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Ist eine Zeckenimpfung bei Kindern sinnvoll?

Warnschild zu Zecken in Laub gebettetDer Sommer steht in den Startlöchern. Wie so viele andere Eltern verbringe ich nun die ersten warmen Maitage im Garten. Besonders der Schrebergarten einer Freundin hat es uns angetan. Liegt er doch schattig am Rande eines kleinen Bachlaufs, wunderschön grün und herrlich um den Tag zu genießen. Sitzend im hohen Gras kommen mit den Sonnenstrahlen natürlich aber auch die Sorgen um die Gesundheit der Kinder. Ob sie von der Schaukel fallen oder sich im Hof die Knie aufschlagen kann ich noch ein bisschen beeinflussen, doch was ist mit den unsichtbaren Gefahren aus der Natur? Jene, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht?

Zecken sind aktuell wieder unterwegs und ich frage mich auf ein Neues, ob ich für meine Tochter einen Termin zur Zeckenimpfung bzw. Impfung gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) vereinbaren sollte.

Eines vorne weg: Wer hier eine allgemein gültige Antwort erwartet, ob eine Zeckenimpfung bei Kindern sinnvoll ist, den muss ich enttäuschen.

Ich stöbere durch die Internetseiten, befrage meinen Arzt, befrage befreundete Mütter, welche zum Teil in Laboren arbeiten. Viele, viele Seiten habe ich besucht, immer auf der Suche, nach dem einen allgemeingültigen Fazit. Doch ich bin stutzig geworden. Kaum ein Thema spaltet so sehr wie die Frage nach der Wirksamkeit bzw. den Folgen einer Impfung.

Die Impfgegner
…sie sehen vorallem die Nebenwirkungen

Eine der radikalsten Seiten auf die ich gestoßen bin ist www.gesundheitlicheaufklaerung.de/zecken-impfung-auf-keinen-fall. Hier wird vor allem auf potenzielle Schäden durch den Impfstoff eingegangen und das Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr eines Zeckenbisses.

  • Gegen die schwerere Erkrankung Borrelliose kann nicht geimpft werden, FSME hingegen tritt weit aus seltener auf. Tatsächlich wird hier von lediglich ca. 2 bis maximal 10 dauerhaft Geschädigten pro Jahr in Deutschland gesprochen. An Sommertagen vom Blitz getroffen zu werden sei wahrscheinlicher als ein Tod durch die Infektion mit FSME.
  • Das Aluminiumhydroxid und Quecksilber, ebenso wie Formaldehyd, welches im Impfwirkstoff enthalten sind, wirken sich schädlich auf den Körper aus. Das außerdem enthaltende Antibiotikum sei gegen Viren eigentlich grundsätzlich nutzlos.
  • Eltern, die sich für eine Impfung entscheiden werden unzureichend aufgeklärt. So ist die Liste der Nebenwirkungen lang: Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl, Schweißausbrüche, Gelenkschmerzen, Atemwegsprobleme, Durchfall, Kreislaufprobleme etc.
  • Die Zeckenimpfung bei Kindern steht in Verdacht schlummernde Erkrankungen hervor zu rufen. So berichten beispielsweise vielerlei Betroffene von MS oder ähnlichen chronischen Leiden (welche genetisch bedingt sind) von ersten auftretenden Symptomen direkt nach der Zeckenimpfung.

Impfbefürworter

Neben Betroffenen von FMSE und grundsätzlichen Befürwortern des Impfens stößt man vor allem in der Pharmaindustrie und der deutschen Impfkommission auf das Drängen zur Impfung in Risikogebieten

  • Die Erkrankung an FSME sei mit steigendem Alter ebenso steigend gefährlich. Ein betroffenes Kind beispielsweise leidet an deutlich weniger Symptomen im Anschluss an eine Infektion, als eine erwachsene Person.
  • Nebenwirkungen bei der Impfung gegen Zecken seien weit weniger massiv als es oft dargestellt wird. Gerade in Hochrisikogebieten wird dringend zur Abwägung des Nutzen-Faktors geraten.
  • Gerade Kinder halten sich in hohem Gras auf, in dem Zecken sich wohl fühlen.

Ist eine Zeckenimpfung nun sinnvoll? Mein persönliches Fazit:

Tatsächlich entsteht beim Durchforsten des Internets der Eindruck, die Pharmaindustrie würde das Problem „Zecke“ etwas überdramatisieren.

