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Der richtige Schulranzen
– die wichtigsten Kaufkriterien

Ein gesunder Kinderrücken braucht einen guten SchulrucksackGeht man morgens gegen 7.30 Uhr aus dem Haus, so hat man ein wenig den Eindruck da wurde in ein Ameisennest gestochen. Doch statt kleinen sechsbeinigen Ameisen sind es zahlreiche Kinder, die aus ihren Häusern strömen und sich auf den Weg in die Schule machen.

Schon die ganz Kleinen lernen früh ihm Leben auf eigenen Beinen zu stehen und den Schulweg allein zu meistern, ganz ohne Hilfe der Eltern. Das bedeutet auch: Wo früher die Eltern die Kindergartentasche getragen haben, wenn sie einmal dank zweierlei Pausenbrote und der Trinkflasche besonders schwer war, muss heute der eigene Rücken für das Tragen des Schulranzens herhalten. Doch die kleinen Brotbox und die Trinkflasche haben sich deutlich vermehrt. Auf dem Schulweg haben die lieben Kleinen plötzlich einiges mehr zu schleppen.

Kinder brauchen heute einen starken Rücken

Viele Schulkinder leiden aufgrund der hohen Belastung bereits unter Rückenschmerzen. Schlecht sitzende oder minderwertig verarbeitete Schulranzen können auf Dauer sogar zu bleibenden Haltungsschäden führen. Ziel kann es dann nicht sein, besonders viel Muskulatur aufzubauen, damit der Kinderrücken stark genug für die Belastung ist. Viel wichtiger ist, es auf den richtigen Schulranzen zurück zu greifen um den sich noch in der Entwicklung befindlichen Kinderrücken zu schonen. Die richtige Passform ist dabei jedoch längst nicht das einzige Kriterium, das beim Ranzenkauf zu beachten ist.

Die wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Schulranzens

1. So wenig Eigengewicht wie möglich

Noch vor einigen Jahren hieß es, das Gewicht des Schulranzens dürfe maximal zehn Prozent des Körpergewichts betragen. Dieser Passus war sogar in der DIN 58124 enthalten. Er wurde allerdings im Jahr 2010 gestrichen, weil diese Formel sich als unrealistisch erwies. Schließlich muss unser Nachwuchs immer mehr Schulmaterial auf dem Rücken transportieren.

Mittlerweile gehen Experten auch davon aus, dass ein Drittel des Körpergewichts den Kindern durchaus zuzumuten ist. Im Gegensatz zur früheren Meinung soll das höhere Gewicht keine Probleme verursachen, sondern viel mehr die bei der Hälfte aller Schulkinder zu schwach entwickelte Rückenmuskulatur stärken. (Natürlich nur, sofern der Schulranzen auch optimal sitzt)

Trotz allem sollte das Eigengewicht des Tornisters möglichst gering sein, um den Rücken des Trägers vor unnötigen Belastungen zu schützen. Ideal sind Schulranzen, die zwischen 800 und 1.400 Gramm wiegen. Selbst solche leichten Modelle werden beim Packen noch schwer genug.

2. Optimaler Sitz schützt vor Haltungsschäden

Ein guter Ranzen muss so gestaltet sein, dass er alle ergonomischen Anforderungen erfüllt. Die Rückenfläche sollte sich durch entsprechende Polsterungen der natürlichen Krümmung der Wirbelsäule anpassen. Gepolsterte, mindestens drei bis vier Zentimeter breite Tragriemen schneiden nicht ein und schonen den Schulterbereich. Riemen in Bananenform rutschen weniger leicht herunter.

Modelle mit Brustgurt empfehlen sich vor allem für Kinder mit besonders schmalem Rücken. Der Gurt sorgt dafür, dass der Schulranzen beim Laufen nicht so schnell ins Schlenkern kommt. In der Regel lassen sich die Brustgurte auch weiter unten anbringen, um wie bei Wander-Rucksäcken als entlastender Bauchgurt zu dienen.

3. Strapazierfähig und hautfreundlich – das richtige Material

Unsere Sprösslinge gehen längst nicht immer sorgsam mit ihren Sachen um. Schultaschen landen schnell mal unsanft am Boden, stehen minutenlang in einer Pfütze oder werden in eine gemütliche Sitzgelegenheit umfunktioniert. Schulranzen aus strapazierfähigen, reißfesten, farbechten und wasserdichten Kunststoffgeweben halten diesen Ansprüchen am besten stand.

