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Mein Kind braucht eine Brille: Auswahl, Akzeptanz und Tipps

Autor

Lisa

Veröffentlicht

22.09.2014

Aktualisiert

01.07.2026

Mein Kind braucht eine Brille: Auswahl, Akzeptanz und Tipps

Die Diagnose steht fest: Dein Kind braucht eine Brille. Viele Eltern sind im ersten Moment besorgt, ob das Kind die Brille akzeptiert, ob sie hält, ob andere Kinder hänseln. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Brille und etwas Begleitung gewöhnen sich die meisten Kinder erstaunlich schnell daran, sie sehen ja endlich scharf.

Hier liest du, worauf es bei einer Kinderbrille ankommt, wie du deinem Kind das Tragen erleichterst, wie lange die Brille getragen werden sollte und wie du gerade einer Kurzsichtigkeit entgegenwirken kannst.

Worauf kommt es bei einer Kinderbrille an?

Eine Kinderbrille muss anderen Anforderungen genügen als eine Erwachsenenbrille, denn sie wird beim Toben, Spielen und Hinfallen beansprucht. Wichtig sind diese Punkte:

Eine gut sitzende, robuste Brille tragen Kinder gern

So gewöhnt sich dein Kind an die Brille

Kinder orientieren sich an ihren Eltern. Wenn du die Brille selbstverständlich und positiv behandelst, fällt es deinem Kind leichter. Setze die Brille anfangs in ruhigen, schönen Momenten auf, wie beim Bilderbuchanschauen, damit dein Kind den Gewinn an Schärfe direkt erlebt. Lob und Geduld sind effektiver als Druck. Vorbilder sind ebenfalls hilfreich, sei es ein Elternteil mit Brille oder eine Lieblingsfigur. Wichtig ist die Konsequenz: Die Brille sollte nach Anweisung der Augenärztin oder des Augenarztes getragen werden, denn nur mit scharfem Bild kann sich das Sehen in den entscheidenden Jahren richtig entwickeln. Besonders wenn zusätzlich eine Schwachsichtigkeit behandelt wird, ist regelmäßiges Tragen wichtig.

Tageslicht im Freien schützt vor Kurzsichtigkeit

Kurzsichtigkeit: was du tun kannst

Kurzsichtigkeit nimmt bei Kindern weltweit zu. Sie ist nicht nur eine Frage der Brillenstärke, denn eine sehr ausgeprägte Kurzsichtigkeit kann im späteren Leben das Risiko für Augenerkrankungen erhöhen. Umso erfreulicher ist, dass du das Fortschreiten beeinflussen kannst. Am besten belegt ist die Wirkung von Tageslicht: Augenärzte weisen darauf hin, dass schon rund zwei Stunden Aufenthalt im Freien pro Tag das Risiko, kurzsichtig zu werden, deutlich senken können. Schick dein Kind also viel nach draußen.

Als sinnvolle Ergänzung gilt, langes Sehen in die Nähe nicht ausufern zu lassen: regelmäßige Pausen bei Naharbeit wie Lesen oder Bildschirmnutzung, ausreichend Abstand und gute Beleuchtung. Wie stark sich Bildschirmzeit konkret auswirkt, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt, ein maßvoller Umgang schadet aber nicht. Bei stark fortschreitender Kurzsichtigkeit gibt es zudem spezielle Behandlungen, die die Augenärztin oder der Augenarzt im Einzelfall bespricht.

Wie du überhaupt erkennst, ob dein Kind schlecht sieht, liest du im Beitrag Braucht mein Kind eine Brille?. Weitere Themen gibt es unter Kinderkrankheiten.

Häufige Fragen zur Brille beim Kind

Auf einen guten, rutschfesten Sitz, ein robustes und leichtes Gestell sowie bruchsichere Kunststoffgläser. Lass dein Kind Farbe und Form mit aussuchen, dann trägt es die Brille deutlich lieber.

Geh selbst positiv und selbstverständlich mit der Brille um, setz sie anfangs in schönen, ruhigen Momenten auf, damit das Kind den Gewinn an Schärfe erlebt, und arbeite mit Lob und Geduld statt mit Druck. Vorbilder mit Brille helfen ebenfalls.

