindern sollte man sich in sensiblen Bereichen wie dem Hörsinn, nicht zu lange mit Hausmitteln versuchen. Der Arzt ist im Stande ein Blutbild zu erstellen und so genau festzustellen, um welche Art Erreger es sich handelt und wie stark das Immunsystem bereits zu kĂ€mpfen hat. Die Anzahl weißer Blutkörperchen (unsere eigene Krankheits-Abwehr-Einheit im Körper) steigt wĂ€hrend einer Erkrankung nĂ€mlich enorm an. Bei anhaltenden Schmerzen ĂŒber Tage hinweg ist ein Gang zum Arzt sicherlich besser, vor allem auch, weil die Kinder die Schmerzen oft noch nicht klar verstĂ€ndlich machen können. Eine anhaltende Infektion im Mittelohr kann mitunter zu Schwerhörigkeit, bis hin zum Hörverlust fĂŒhren oder dauerhafte SchĂ€digungen verursachen.

Andere mögliche Ursachen fĂŒr Ohrenschmerzen

Nicht immer handelt es sich um eine MittelohrentzĂŒndung oder einen Tubenkatarrh. Viele andere Erkrankungen oder Beschwerden können zu Schmerzen am Ohr fĂŒhren oder bis zum Ohr ausstrahlen. So beispielsweise:

  • Zahn- oder GaumenmandelentzĂŒndungen
  • Verletzungen am oder im Ohr
  • Fremdkörper im Ohr


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Kommentare

Hannah 20. Oktober 2018 um 22:17

Hallo Lisa,
Ich las mir grad ihre Tipps und ErklÀrungen zum Thema Ohrenschmerzen durch, da dieses bei meinem kleinen Sohn grad hochaktuell ist.
Ist es möglich , dass sie in ihrem Artikel Viren und Bakterien vertauschen? Nach meinem Kenntnisstand ist ein Antibiotikum gegen Viren völlig machtlos, wird jedoch zur BekÀmpfung der schwereren bakteriellen Infektion zur BekÀmpfung eingesetzt.
Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Hannah

Antworten

Lisa 22. Oktober 2018 um 22:17

Hallo Hannah,
TatsĂ€chlich habe ich mich an einer Stelle verschrieben 🙂 Im unteren Teil des Textes war es wieder richtig. Lieben Dank fĂŒr den Hinweis.
Antibiotikum wirkt bei einer MittelohrentzĂŒndung nur, wenn diese durch Bakterien, nicht durch Viren verursacht wurde.

Antworten

Emmi 22. Oktober 2018 um 22:17

Bevor man die Symptome selbst behandelt, sollte man trotzdem einen HNO Spezialist aufsuchen, der sich das ganze einmal ansieht. Meine Nichte hatte auch immer Ohrenschmerzen. Ihr GlĂŒck war es, dass es keine richtige EntzĂŒndung war.

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