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Dennoch herrscht eine starke Verunsicherung seitens der Eltern, da man sich selbstverständlich auch nicht verantwortlich fühlen möchte, wenn man sein Kind nicht ausreichend geschützt hat uns es tatsächlich erkrankt. Es ist wichtig, sich ausführlich darüber zu informieren, ob man sich in einem Risikogebiet befindet. Dann sollte man sich Gedanken machen, in welchen Gebieten genau die Kinder spielen und in welchem Alter sie sich befinden. Eine Infektion scheint besonders ab dem Schulalter wesentlich gefährlicher zu sein, als im Kleinkindalter. Zudem wird der Wirkstoff der Impfung bei älteren Kindern besser vertragen. Meine Tendenz geht daher aktuell noch zu einer späteren Impfung. Beim Spielen im hohen Gras außerdem immer im Handgepäck: Eine praktische Zeckenzange bzw. einen Zeckenhaken, um den kleinen Fiesling bei einem Biss möglichst schnell und schonend entfernen zu können. Danach heißt es: Bissstelle in den kommenden Stunden und Tagen gut beobachten (eventuell mit einem Stift groß einkreisen) und bei Verdacht auf Borreliose oder FSME sofort zum Kinderarzt.

>> Wie seht ihr das?



Kommentare

Regina 12. Mai 2013 um 22:17

Ich bin selbst Mutter einer fast einjährigen Tochter, welche sehr aufgeweckt ist. Wir sind auch viel draußen und sie spielt sehr gerne im Gras! Ich habe mich dazu entschieden, sie gegen alles impfen zu lassen, somit auch gegen Zecken und FSMI.
Mein Arzt hat zu mir gesagt, dass die Krankheiten ausgerottet sind, weil man impft und wenn die Impfungen nicht mehr gemacht werden, wird die Immunität schwächer und die Krankheiten kommen wieder.
Ich selbst wurde auch als Kleinkind gegen alles geimpft, habe alles sehr gut vertragen und hatte nie irgendwelche Krankheiten und das möchte ich meiner Tochter auch ermöglichen!

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Lisa 12. Mai 2013 um 22:17

Hallo Regina, danke für deine Erfahrungen!
Ich habe allgemein oft festgestellt, dass man bei seinen Kindern dazu neigt, ähnlich wie die Eltern zu erziehen auch was die Gesundheit betrifft. Sofern man damit gute Erfahrungen gemacht hat gibt das denke ich einfach immer ein Stückchen Sicherheit. Zum Thema Ausrottung aber kurz: FMSE ist ja keine von Kind zu Kind übertragbare Krankheit. Da hat der Mensch durch eine eigene Impfung keinen Einfluss auf die Ausrottung eines solchen Virus, oder?

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Erika 5. Juni 2015 um 22:17

Es gibt überraschenderweise nicht nur Zehntausende von Erwachsenen, die an MS erkrankt sind, sondern inzwischen auch Tausende von Kindern mit MS (Autismus und anderen neurologischen Erkrankungen, die sich alle sehr ähnlich sind). Natürlich wird ein Impfschaden normalerweise nur ungern und deshalb sehr selten überhaupt von einem Arzt diagnostiziert, der eine Impfung vorgenommen hat, weil er natürlich keine Schuld an einer Erkrankung tragen will. Aus diesem Grund werden auch viele Impfschäden vom Arzt erst sehr spät gemeldet und überhaupt erst dann, wenn die Krankheitssymptome des Kindes so gravierend geworden sind, dass der Arzt überhaupt keine andere Wahl mehr hat als eine „Erkrankung“ des Kindes zu „erkennen. Da meistens also bereits eine Zeitlang seit der Impfung des vorher vollkommen gesunden Kindes verstreicht, kann der Zusammenhang mit einer vorhergehenden Impfung vertuscht werden. Dies liegt sowohl im Interesse der Ärzte wie auch im Interesse der Pharmabranche, denn beide erzielen einen hohen Gewinn durch die Impfungen. Die entsprechenden wissenschaftlichen Studien werden von den Pharmaunternehmen finanziert und sind nicht unabhängig. Alle Mitarbeiter der staatlichen Gesundheitsbehörden haben bereits für die Pharmabranche gearbeitet oder verdienen dort Honorare für Vorträge und ähnliches.
Das bedeutet, dass es überhaupt keine unabhängigen Wissenschaftler in diesem Bereich gibt. Die Ärzte erhalten während eines Medizinstudiums nur eine Einführung in die herrschende Lehrmeinun der Immunologie, können also selbst die Wirksamkeit von impfungen nicht beurteilen.
Impfungen werden häufig mit Lebendimpfstoff verabreicht, wobei durch diesen Impfstoff dann auch Personen angesteckt werden können, die mit dem Impflinge in Kontakt kommen. Lange Zeit gab es die ansteckende Polio-Schluckimpfung. (Die Ärzte geben selbst zu, dass alle Kinder, die in diesen Impfjahren an Lähmungserscheinungen erkrankten, an einer Impfpolio erkrankt sind!) Ab1998 wurde deshalb nur noch die Sorutzimpfungin Deutschland angewandt. Überall in der ganzen Welt wird Lebendimpfstoff für die Impfkampagnen verwendet und deshalb brechen überall wieder Polioepidemien aus. Dies hat die WHO öffentlich zugegeben und trotzdem wird immer weiter geimpft.
Hier sind Urteile über anerkannte Imfschäden:

http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-forum/index.php?w3pid=msforum&kategorie=forum&tnr=8&mnr=145908

Eltern, die ihre Kinder lieben (und die sich an den Kinder-IImpfungen auch selbst anstecken und erkranken können) sollten mal darüber nachdenken, ob das Geld die Welt regiert oder nicht.
Und dann recherchieren Sie selbst, ob es stimmt, was ich schreibe.

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Lisa 6. Juni 2015 um 22:17

Hallo Erika,

vielen Dank für deine Sicht der Dinge. Tatsächlich habe ich bereits einige Artikel pro und kontra gelesen, finde häufig beide Seiten sehr plausibel und nachvollziehbar. Ich selbst hadere immer mit dem Problem, das man ja nunmal fachlich als Laie einfach zu wenig Ahnung hat (wenn selbst Mediziner scheinbar nicht immer komplett aufgeklärt sind?!). Ich möchte einfach auch nicht an eine Welt glauben, in der Geld tatsächlich so viel Macht haben kann, dass man zulässt (wie auch immer) das Menschen durch eine scheinbare Schutzimpfung sterben. Ich möchte daran glauben, dass diese Schutzimpfungen zu unserem Wohl und dem vieler anderer sind. Wobei ich sicher bin, das es natürlich immer wieder Impfschäden gibt. Ich erhoffe mir nur, dass der „Kosten-/Nutzen-Faktor“ nuneinmal überwiegt…

Deshalb wäge ich selbst sehr sorgfältig ab, impfe meine Kinder nicht gegen sämtliche Erreger und Krankheiten, jedoch gegen einige, die ich persönlich(!) als wichtig empfinde.

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niki 16. November 2013 um 22:17

Mein Sohn wurde vor kurzen geimpft, ich hab noch nie gehört das man im November gegen zecken impft!! Jedenfalls könnte wir die ganze nacht nicht schlafen, mein Sohn war nur am weinen klagte über gelenks schmerzen, rückenweh,Knie weh… Weinte die ganze nacht auch mexalen konnte nicht grad wirklich helfen, auch nicht masiern, ich finde es einfach einen witz… Mein Sohn Tat mir so Leid…. Ehrlich ich bin das letzte mal in.meiner Jugend geimpft worden mich ging noch nie ein zeck an! Voriges Jahr beim kamara dreh von atv in der Steiermark gingen die Zecken nur die kamara leute an, mich keine einzige und ich war nicht geimpft das einzige das ich verwendet hab einen zecken spray…. Ich bin nicht für die impfung es gibt andere gute mittel und sind nicht schädlich! Jedenfalls werd ich mir überlegen mmeine Kinder nochmals impfen zu lassen! Den keine mama sieht gern wie ihr Kind vor schmerzen weint und schreit und nicht helfen kann ausser sich selbst die trännen vom Gesicht zu wischen!

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Lisa 16. November 2013 um 22:17

Oh wow! Das klingt nach einer wirklich unschönen Erfahrung mit dem Impfen. Verständlich, dass man nach so eiem Erlebnis alle möglichen Impfungen umgeht. Gerade die Zeckenimpfung ist eine der umstrittensten. Danke für deinen Erlebnisbericht.

