Ein Fahrradhelm schützt im Ernstfall das Wichtigste, den Kopf eures Kindes. Doch ein Helm hilft nur, wenn er passt und richtig sitzt. Beim Kauf verunsichern viele Begriffe wie EN 1078 oder MIPS. Diese Kaufberatung erklärt, worauf es wirklich ankommt: die richtige Größe, der korrekte Sitz und wann ihr den Helm austauschen müsst.
Das Wichtigste in Kürze
- Norm
Achtet auf die Prüfnorm EN 1078 und das CE-Zeichen. - Passform
Kopfumfang messen und unbedingt anprobieren, der Helm muss sitzen. - Von Anfang an
Helm ab der ersten Fahrt, schon auf dem Laufrad. - Austauschen
Nach jedem Sturz und spätestens nach etwa fünf Jahren.

Ein guter Kinderhelm trägt die Prüfnorm EN 1078 und das CE-Zeichen. Wichtiger als teure Technik ist die Passform: Kopfumfang etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen messen, anprobieren und richtig einstellen. Der Helm gehört von der ersten Fahrt an dazu und muss nach jedem Sturz sowie spätestens nach rund fünf Jahren ersetzt werden.
Die richtige Norm EN 1078
Verbindlich für jeden verkauften Helm ist die europäische Prüfnorm EN 1078 zusammen mit dem CE-Zeichen. Nur Helme, die den vorgeschriebenen Falltest bestanden haben, dürfen sie tragen. Achtet beim Kauf auf diese Kennzeichnung, sie ist die Grundvoraussetzung für einen sicheren Helm. Tests von ADAC und Stiftung Warentest prüfen darüber hinaus, zeigen aber immer wieder, dass auch günstige Helme sehr gut abschneiden können.
Die richtige Größe finden
Die Größe entscheidet über den Schutz. So findet ihr sie:
- Kopfumfang messen: mit einem flexiblen Maßband etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen rund um die breiteste Stelle des Kopfes.
- Größe wählen: die gemessenen Zentimeter geben die Helmgröße vor.
- Feinjustieren: das Verstellrad am Hinterkopf sorgt für den genauen Halt.
- Anprobieren: kauft den Helm möglichst nach Anprobe, jeder Kopf ist anders geformt.
So sitzt der Helm richtig
Der beste Helm nützt nichts, wenn er falsch sitzt. Achtet auf diese Punkte:
- Der Helm sitzt waagerecht auf dem Kopf, nicht in den Nacken geschoben.
- Zwischen Augenbrauen und Helmrand passen etwa zwei Finger.
- Der Kinnriemen ist fest, lässt aber zwei Finger zwischen Riemen und Kinn.
- Beim Schütteln des Kopfes darf der Helm nicht verrutschen.

Was ist MIPS?
MIPS steht für ein System mit einer beweglichen Innenschale, die bei einem schrägen Aufprall Rotationskräfte auf den Kopf verringern soll. Der reale Zusatznutzen ist unter Fachleuten allerdings umstritten, und MIPS ist kein Garant für besseren Schutz. In aktuellen Tests haben auch günstige Helme ohne MIPS sehr gut abgeschnitten, während einzelne teure MIPS-Modelle schwächelten. Legt euer Geld lieber in eine gute Passform und Sichtbarkeit an.
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Geprüfte Kinderhelme nach Norm EN 1078 findet ihr unter anderem bei Amazon. Achtet auf die richtige Größe und probiert vor der ersten Fahrt aus.
Ab wann und wie lange?
Der Helm gehört von Anfang an dazu, also schon im Fahrradsitz oder Anhänger und ab der ersten Fahrt auf Laufrad oder Roller. Je früher er selbstverständlich wird, desto weniger Diskussionen gibt es später. Austauschen solltet ihr ihn nach jedem Sturz auf den Kopf, auch ohne sichtbaren Schaden, sowie, wie viele Hersteller empfehlen, nach etwa fünf Jahren und sobald der Kopf herausgewachsen ist. Wichtig: Beim Klettern und auf dem Spielplatz nehmt ihr den Helm wegen Strangulationsgefahr ab.

Häufige Fragen zum Kinderhelm
Messt den Kopfumfang mit einem flexiblen Maßband etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen rund um die breiteste Stelle des Kopfes. Die gemessenen Zentimeter geben die Helmgröße vor, das Verstellrad sorgt für die Feinjustierung. Probiert den Helm am besten vor dem Kauf an.
Von Anfang an, also schon im Fahrradsitz oder Anhänger und ab der ersten Fahrt auf Laufrad oder Roller. Je früher der Helm zur Selbstverständlichkeit wird, desto eher trägt das Kind ihn später ohne Diskussion. Beim Klettern und auf dem Spielplatz nehmt ihr den Helm wegen Strangulationsgefahr aber ab.
Nach jedem Sturz auf den Kopf sofort, auch ohne sichtbaren Schaden, denn die Schutzwirkung ist dann stark reduziert. Außerdem altert das Material, daher empfehlen viele Hersteller, einen Helm nach etwa fünf Jahren zu ersetzen, und natürlich, sobald der Kopf herausgewachsen ist.
MIPS steht für ein System mit beweglicher Innenschale, das bei schrägem Aufprall Rotationskräfte auf den Kopf verringern soll. Der reale Zusatznutzen ist allerdings umstritten, und MIPS ist kein Garant für besseren Schutz. In Tests schneiden auch günstige Helme ohne MIPS sehr gut ab. Wichtiger sind Passform und Sitz.
Nein, in Deutschland gibt es keine gesetzliche Helmpflicht, weder für Kinder noch für Erwachsene. Dringend empfohlen wird der Helm aber trotzdem, denn er schützt im Ernstfall den Kopf. Lasst euer Kind nie ohne Helm fahren.
Der Helm sitzt waagerecht auf dem Kopf, nicht in den Nacken geschoben. Zwischen Augenbrauen und Helmrand passen etwa zwei Finger. Der Kinnriemen ist fest, lässt aber zwei Finger zwischen Riemen und Kinn. Beim Schütteln des Kopfes darf der Helm nicht verrutschen.
Sicher unterwegs von der ersten Fahrt an
Mit der richtigen Größe, gutem Sitz und einem Helm von Anfang an ist euer Kind sicher unterwegs. Den Helm braucht ihr schon fürs Laufrad, und worauf es beim ersten Rad ankommt, lest ihr in unserer Kinderfahrrad Kaufberatung und beim Ratgeber zur Kinderfahrrad-Größe.
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