So, wie es die Augenärztin oder der Augenarzt verordnet, oft den ganzen Tag. Nur mit scharfem Bild kann sich das Sehen in den entscheidenden Jahren richtig entwickeln. Wird zusätzlich eine Schwachsichtigkeit behandelt, ist konsequentes Tragen besonders wichtig.

Ganz verhindern nicht, aber das Risiko senken. Am besten belegt ist Tageslicht: Schon rund zwei Stunden im Freien pro Tag senken das Risiko für Kurzsichtigkeit deutlich. Ergänzend helfen Pausen bei Naharbeit, genug Abstand und gute Beleuchtung.

Langes Sehen in die Nähe steht im Verdacht, Kurzsichtigkeit zu fördern, der genaue Effekt von Bildschirmen ist aber noch nicht abschließend geklärt. Maßvolle Nutzung mit Pausen, ausreichend Abstand und viel Zeit draußen ist die sinnvolle Empfehlung.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Stärke und Tragezeit der Brille legt die Augenarztpraxis fest.

Quellen: Berufsverband der Augenärzte (BVA): Tageslicht schützt vor Kurzsichtigkeit · Berufsverband der Augenärzte (BVA): Kurzsichtigkeit (Myopie) · kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ): Anzeichen für Probleme mit den Augen

Kommentare

hallo! mein Sohn ist 15 monate alt und braucht eine Brille – jetzt habe ich schon alles mögliche versucht aber leider ohne erfolg. er verweigert sie und nimmt sie wieder runter, wenn ich sei mal überhaupt rauf geben könnte… was könnte ich tun, denn der kleine kerl versteht das ja gar nicht wieso jetzt etwas auf seine nase muss…
ich hoffe sie können mir helfen.
Danke im Voraus

Da hilft nur Geduld und immer wieder aufsetzen. Meist kommt irgendwann der Moment bei dem Kinder bemerken, dass ihnen die Brille hilft.Wir kennen das sehr gut von unserem Sohn. Er hat mit 8 Monaten Hörgeräte bekommen und sie auch erst lange nicht akzeptiert und rausgezogen. Irgendwann hat er regelrecht danach gefragt. Ich kann euch also Hoffnung machen. Habt ihr evtl. auch so ein Brillenband für den Sport? Damit hält die Brille evtl. leichter und er zieht sie nicht ganz so einfach runter? So etwas wie die hier: http://amzn.to/2cxtuUa ?

Die Augen müssen sich erstmal an das Sehen mit der Brille gewöhnen. Deshalb sind am Anfang Pausen vollkommen in Ordnung. Dann die Brille trotzdem wieder aufsetzen und und gleich ablenken, zum Beispiel ein Buch vorlesen oder ein Spiel spielen. Gewöhnung dauert, irgendwann funktioniert es aber. Später (in der Trotzphase) kann es passieren, dass das Kind die Brille aus Totz auf etwas anderes abnimmt. Eine flexible Brille die kleine Wutausbrüche mit macht ist hier natürlich von Vorteil,

Hallo, jetzt bin ich auch in Panik geraten. Meine Kleine ist 14 Monate alt und sie lässt keine Sekunde die Brille aufzusetzen. Habe vieles probiert, ergibt sich nichts. Seit einer Woche haben wir die Brille und bis jetzt kein Ergebnis. Mein Kind hat astigmatismus und muss die brille tragen, ich weiß nicht was ich machen muss ?

Hallo, unsere Panik ist auch groß. Unser Sohn ist 16 Monate alt und hat seit 5 Tagen eine Brille kaum ist sie auf der Nase ist sie auch wieder unten.Er schreit richtig und ihn kommen die Tränen werde morgen mal ein Band kaufen .

