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Girokonto für Kinder 2026: Konto, Taschengeld und Geld lernen

Autor

Micha

Veröffentlicht

20.01.2026

Aktualisiert

26.06.2026

Girokonto für Kinder 2026: Konto, Taschengeld und Geld lernen

Ein eigenes Girokonto für Kinder ist ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstständigkeit im Umgang mit Geld. Vom Taschengeld über den ersten Nebenjob bis zum Sparen fürs Smartphone lernt dein Kind so ganz praktisch, mit dem eigenen Budget umzugehen. 🐷

Ein gutes Kinder- oder Jugendkonto ist komplett gebührenfrei, lässt sich nicht überziehen und bringt eine kindgerechte App mit, in der auch du als Elternteil den Überblick behältst. Welches Konto passt, hängt vom Alter deines Kindes ab.

Wir zeigen dir den Unterschied zwischen Kinder- und Jugendkonto, wie viel Taschengeld in welchem Alter sinnvoll ist, was der Taschengeldparagraph erlaubt und wie das erste eigene Konto ganz nebenbei den Umgang mit Geld schult. 💳

Kinderkonto und Jugendkonto: was ist der Unterschied?

Die Begriffe und Altersgrenzen unterscheiden sich je nach Bank. Grob lassen sich zwei Phasen unterscheiden:

Kinderkonto (bis ca. 14)Jugendkonto (ab ca. 14)
Eröffnungdurch die Elternmit Zustimmung der Eltern
Führungauf Guthabenbasisauf Guthabenbasis
Karteoft GirocardGirocard, teils Debitkarte
Sinnvoll fürTaschengeld sparen und verwaltenNebenjob, Onlinekäufe, eigenständig zahlen
Die genauen Bezeichnungen und Altersgrenzen legt jede Bank selbst fest.

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Wie viel Taschengeld ist angemessen? Taschengeld-Tabelle nach Alter

Wie viel Taschengeld passt, ist eine der häufigsten Fragen von Eltern. Als Orientierung dienen die Empfehlungen der Jugendämter. Wichtiger als der genaue Betrag ist, dass das Taschengeld regelmäßig und zuverlässig kommt, damit dein Kind das Einteilen lernt. Jüngere Kinder bekommen es am besten wöchentlich, ältere monatlich.

AlterEmpfohlenes Taschengeld
unter 6 Jahre0,50 bis 1 € pro Woche
6 bis 7 Jahre1 bis 2 € pro Woche
8 bis 9 Jahre2 bis 3 € pro Woche
10 bis 11 Jahre14 bis 18 € pro Monat
12 bis 13 Jahre20 bis 22 € pro Monat
14 bis 15 Jahre25 bis 30 € pro Monat
16 bis 17 Jahre35 bis 45 € pro Monat
Orientierungswerte nach Empfehlungen der Jugendämter. Jüngere Kinder wöchentlich, ältere monatlich auszahlen.

Spätestens ab dem Grundschulalter ist ein eigenes Konto eine gute Ergänzung: Das Taschengeld kann teilweise aufs Konto wandern, dein Kind sieht den Kontostand in der App und lernt, für größere Wünsche zu sparen.

Der Taschengeldparagraph: was dürfen Kinder selbst kaufen?

Der sogenannte Taschengeldparagraph (Paragraf 110 im Bürgerlichen Gesetzbuch) regelt, dass Minderjährige ab sieben Jahren Dinge wirksam kaufen dürfen, wenn sie diese mit ihrem Taschengeld oder mit Geld bezahlen, das ihnen zur freien Verfügung überlassen wurde. Kinder unter sieben Jahren sind dagegen nicht geschäftsfähig, hier kaufen immer die Eltern.

Wichtig: Der Paragraf gilt für Käufe im Rahmen des Taschengeldes. Teure Anschaffungen, Ratenkäufe oder Verträge mit laufenden Kosten, etwa ein Handyvertrag, brauchen weiterhin die Zustimmung der Eltern. Genau deshalb ist ein Konto auf Guthabenbasis so praktisch: Dein Kind kann nur das ausgeben, was vorhanden ist.


Worauf du beim Kinderkonto achten solltest

Damit das erste Konto wirklich passt und nichts kostet, lohnt sich der Blick auf diese Punkte:

  • Komplett gebührenfrei: keine Kontoführungsgebühr und eine kostenlose Girocard oder Debitkarte, auch das Bargeldabheben sollte gratis sein.
  • Konto auf Guthabenbasis: das Konto darf nicht überziehbar sein, so entstehen keine Schulden.
  • Kindgerechte App: übersichtlich, mit Sparzielen und Ausgabenübersicht, oft mit Einblick für die Eltern.
  • Altersgrenzen und Zustimmung: prüfe, ab welchem Alter das Konto angeboten wird und welche Rolle die Eltern haben.
  • Wie lange kostenlos: viele Konten sind bis 18 gratis, einige bis 27 oder bis zum Ende der Ausbildung.