In jedem Fall sollte der Ranzen frei von Schadstoffen sein. Verbotene Azofarbstoffe und Schwermetalle haben an einer Schultasche nichts verloren. Viele Hersteller arbeiten mittlerweile mit hautfreundlichen, allergiefreien Materialien und verwenden diese auch für Zubehör wie Federmäppchen, Faulenzermäppchen, Brustbeuteln und Sporttaschen.

kinder-schulranzen

4. Sicherheit vor Coolness

Für Kinder zählt natürlich die Optik ihres Schulranzens zu den Hauptkriterien. Er muss vor allem cool aussehen und den aktuellsten Trends entsprechen. Doch was nützt eine supermodische Schultasche, wenn sie und ihr Träger von anderen Verkehrsteilnehmern kaum zu erkennen sind.

Normgerechte Modelle besitzen ausreichend Reflektoren auf etwa zehn Prozent der Vorder- und Seitenteile. Die reflektierenden Flächen werfen das Licht von Laternen und Scheinwerfern zurück, sodass die Schulkinder auch aus größerer Entfernung nicht so schnell übersehen werden.

Ein weiteres unverzichtbares Sicherheitsmerkmal sind Leuchtstreifen, möglichst in Gelb oder Orange-Rot auf mindestens 20 Prozent der Gesamtfläche des Schulranzens. Aus fluoreszierenden Materialien gefertigt, leuchten sie auf, wenn Licht auf sie fällt. Damit sorgen sie ebenfalls dafür, dass Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer die Kinder frühzeitig sehen.

Was aber tun, wenn ein kleiner oder größerer Knirps absolut nicht auf einen Ranzen in seinem Lieblings-Comic-Look verzichten möchte, dieser jedoch nicht der DIN 58124 entspricht? Auch hier gibt es eine Lösung: Einige Hersteller bieten Sicherheitssets mit Leuchtfarben an, mit denen man den Schulranzen relativ leicht nachrüsten kann.

5. Schulranzen oder Schulrucksack?

Sofern die ergonomischen Anforderungen erfüllt werden, kommen beide Formen infrage. Hochwertige Schulrucksäcke verfügen ebenfalls über tragefreundliche Rückenpolster und hinlänglich breite Tragegurte mit ausreichend Verstellmöglichkeiten. Bei zierlich gebauten Kindern kann ein Schulrucksack sogar Vorteile bieten.

Nachteilig bei der Rucksackvariante ist die teilweise bauartbedingt kleinere Öffnung, die das Verstauen der Schulutensilien erschwert. Wenn die Tasche nicht ordentlich verschlossen ist, besteht zudem nur ein schlechter Schutz vor Regenwasser. Damit die Schulhefte durch die nach oben hin schmalere Form des Rucksacks keine Eselsohren bekommen, empfiehlt sich die zusätzliche Ausstattung mit einer Hefte-Box.

Einige Hersteller haben neben den Ranzen und Rucksäcken auch Schulranzen-Trolleys im Angebot. Durch das Ziehen der Taschen werden die Rücken der Kinder jedoch einseitig belastet. Zudem entstehen beim Einsatz von Trolleys spätestens dann Nachteile, wenn der Schulweg uneben ist oder Bürgersteige und Treppen zu überwinden sind. Experten raten daher von der Verwendung dieser Schultaschen-Form ab.

6. Prüfzeichen bürgen für Sicherheit

Nicht immer bestimmt die Qualität den Preis eines Schulranzens. Vorjahresmodelle kosten oft weniger, erfüllen aber dennoch alle wichtigen Kriterien.

Folgende Prüfzeichen bürgen für eine gute Beschaffenheit:

  • auf die DIN 58124 hinweisende Produktanhänger
  • GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit
  • Plakette der Stiftung Warentest
  • TÜV-Siegel

Fazit:

Ein guter Schulranzen sollte den gängigen Sicherheitsnormen entsprechen, von guter Qualität sein und angenehm sitzen. Nicht zuletzt muss er jedoch natürlich auch immer dem Kind gefallen.

 

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