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Unterwegs mit Kind – die Basics der Kindermobilität

Mobil unterwegs mit KindWir kennen sie alle, die Situationen, in denen wir einfach einmal ohne Kind unterwegs sein möchten, in denen wir uns einen Babysitter zulegen und mal eine kurze Zeit lang ohne Kind entspannen und ausgehen möchten. Mindestens genauso oft und im Alltag aber glücklichweise viel häufiger jedoch möchten wir unser Kind dabei haben und mitnehmen, sei es beim Familienurlaub in den Ferien oder bei einem einfachen kurzen Spaziergang.

Egal, wie lang man unterwegs sein wird und wohin es letztendlich geht, es werden in den meisten Fällen verschiedene Kindermobilitätshilfen und -artikel, d.h. ganz einfach diverse Fortbewegungsmittel für unsere Kinder benötigt. Für unterschiedliche Vorhaben gibt es hierbei jeweils verschiedene Artikel. Sie alle sollen aber dafür sorgen, dass unsre Kinder sicher und bequem und zudem auch möglichst angenehm für die Eltern von einem Ort zum andern gelangen.

Reisen mit dem Auto

Möchte man sein Kind im Auto mitnehmen, ist es nicht nur ratsam und verantwortungsbewusst, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben, einen Kindersitz zu benutzen. Die deutsche Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Kinder, die jünger als 12 Jahre alt und kleiner als 1,50m groß sind, nur mit einem Kindersitz in Kraftfahrzeugen mitgenommen werden dürfen.

Kinder, die schon vor dem 12. Geburtstag größer als 1,50m sind, dürfen demnach auch ohne Kindersitz mitfahren, ebenso Kinder, die bereits 12 Jahre alt, aber noch unter 1,50m groß sind. In letzterem Fall ist es aber dennoch ratsam, weiterhin einen Kindersitz zu benutzen.

Dieselbe Regelung gilt auch für die Schweiz. In Österreich allerdings müssen Kinder unter 1,50m bis zum 14. Geburstag auf einem Kindersitz mitfahren.

Je nach Alter bzw. Größe und Gewicht lassen sich Kindersitze in verschiedene Klassen aufteilen

  • Klasse 0 und 0+
    Sie bezeichnet sogenannte Babyschalen für Kleinkinder und Babys bis 18 Monate oder 13kg, in diese das Baby entgegen der Fahrtrichtung hineingelegt wird.
  • Klasse 1
    Dies sind Sitzsysteme, die vom Alter von 9 Monaten bis etwa 3,5 Jahren und vom Gewicht von 9-18kg genutzt werden können.
  • Klasse 2 und 3
    Für Kinder von 4-12 Jahren und einem Gewicht von 15-36kg werden Sitzsysteme der Klasse 2 und 3 genutzt. Hier dürfen bereits einfach Sitzerhöhungen ohne Rückenlehne benutzt werden, ist bei Kindern mit überdurchschnittlich kleiner Körpergröße nicht zu empfehlen.
  • Größenübergreifende Sitze
    Zusätzlich gibt es Kindersitze der Gruppe 1/2/3, welche von 9 Monaten – 12 Jahren und 9-36kg verwendet werden können. Diese wachsen mit dem Kind mit, die Größe ist also verstellbar und es kann zudem, wenn das Kind in ein höheres Alter kommt, die Rückenlehne abgenommen und der Sitz zu einer einfachen Sitzerhöhung umfunktioniert werden.

Unterwegs mit dem Fahrrad

Gerade aktive bzw. sportliche Eltern möchten ihr Kind gerne auch mit dem Fahrrad mitnehmen. Auch hierfür gibt es eine vorgeschriebene Regelung laut Straßenverkehrsordnung. Diese besagt, dass Kinder bis zum Alter von 7 Jahren nur mit einem speziellen Kindersitz fürs Fahrrad mitgenommen werden dürfen. Außerdem darf das Kind nicht von Personen unter 16 Jahren, beispielsweise älteren Geschwistern, mitgenommen werden. Dasselbe gilt übrigens auch für Mofas.

Fahrradsitz

Im Gegensatz zum Kindersitz fürs Auto gibt es hier nicht ganz so viele diverse Regelungen und Vorschriften, es ist lediglich vorgeschrieben, dass der Sitz eine entsprechend passende Größe hat, sodass die Füße des Kindes auf keinen Fall in die Radspeichen gelangen können.

Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Kindersitz anzubringen. Entweder wird dieser auf dem Gepäckträger befestigt, oder am Lenker des Fahrrads.

Fahrradanhänger

Eine weitere Möglichkeit, meist bei älteren und schwereren Kindern verwendet, ist ein Fahrradanhänger. Dieser wird ans Fahrrad angeschlossen und hinterhergezogen, während meist ein bis zwei Kinder darin Platz haben. Durch Sicherheitsgurt und Regenschutz sind diese darin stets gut geschützt.