Sicherheit und Kontrolle: so behältst du den Überblick

Gerade beim ersten Konto ist es Eltern wichtig, mitzubekommen, was passiert, ohne dem Kind die Selbstständigkeit zu nehmen. Gute Konten bieten dafür praktische Funktionen:

  • Verfügungslimits: Tages- oder Wochenlimits fürs Bezahlen und Abheben lassen sich festlegen.
  • Benachrichtigungen: du wirst per App über Zahlungen informiert und behältst den Überblick.
  • Online-Zahlungen steuern: Bezahlen im Internet lässt sich je nach Konto freischalten oder begrenzen.
  • Keine Schulden möglich: durch die Guthabenbasis kann nichts ins Minus rutschen.

Geld lernen mit dem ersten eigenen Konto

Ein eigenes Konto ist mehr als praktisch, es ist ein echtes Lernfeld. Wenn dein Kind das Taschengeld selbst verwaltet, sieht es schwarz auf weiß, was reinkommt und rausgeht, und entwickelt ein Gefühl für den Wert von Geld. Sparziele in der App, etwa für ein Fahrrad oder ein Spiel, motivieren zum Zurücklegen statt zum sofortigen Ausgeben.

Begleite die ersten Schritte, sprecht gemeinsam über Wünsche und Ausgaben und gib deinem Kind mit wachsendem Alter mehr Eigenverantwortung. So wird aus dem ersten Konto eine wertvolle Vorbereitung auf den späteren Alltag.

Sparen fürs Kind: Konto, Sparplan oder Depot?

Das Girokonto ist für den Alltag und das Taschengeld gedacht. Wer zusätzlich langfristig für das Kind sparen möchte, kombiniert es sinnvoll mit weiteren Bausteinen: ein Tagesgeld- oder Sparkonto für flexible Rücklagen und, für den sehr langen Zeitraum bis zur Volljährigkeit, ein Kinderdepot mit einem Sparplan. Fürs tägliche Üben mit Geld bleibt aber das eigene Girokonto der beste Einstieg.

Häufige Fragen zum Girokonto für Kinder

Ein Konto auf den Namen des Kindes können Eltern grundsätzlich von klein auf eröffnen, sie verwalten es dann treuhänderisch. Eigenständiger nutzen Jugendliche ihr Konto meist ab etwa 14 Jahren, je nach Bank und mit Zustimmung der Eltern.

Viele Banken bieten Kinder- und Jugendkonten ohne Kontoführungsgebühr und mit kostenloser Karte an, oft bis 18 oder länger. Ein Vergleich zeigt, welche Konten tatsächlich gebührenfrei sind und welche versteckten Kosten haben.

Bei einem Konto auf Guthabenbasis nicht. Es lässt sich nicht überziehen, das Kind kann also nur das ausgeben, was eingezahlt wurde. Genau das macht solche Konten für den Einstieg so geeignet.

Ein Kinderkonto wird von den Eltern eröffnet und verwaltet, meist zum Sparen des Taschengeldes. Ein Jugendkonto ab etwa 14 Jahren nutzt der Nachwuchs eigenständiger, etwa für Nebenjob und Onlinekäufe. Beide werden auf Guthabenbasis geführt.

Ja, bei Minderjährigen eröffnen oder bestätigen die Eltern das Konto. Bei jüngeren Kindern verwalten die Eltern es treuhänderisch, mit zunehmendem Alter bekommt das Kind mehr Eigenverantwortung.

Als Orientierung der Jugendämter gelten grob: bei jüngeren Kindern wenige Euro pro Woche, ab etwa 10 Jahren 14 bis 18 Euro pro Monat, mit 12 bis 13 rund 20 Euro und mit 16 bis 17 etwa 35 bis 45 Euro monatlich. Wichtiger als der genaue Betrag ist eine regelmäßige Auszahlung.

Der Taschengeldparagraph (Paragraf 110 BGB) erlaubt Minderjährigen ab sieben Jahren, Dinge wirksam zu kaufen, wenn sie mit ihrem Taschengeld bezahlen. Teure Anschaffungen oder Verträge mit laufenden Kosten brauchen weiterhin die Zustimmung der Eltern.

Ja. Bei jüngeren Kindern verwalten die Eltern das Konto, und gute Konten bieten Limits sowie Benachrichtigungen per App. So bekommst du Zahlungen mit, ohne deinem Kind die Selbstständigkeit zu nehmen.

Beides ergänzt sich. Das Girokonto ist für Alltag und Taschengeld da, ein Tagesgeld- oder Sparkonto für flexible Rücklagen. Wer sehr langfristig spart, ergänzt ein Kinderdepot mit Sparplan. Zum Üben mit Geld ist das eigene Girokonto der beste Einstieg.