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Nicole 8. März 2014 um 22:17

Dein Kommentar*
Das Frühjahr naht – auch die Frage: soll ich, oder soll ich nicht – den Kleinen mit drei Jahren und drei Monate impfen lassen?
Habe viele Internetseiten auf Pro und Contra durchgelesen. Kinderärzte, Mütter usw. befragt. Zwei Freundinnen, die eine Krankenschwester, die andere Pharmazeutische Assistentin, haben beide zwei Kinder von zweieinhalb bis zehn Jahre und diese sind NICHT geimpft. Es gibt auch ein Kinderarzt in unserer Nähe,dieser impft vor dem achten Lebensjahr nicht gegen Zecken.
Mich befallen die Zecken auch nicht, mich können sie wahrscheinlich nicht riechen. Aber mein Sohn David hatte schon 3! Daher mein Hin- und Hergerissensein.
Ich werde einfach weiterhin alles absuchen und ein Zeckensprach benutzen und hoffen, dass er nicht so viele bekommt. Denn im Inneren meines Herzens bin ich eigentlich gegen die Impfung aber man kommt als Mutter immer in so ein Gewissenskonflikt. Manchmal denke ich, dass das die Pharmaindustrie das auch ausnützt!
lg Nicole

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Lisa 8. März 2014 um 22:17

Hey, danke für deinen tollen Beitrag. Erfahrungen anderer helfen doch auch immer weiter. Ich hoffe in meinem Beitrag ist genau dieser Gewissenskonflikt auch rüber gekommen. Letzten Endes gilt es tatsächlich nach wie vor noch: Auf das eigene Bauchgefühl hören. Wenngleich uns das natürlich schwer fällt, wenn von allen Seiten fast ausschließlich über Extremfälle wie Impfschäden oder Hirnhautentzündung durch Zeckenbiss berichtet wird.

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mama 15. März 2014 um 22:17

Ich war gester mit meinen kindern zeckenimpfen. meine tochter hat es gut vertragen. aber mein sohn hat eine stunde darauf fieber, und grippe artige sintome bekommen. ich werde meine kinder nicht mer zeckenimpfen lassen.

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Lisa 15. März 2014 um 22:17

Hallo Jasmin,
Grippeartige Symptome haben nicht unbedingt was damit zu tun, dass du die Kinder speziell auf FSME hast impfen lassen. Die sind durchaus auch bei anderen Impfungen üblich und oft vom Kind abhängig. Es kann dir also durchaus passieren, dass er auf viele Impfungen mehr als andere Kinder reagiert.

Antworten

Andreas 16. März 2014 um 22:17

Hallo,

wir haben uns beim Impfen meist an die Empfehlungen des Kinderarztes gehalten. Vor einigen Jahren hat er die FSME-Impfung noch nicht empfohlen, weil keine Erfahrungen vorlagen, mitlerweile tut er es.
Der Ausdruck „Zeckenimpfen“ ist natürlich irreführend und sollte deshalb am besten gar nicht verwendet werden, weil
er die Tatsache verschleiert, dass es für das Problem Borreliose kein zufriedenstellendes Gegenmittel gibt.

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paya k. 16. April 2014 um 22:17

Interessant, die Diskussion. Als Arzt und gleichzeitig Vater ist man auch oft hin und hergerissen- ehrlich man weiss oft nicht was man glauben soll. Und gelogen wird für Geld was das Zeug hält! Tatsache ist aber, seit es diese Impfungen gibt, ist die Zahl der Gehirnhautentzündungen und deren schreckliche Folgen durch Zeckenbisse massiv gesunken. Daher habe ich meine drei Kinder, meine Frau und mich immer geimpft, gegen FSME, gegen Influenza und alles andere was da so normal auf uns zukommt..
Bisher ohne Nebenwirkungen ausser mal ein Tag leichtes Fieber, mal ne lokale Rötung, etc. aber nie etwas Ernstes.
Wovor ich aber hier warnen möchte ist etwas das oben so locker steht:“ „Meine Tendenz geht daher aktuell noch zu einer späteren Impfung. Beim Spielen im hohen Grad außerdem immer im Handgepäck: Eine praktische Zeckenzange bzw. einen Zeckenhaken, um den kleinen Fiesling bei einem Biss möglichst schnell und schonend entfernen zu können.“
Das macht den Eindruck als könnte man die Frühsommermeningoenzephalitis oder die Borreliose durch rasches Entfernen der Zecke vermeiden! Das stimmt bitte NICHT!! Sobald der Zeck gebissen hat, ist sein Speichel in unserem Körper und damit die Möglichkeit dass das Virus, bzw. das Bakterium ebenfalls übertragen wurde!
Da ist es egal ob danach der Zeck entfernt wird oder nicht!
Und übrigens kann die FSME auch durch andere Insekten (nur wesentlich seltener) übertragen werden!

