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Dein Kind krampft plötzlich bei Fieber und du erstarrst vor Schreck?

Dein Kind krampft plötzlich bei Fieber und du erstarrst vor Schreck?

Dein fieberndes Kind verdreht plötzlich die Augen, der Körper versteift sich oder zuckt, die Lippen verfärben sich, und für einen Moment scheint die Welt stillzustehen. Ein Fieberkrampf gehört zu den beängstigendsten Momenten, die Eltern erleben können. Deshalb kommt die wichtigste, entlastende Nachricht ganz zu Beginn.

Denn so dramatisch ein Fieberkrampf aussieht: Ein einfacher, kurzer Fieberkrampf, der von selbst aufhört, ist in den allermeisten Fällen harmlos und hinterlässt keine bleibenden Schäden. Er ist nicht dasselbe wie Epilepsie und führt in der Regel auch nicht dazu. Trotzdem braucht es in bestimmten Situationen den Notruf, und ein erster Krampf gehört immer abgeklärt.

So furchterregend er aussieht, ein einfacher Fieberkrampf ist meist harmlos. Beim ersten Krampf, bei langer Dauer oder Unsicherheit gilt aber immer: sofort 112.

Was du während eines Fieberkrampfs tust

Auch wenn es schwerfällt, das Wichtigste ist, ruhig und besonnen zu handeln:

  1. Sicher lagern. Bringe dein Kind auf eine weiche, ebene Unterlage, sodass es sich nicht verletzen kann, und räume harte Gegenstände weg.
  2. Nicht festhalten. Halte dein Kind nicht fest und unterdrücke die Bewegungen nicht.
  3. Nichts in den Mund. Steck deinem Kind nie etwas in den Mund, die Angst vor dem Zungenverschlucken ist unbegründet und ein Gegenstand kann schaden.
  4. Beobachten. Schau ruhig auf die Uhr, wie lange der Krampf dauert, diese Information ist für den Arzt wertvoll.

Nach dem Krampf ist dein Kind oft müde oder verwirrt, lege es dann in die stabile Seitenlage und bleibe bei ihm. Die genauen Handgriffe lernst du am besten, indem du Erste Hilfe am Kind beherrschen.

Elternteil legt das Kind behutsam in eine sichere Position

Wann der Notruf 112 zwingend ist

Wähle unbedingt und sofort die 112, wenn es der allererste Fieberkrampf deines Kindes ist, denn dann muss die Ursache dringend abgeklärt werden. Ebenso bei langer Dauer, also wenn der Krampf länger als wenige Minuten anhält und nicht von selbst aufhört, wenn sich Krämpfe in kurzem Abstand wiederholen, wenn dein Kind danach nicht zu sich kommt, schlecht atmet oder bläulich bleibt, oder wenn du dir unsicher bist. Im Zweifel gilt immer: lieber einmal mehr den Notruf wählen. Schildere am Telefon ruhig, was passiert ist, wie lange der Krampf dauerte und wie es dem Kind geht, und folge den Anweisungen der Leitstelle. Auch ein kurzer, nicht erster Fieberkrampf, bei dem sich dein Kind gut erholt, sollte anschließend zeitnah ärztlich abgeklärt werden.

Elternteil telefoniert ruhig, während das Kind ruht

Vorbeugen und Schuldgefühle loslassen

Einem Fieberkrampf lässt sich leider nicht zuverlässig vorbeugen, und wichtig zu wissen: Auch konsequentes Fiebersenken verhindert ihn nicht sicher, denn er tritt oft beim raschen Fieberanstieg oder sogar als erstes Anzeichen eines Infekts auf, bevor du das Fieber überhaupt bemerkt hast. Mach dir also keine Vorwürfe, denn ein Fieberkrampf ist in der Regel nicht durch falsches Handeln verursacht. Wie du grundsätzlich mit Fieber umgehst, zeigt der Beitrag dazu, wie du mit Fieber grundsätzlich umgehen kannst. Hatte dein Kind bereits einen Fieberkrampf, bespricht die Kinderärztin das individuelle Vorgehen für den Wiederholungsfall mit dir. Das Wichtigste, was du tun kannst, ist zu wissen, wie du dich richtig verhältst, und im Ernstfall ruhig zu bleiben. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Ein Fieberkrampf ist einer der erschreckendsten Momente der Elternschaft, und doch ist er meist harmloser, als er aussieht. Wenn du weißt, wie du dein Kind sicher lagerst, was du auf keinen Fall tust und wann du sofort die 112 wählst, bist du auch in diesem Ausnahmemoment handlungsfähig, und genau dieses Wissen nimmt der Angst einen großen Teil ihres Schreckens.