Quellen und weitere Informationen

Kommentare

Unsere Tochter (10) hat seit kurzem ein Kinderkonto und ist mega stolz. Die App mit Sparzielen motiviert sie wirklich zu sparen.

Die Taschengeldtabelle ist Gold wert, gab bei uns immer Diskussionen was angemessen ist. Jetzt hab ich was zum Zeigen.

Ja die Tabelle hilft, wir zahlen etwas weniger, kommt aufs Budget an. Hauptsache regelmaessig.

Ab welchem Alter habt ihr euren Kindern ein Konto gegeben? Bin unsicher ob 8 zu früh ist.

Bei uns mit 8 zum Sparen, die Karte nutzt sie aber erst seit 11 richtig. Langsam rantasten.

Danke, das beruhigt mich, dann fangen wir auch klein an.

Taschengeldparagraph kannte ich nur dem Namen nach, gut erklaert. Wieder was gelernt.

Wichtig finde ich dass das Konto nicht ueberzogen werden kann. Schulden lernen sie noch früh genug im Leben.

Die kostenlosen Konten sind oft nur bis 18 gratis und danach Abo. Augen auf, sonst zahlt das Kind später drauf.

Stimmt, aber bis dahin kann man wieder wechseln. Trotzdem guter Hinweis.

Meine zwei haben jeweils ein Konto und ich krieg eine Benachrichtigung bei jeder Zahlung. Beruhigt mich ungemein.

Macht ihr Taschengeld bar oder aufs Konto? Bei uns gibts Streit weil bar immer sofort weg ist.

Wir splitten, ein Teil bar für den Alltag, ein Teil aufs Konto zum Sparen. Klappt gut.

Toller Artikel, vor allem der Teil mit dem Geld lernen. Genau darum gehts doch, nicht nur ums Konto.

Schwabenpower

Sparen will gelernt sein. Meine Kinder haben je ein Sparziel in der App, fürs erste eigene Fahrrad wird fleissig gespart.

Was ist der Unterschied zwischen so einer Debitkarte und einer normalen Girocard fürs Kind?

Girocard fürs Bezahlen im Laden und Abheben, Debitkarte zusaetzlich fürs Onlinebezahlen. Je nach Bank verschieden.

Hab das Konto für meinen Enkel eroeffnet, Oma darf ja auch mal was Sinnvolles schenken.

Bin skeptisch ob Kinder mit Karte nicht das Gefühl fürs Geld verlieren. Bar ist greifbarer finde ich.

Versteh ich, aber mit der App sehen sie den Kontostand sinken, das macht es auch greifbar. Bei uns funktioniert beides.

Die Sache mit dem Taschengeldparagraph ist echt praktisch zu wissen, falls die Kleine mal was zurueckgeben will.

Super Ueberblick! Direkt verglichen und ein kostenloses Jugendkonto für meinen 15-Jaehrigen gefunden.

Wichtig: manche Konten verlangen dass die Eltern dort Kunde sind. Vorher checken.

Guter Punkt, das war bei unserer Bank auch so. Bei reinen Online-Konten oft nicht.

Mein Sohn hat durchs eigene Konto angefangen Preise zu vergleichen bevor er was kauft. Haett ich nicht gedacht.

Zu meiner Zeit gabs ein Sparbuch, heute eine App. Aber Sparen lernen bleibt wichtig.

Ab wann duerfen Kinder online was kaufen mit dem Konto?

Mit dem Taschengeld im Rahmen ja, groessere Sachen brauchen eure Zustimmung. Online musst du es je nach Konto erst freischalten.

Wir nutzen die Limits, max 20 Euro die Woche fürs Bezahlen. Reicht dicke und gibt mir ein gutes Gefühl.

Endlich mal kein Werbeartikel sondern echte Tipps, danke dafuer.

Lohnt sich zusaetzlich ein Depot fürs Kind oder reicht das Konto?

Konto fürs Taschengeld, Depot für langfristig bis 18. Wir machen beides, monatlich kleiner Sparplan ins Depot.

Die Tabelle hab ich mir ausgedruckt und an den Kuehlschrank gehaengt, Ende der Diskussionen.

Achtung, manche werben mit kostenlos und dann kostet die Karte extra. Kleingedrucktes lesen.

Schön zu sehen dass man Kindern heute so früh den Umgang mit Geld beibringt. Find ich klasse.

Mein Großer (16) hat Nebenjob, das Konto war da quasi Pflicht. Gehalt drauf, Ueberblick top.

Wie haltet ihr das mit Belohnung? Extra Geld für gute Noten oder lieber nicht?

Wir nicht, festes Taschengeld unabhaengig von Noten. Aber das ist Geschmackssache.

Sehe ich auch so, Noten und Geld trennen wir bewusst.

Praktisch dass auch erklaert wird wie man als Eltern den Ueberblick behaelt ohne zu kontrollieren. Balance ist wichtig.

Sehr hilfreich, gerade die Altersstaffelung beim Taschengeld. Danke!


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