Hi Lisa, die Brille auf dem Bild gefallen mir sehr. Wo kann mann Sie kaufen? Wie alt ist das Kind auf dem Bild? Danke im Voraus

Karen Williams

Meine Tochter ist 11. Vor 4 Jahren hiess es das sie eine Brille braucht. Damals war es staerke 1 links und 3 rechts. Sie bekam aber starke Kopfschmerzen, ihr wurde schlecht mit der Brille. Sie weinte. Ohne geht es ihr gut. Der Arzt sagte die Reaktion sei normal. Und wenn sie die Brille nicht tragen will, dann ist es ok. Jetzt hat sie aber 2 links und 5.5 rechts, spielt Volleyball und Tennis, kommt mit der Brille nicht klar. Sie sagt das es ihr mit der Brille so schlecht geht, das sie nicht funtionieren kann. Kann sie keine 2 minuten tragen ohne das ihr uebel wird. 3 verschiedene Aerzte sagten nur das sie irgendwann so blind ist das sie es schon lernen wird mit der Brille zurechtzukommen. Ich bin aber in den USA und würde gerne wissen ob man das in Deutschland anders sieht.

Hallo Karen,
Ich bin kein Arzt und kann dir keine medizinische Hilfe geben was das Thema betrifft. Aber zum Thema Gewöhnung an die Brille habe ich etwas gefunden. Les doch mal hier: https://www.blickcheck.de/sehhilfen/brillen/brillenkauf/eingewoehnung/

Valdeta Mushica

Hallo meine Sohn ist 12Jahre alt er war bei Augen Arzt jezt muss Brille Tragen. Ist fùr in schfirig akzeptiert nicht ist schwierige Situationen. Wie kónen wir in helfen

Hallo Valdeta,
Vermutlich bedarf es hier ein wenig Geduld. Manche Kinder merken selbst das Ihnen die Brille hilft, manche muss man mehr animieren. Mag er sie denn optisch nicht oder stört sie ihn schlichtweg?

Meine Tochter sieht wie ihr Vater schlecht. Sie brauch die Brille, die sie so ungerne tragen muss. Wir hatten Glück, dass unsere Krankenkasse die Kosten für Gläser der Brille übernommen hat. Danke für die Tipps zum Thema das Tragen einer Brille.

Joachim Hussing

Danke, dass Sie Ihrem Kind erklärt haben, wie Sie es ermutigen können, dass seine neue Brille einzigartig und schön ist. Meine Tochter braucht vielleicht eine Brille, und sie ist deswegen ein wenig nervös. Ich werde Ihr sagen, dass es absolut keinen Grund zur Sorge gibt und wie sie mit einer Brille gut aussehen wird.

Meine Tochter hat ihre Brille mit 11 Monaten erhalten. Wir haben ca. Drei Wochen gebraucht bis sie sie vollkommen akzeptiert hat. Ich habe schnell gemerkt dass sie die Brille draußen eher aufsetzen lässt und auch mal zwei Minuten auf lässt als drinnen, weil sie schön abgelenkt ist. Dann würden aus zwei Minuten drei, dann zehn etc. Als sie sie einen ganzen Vormittag auf gelassen hat habe ich sie drinnen auch aufgesetzt. Ab da war es dann noch einmal täglich sass sie sie abgenommen hat. Ich habe dann immer paar Minuten gewartet und dann erst wieder aufgesetzt. Dann war es schnell erledigt. Vielleicht hilft es jemandem. Liebe Grüße

Martin Lobinger

Mein Neffe musste eine Brille wegen einer geringen Sehstörungen tragen. Meine Tante hat diesen Beitrag gelesen und fand die Idee wirklich super, auf ihre eigenen Kontaktlinsen zu verzichten und anstatt deren vorübergehend eine Brille zu tragen. Seitdem schämt sich mein Neffe nicht mehr vor seinen Freunden und fühlt sich von ihnen akzeptiert.

Auch mir hat es als Kind geholfen, als meine Eltern mir sagten, dass meine Brille mit einem von vielen Hilfsmitteln gleichzusetzen ist. Lange Zeit trug ich sodann ohne Protest die Brille bis ich in das Jugendalter kam und mich begann, für Kontaktlinsen zu interessieren. Ich empfehle jedem, der überlegt, von einer Brille auf Kontaktlinsen umzusteigen, eine professionelle Beratung bei einem Optiker.


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