Quellen: Kindergesundheit-Info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) · Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (kinderaerzte-im-netz.de)

Häufige Fragen zum Fieberkrampf

Ein Fieberkrampf ist ein durch Fieber ausgelöster Krampfanfall, der vor allem bei kleinen Kindern etwa zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem fünften, sechsten Lebensjahr auftreten kann. Er tritt meist zu Beginn eines fieberhaften Infekts auf, oft wenn das Fieber rasch ansteigt. Während eines Fieberkrampfs verliert das Kind in der Regel das Bewusstsein, der Körper kann sich versteifen, zucken oder schlaff werden, die Augen können verdreht sein und die Lippen sich bläulich verfärben. Das sieht für Eltern äußerst beängstigend und dramatisch aus, und die Sorge ist absolut verständlich. Die gute und wichtige Nachricht ist jedoch, dass ein einfacher, unkomplizierter Fieberkrampf, der nur wenige Minuten dauert und von selbst aufhört, in den allermeisten Fällen harmlos ist und keine bleibenden Schäden hinterlässt. Er ist nicht dasselbe wie Epilepsie und führt in der Regel auch nicht dazu. Fieberkrämpfe sind relativ häufig und betreffen einen beachtlichen Teil der kleinen Kinder. Trotz der Harmlosigkeit im Einzelfall sollte ein Fieberkrampf jedoch immer ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn er zum ersten Mal auftritt, und in bestimmten Situationen ist der Notruf zwingend. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Auch wenn es unglaublich schwerfällt, ist das Wichtigste während eines Fieberkrampfs, möglichst ruhig zu bleiben und besonnen zu handeln. Bringe dein Kind in eine sichere Lage, am besten auf eine weiche, ebene Unterlage, etwa auf den Boden oder ins Bett, sodass es sich nicht verletzen kann, und entferne harte oder gefährliche Gegenstände aus der Nähe. Halte das Kind während des Krampfes nicht fest und versuche nicht, die Bewegungen zu unterdrücken. Stecke dem Kind keinesfalls etwas in den Mund, auch nicht die Finger oder einen Gegenstand, denn das Kind kann sich daran verletzen oder es kann die Atmung behindern, und die verbreitete Angst, das Kind könne die Zunge verschlucken, ist unbegründet. Lockere enge Kleidung am Hals. Versuche, ruhig zu beobachten, wie lange der Krampf dauert und wie er abläuft, denn diese Information ist für den Arzt wertvoll. Nach dem Krampf ist das Kind oft müde, schläfrig oder verwirrt, lege es dann in die stabile Seitenlage und bleibe bei ihm. Verständige bei einem ersten Krampf, bei langer Dauer oder Unsicherheit den Notruf. Genaue Handgriffe lernst du am besten in einem Erste-Hilfe-Kurs am Kind.

Es gibt klare Situationen, in denen du bei einem Fieberkrampf unbedingt und sofort den Notruf 112 wählen solltest. Dazu gehört vor allem, wenn es der allererste Fieberkrampf deines Kindes ist, denn dann muss die Ursache dringend ärztlich abgeklärt und Ernsteres ausgeschlossen werden. Wähle ebenfalls sofort den Notruf, wenn der Krampf lange dauert, also etwa länger als einige wenige Minuten anhält und nicht von selbst aufhört, wenn sich Krämpfe in kurzem Abstand wiederholen, wenn das Kind nach dem Krampf nicht zu sich kommt, schlecht atmet, bläulich bleibt oder sich nicht erholt, oder wenn du dir in irgendeiner Weise unsicher bist. Im Zweifel gilt immer, lieber einmal mehr den Notruf zu wählen, denn bei einem Krampfanfall lässt sich von außen nicht sicher beurteilen, was dahintersteckt. Auch bei einem kurzen, von selbst beendeten Fieberkrampf, der nicht der erste war und bei dem sich das Kind gut erholt, solltest du anschließend zeitnah die Kinderärztin aufsuchen, um das Kind untersuchen zu lassen. Schildere am Telefon ruhig, was passiert ist, wie lange der Krampf dauerte und wie es dem Kind geht. Bewahre so gut es geht Ruhe und folge den Anweisungen der Leitstelle. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung und keinen Erste-Hilfe-Kurs.

Einem Fieberkrampf lässt sich leider nicht zuverlässig vorbeugen, und gut zu wissen ist, dass auch konsequentes Fiebersenken einen Fieberkrampf nicht sicher verhindern kann, denn der Krampf tritt oft gerade beim raschen Fieberanstieg und manchmal sogar als erstes Anzeichen eines Infekts auf, bevor die Eltern das Fieber überhaupt bemerkt haben. Du musst dir also keine Vorwürfe machen, wenn dein Kind einen Fieberkrampf bekommt, denn er ist in der Regel nicht durch falsches Handeln verursacht. Bei fieberhaften Infekten gelten die üblichen Empfehlungen, also für ausreichend Flüssigkeit zu sorgen, das Kind nicht zu warm einzupacken und das Wohlbefinden im Blick zu behalten, doch das dient dem allgemeinen Befinden und ist keine Garantie gegen einen Krampf. Bei Kindern, die bereits einen Fieberkrampf hatten, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es erneut dazu kommt. In solchen Fällen bespricht die Kinderärztin mit dir das individuelle Vorgehen, gibt dir Sicherheit für den Wiederholungsfall und klärt, ob im Einzelfall besondere Maßnahmen oder ein Notfallmedikament sinnvoll sind. Das Wichtigste, was du tun kannst, ist, für den Fall der Fälle zu wissen, wie du dich richtig verhältst, ruhig zu bleiben und im Ernstfall besonnen zu handeln. Ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind gibt dir dafür wertvolle Sicherheit. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

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