Unterwegs als Beigepäck von Mama und Papa

Für kurze Strecken durchaWanderausflug mit Kindus beliebt: Tragetücher, Babytragen und Kinderrucksäcke. Fast alle Kinder, bevorzugt jene die nahen Körperkontakt mit den eigenen Eltern suchen, genießen es so durch die Welt getragen zu werden. Nicht nur Säuglinge lieben es mit dem Tragetuch unterwegs zu sein. Auch für größere Kinder gibt es zahlreiche Bindemöglichkeiten. Ob auf dem Rücken, entspannt auf der Hüfte oder sicher vor dem Bauch, für jedes Kind gibt es eine geeignete Variante. Die Babytragen eignen sich eher für Säuglinge. Wer aber das entspannte Tragen ohne nötiges Wickeln eines Tuches schätzt, für den sind Rückentragen ideal. Optisch ähneln diese Modelle einem Wanderrucksack in dem das Kind entspannt hinein gesetzt wird.

Unterwegs mit dem Kinderwagen

Auch bei kleinen oder größeren Strecken zu Fuß soll das Kind dabei sein. Für diesen Fall ist natürlich der Kinderwagen der weit verbreitete Klassiker, in den das Kind hineingelegt oder -gesetzt und bei Spaziergängen oder sonstigen Fußwegen vor sich hergeschoben wird.

Auch hierbei haben Eltern verschiedene Ansprüche und folglich gibt es Kinderwägen in diversen Ausführungen, Arten und mit verschiedenen Ausstattungen.

Kombikinderwagen

Der erste Kinderwagen, den sich Eltern zulegen, ist im Normalfall einer für Babys. Dieser ist mit einer waagrecht ausgerichteten Babywanne ausgestattet, in die das Baby bequem in den hineingelegt wird. Damit kann es, quasi von der Geburt an, von den Eltern vor sich hergeschoben werden. Immer häufiger sieht man hier eine Kombination aus Kinderwagen und tragbarer Babyschale, womit man das Kleinkind praktischerweise tragen und bei Bedarf schieben kann. Ein solcher Baby-Kinderwagen wird in der Regel für die ersten Monate nach der Geburt des Kindes verwendet, denn nach dieser Zeit möchte das Kind mehr zu sehen bekommen und nicht nur immer in den Himmel hinauf starren.

Wenn es soweit ist, muss also ein Kinderwagen her, in dem das Kind nicht mehr mit dem Gesicht zu den Eltern gerichtet sitzen, sondern in dem es nach vorne schauend sitzen kann.

Bei Kinderwägen dieser Art, welche übrigens meistens so lange benutzt werden können bis das Kind keinen Kinderwagen mehr benutzen möchte, unterscheidet man zwischen verschiedenen Modellen. Der Standardkinderwagen besteht in der Regel aus einem robusten Gestell auf vier Rädern, in das ein passender Kindersitz eingearbeitet ist. So kann das Kind sitzend sicher durch die Gegend geschoben werden. Zudem gibt es auch Ausführungen mit zwei Sitzen nebeneinander, sogenannte Zwillingskinderwagen. Auch Mehrlingswagen gibt es, die mit entsprechend mehr Sitzmöglichkeiten ausgestattet sind.

Geschwisterwägen

Außerdem gibt es Geschwisterwägen, die im Gegensatz zum Zwillings- oder Mehrlingskinderwagen auch Kinder unterschiedlicher Größe und Alter befördern können. Meistens kommt hierbei eine Babyschale zum Einsatz, die sich am hinteren Teil des Wagens befindet, sodass die schiebende Person stets das Kleinkind sehen kann. Zusätzlich gibt es im vorderen Teil einen Kindersitz, in dem ein älteres Kind sitzend mitfahren kann.

Ein leichter Buggy

Bei den Modellen für ein Kind sind sogenannte Buggys außerdem sehr beliebt. Ein hochwertiger Buggy ist grob gesagt eine Art sportliche Variante des Kinderwagens, der leichter und kompakt ist; oftmals ist das Gestell aus Aluminum. Praktischerweise lassen sich Buggys meist sehr platzsparend zusammenklappen, weshalb viele Familien schon allein aus Platzgründen einen Buggy für Ausflüge mit dem Auto wählen.

Sportliche Jogger

Noch etwas sportlicher ist ein Jogger Kinderwagen. Der hat nur drei Räder, die im Vergleich zu anderen Kinderwägen enorm groß und breit sind, und eignet sich optimal für sport- und joggingbegeisterte Eltern. Jogger Kinderwägen sind sehr leicht und sehr wendig, zudem gut gefedert sodass das Kind auch bei Joggingtouren auf nicht ganz ebenem Untergrund stets sicher und bequem dabei sein kann.

 

 

Ganz kreative Eltern befördern ihre Kinder natürlich abseits des Straßenverkehrs auch in Böllerwägen oder ähnlich witzigen Gefährten. Doch auch hier sollte man niemals die Sicherheit des Kindes außer acht lassen.



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Kommentare

Mirko 13. März 2014 um 22:17

Danke für diese Zusammenfassung:-)

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