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Lisa 16. April 2014 um 22:17

Herzlichen Dank für diese Informationen! Ich werde das im Text gleich noch bearbeiten bzw. hinzufügen. Der Eindruck sollte tatsächlich nicht entstehen!

Antworten

Karin 16. April 2014 um 22:17

Mein Sohn (23 Monate) erhielt letzten Montag die 1 .Teilimpfung FSME. Er wurde untersucht u war gesund. Am Donnerstag ( am dritten Tag danach) bekam er hohes Fieber (über 39 Grad). Arzt diagnostizierte eine Mittelohrentzündung. Kind erhielt fiebersenkenden Saft u für 8 Tage ein Antibiotikum. Ob es einen Zusammenhang bezüglich Impfung u Mittelohrentzündung (Arzt sagt nein) gibt? Nun bin ich auch hin u her gerissen, ob ich weiter gegen FSME impfen soll oder auf später verschiebe. Wir haben bis jetzt die meisten Impfungen gemacht u vertragen. Ich selber bin auch gegen FSME geimpft.

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Andy 28. April 2014 um 22:17

Hallo. Ich bin Vater von 4 Kids und wir leben in einen Hochrisikogebiet. Beruflich arbeite ich im Spital in der Pflege.
Aus meinem persönlichen Umfeld kannte ich einen älteren Mann, Bauer und Waldarbeiter, der vor 15 Jahren durch eine Meningoenzephalitis verstorben ist.
In meinem Beruf erlebe ich leider jedes Jahr 2-3 Fälle von FSME. Die Betroffenen kommen mit normalen Grippesymptomen ins Spital. Die erste Therapie ist die Antibiotikatherapie. Gleichzeitig findet ein allgemeines Labor statt. Oftmals wid in der Anamnese ein Zeckenstich nicht erwähnt, da dieser schon oft Wochen zurück liegt. Nach einigen Tagen mit weiteren Schmerzen und hohem Fieber wird die Therapie ausgeweitet und ein spezifisches Labor abgenommen. Dabei wird auch abgeklärt, ob der Patient einen Zeckenstich hatte, oder ob er sich oft im Wald aufhielt.
Leider ist es so, das es keine eigentliche Grippesaison mehr gibt und sich so die Grippe von einer FSME Erkrankung nicht auf Anhieb auseinanderhalten lässt.
Aufgrund der Resultate des spezifischen Labors wird dann eine Therapie mit einem Virostatikum dazugenommen, mit der Hoffnung, die Therapiekombination führe zum Erfolg, resp. die Symptome lindern zu können.

Nun ist die Diskussion wie bei jeder anderen Impfung auch:
Gehe ich bei einer Impfung das Risiko der Nebenwirkungen ein?
Oder gehe ich das Risiko einer eventuellen Infektion ein?

Wir persönlich gehen das Risiko der Nebenwirkungen einer Impfung ein, denn eine mögliche FSME Erkrankung ist doch immer noch schlimmer, als die möglichen Nebenwirkung der Impfung. Aus diesem Grund sind auch unsere Kinder bereits ab 4 Jahren geimpft.

Aus diesem Grund: frohes Entscheiden!

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Manu 28. Mai 2014 um 22:17

Ich bin auch hin- und hergerissen. Das nächste Risikogebiet ist 30 km von uns entfernt und doch schon erschreckend, weil sich die FSME-Risiko-Gebiete immer mehr ausweiten.

Ich selber bin geimpft und habe alles vertragen.
Seit 3 Jahren schiebe ich es vor mir her, meine mittlerweile 6-Jahre alte Tochter zu impfen, eben aus Angst vor den Impfschäden, aber wir leben hier sehr ländlich und meine Katzen haben trotz Halsbändern ständig Zecken. Da ist die Angst groß.

Wir selber hatten die letzten Jahre auch immer mal jährlich 1-2 festgebissene Zecken gehabt. Wir suchen auch täglich unsere Körper ab, aber wenn sie einmal gebissen hat, ist es ja schon zu spät, dann könnte schon FSME übertragen sein.

Deswegen habe ich für mich entschieden, das meine Tochter nächste Woche zur Impfung geht.

Ich wünsche allen hier Ratsuchenden, das ihr die für euch richtige Entscheidung trefft.

LG

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Pfadimami 1. Juni 2014 um 22:17

Da mein Sohn (10) im Sommer in einem Risikogebiet im Pfadilager sein wird, werde ich ihn diese Woche impfen lassen. Vielen Dank für die Kommentare hier. Aufgrund diesen bin ich nun etwas überzeugter, das Richtige zu tun.

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Dagmar 19. Juni 2015 um 22:17

Gerade eben habe ich einen Arzttermin für meinen 12 jährigen Sohn zum impfen ausgemacht, der im Juli in Richtung Bodenmais ins Schullandheim fährt! Jetzt nachdem ich dass gelesen habe, bin ich mir sicher, lieber impfen lassen gegen Zecken!

Antworten

SonjaMaxi1984 22. Juni 2015 um 22:17

Mein Sohn, 2 1/2 Jahre, hat vor drei Tagen die zweite Schutzimpfung bekommen und hat sie wie schon die erste super vertragen.

Zu behaupten, man würde sein Kind nicht lieben, wenn man es impfen lässt, bringt mich zur Weißglut! Jeder macht es so wie er es meint und auf irgend eine Art und Weise meint es wohl jeder nur gut…

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Lisa 22. Juni 2015 um 22:17

Guten Morgen Sonja,
da hast du völlig recht.
Alle Dinge die Eltern tun oder nicht tun, tun sie in dem Glauben für ihre Kinder das Beste zu tun – weil sie sie lieben. Das kann auch die Entscheidung für eine Impfung sein. Das bei Impfbefürwortern grundsätzlich in Frage zu stellen halte ich auch für wenig gerecht. Ganz gleich wie nun die persönliche Entscheidung ausfällt…

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Lena 28. Februar 2016 um 22:17

Ich habe meine gesunde Tochter mit 3 Jahren impfen lassen und eine Woche danach bekam sie eine autoimunerkrankung. Nun ist mein Sohn 5 Jahre alt und ich bin auch hin und hergerissen, den die Angst vor zecken ist so groß dass er nicht im Gras spielen darf und nicht im Wald , sogar im eigenen Garten. Was ist das für ein Leben. Und vor der Impfung hab ich Angst weil ich meine Tochter seh und nicht dasselbe für meinen Sohn möchte.

Antworten

Lisa 29. Februar 2016 um 22:17

Hallo Lena,
wurde denn von ärztlicher Seite ein Zusammenhang zwischen der Impfung und der Autoimmunerkrankung gezogen?
Zecken können sich die Kinder leider im Grunde von überall holen. Zwar mindert sich sicherlich das Risiko wenn er nicht im Grad oder Wald bzw. eigenen Garten spielen darf aber auch nicht zu 100 Prozent. Also könntest du ihn auch so nicht ganz sicher vor einem Zeckenbiss schützen. Zumal FMSE beispielsweise auch über Rohmilch übertragen werden kann (in Europa aber sehr selten!)…
Man kann sich bei allem nie ganz sicher sein.
Bestimmt solltest du auf dein Bauchgefühl hören. Wobei es natürlich schon sehr schade wäre ihn vor lauter Angst vor FSME nicht mehr wie ein Kind aufwachsen zu lassen.
Welche Angst überwiegt denn? Die vor der Impfung oder die vor der Infektion?

Antworten

Karin 21. März 2016 um 22:17

Hallo ihr Ratsuchende,
für uns Eltern ist das Wohl unserer Kinder am wichtigsten. Impfen oder nicht ist bereits seit 13 Jahren ein für und wider, danke Andy für dein Komentar. Wir selbst hatten uns auch mit dieser Frage gequält und konnten mit unserm Kinderarzt die für und wider abklären. Was uns sehr geholfen hat. Jeder muss sich die Frage selbst beantworten – Impfe ich nicht und Kind erkrankt schwer, was ich hätte verhindern können – kann ich damit leben? Oder impfe ich und Kind reagiert schlecht darauf/ erkrankt schwer – kann ich damit leben? Eines können wir unseren Kindern versichern – wir wollen das beste für euch. Wir haben geimpft, dass gibt UNS die Möglichkeit entspannt wandern zu gehen, im Wald herumzustreunen. Meine Freundin hat ihre Kinder nicht geimpft und ist auch entspannt mit dabei.

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