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Karies bei Kindern: Ursachen, Milchzähne und Vorbeugung

Autor

Lisa

Veröffentlicht

07.02.2018

Aktualisiert

21.06.2026

Karies bei Kindern: Ursachen, Milchzähne und Vorbeugung

Karies ist kein Erwachsenenthema: Schon bei Milchzähnen können sich Löcher bilden, und bereits etwa jedes siebte Kind ist mit drei Jahren davon betroffen. Viele Eltern denken, Milchzähne seien ja sowieso bald weg. Doch gerade sie sind wichtig, und Karies an ihnen tut weh und kann auch die bleibenden Zähne gefährden.

Die gute Nachricht: Karies lässt sich sehr gut vorbeugen. Hier liest du, wie Karies entsteht, warum Milchzähne so wichtig sind, was die berüchtigte Nuckelflaschenkaries ist und wie du die Zähne deines Kindes schützt.

Wie entsteht Karies?

Im Zahnbelag leben Bakterien, die Zucker aus der Nahrung in Säure umwandeln. Diese Säure löst Mineralien aus dem Zahnschmelz, der Zahn wird entkalkt. Der Speichel kann den Schmelz zwar wieder aufbauen, doch wenn die Zähne zu oft und zu lange Säure ausgesetzt sind, kippt das Gleichgewicht, und es entsteht ein Loch. Wichtig: Es zählt jeder Zucker, auch der in Säften, gesüßtem Tee oder Milchprodukten, und vor allem die Häufigkeit. Ständiges Naschen über den Tag ist schädlicher als eine Süßigkeit auf einmal.

Zuckerarme Ernährung und Wasser schützen die Zähne

Nuckelflaschenkaries: die häufige Falle

Eine besonders frühe und schwere Form ist die frühkindliche Karies, oft als Nuckelflaschenkaries bezeichnet. Sie entsteht, wenn Kleinkinder über lange Zeit an einer Flasche mit gesüßten oder säurehaltigen Getränken nuckeln, auch Saft oder Schorle gehören dazu. Die Zähne werden dann praktisch dauernd von Zucker umspült. Deshalb gilt: Die Flasche ist zum Trinken da, nicht zum Dauernuckeln, und ungesüßte Getränke wie Wasser sind die beste Wahl. Gewöhne dein Kind früh an den Becher.

Warum Milchzähne wichtig sind

Milchzähne sind weit mehr als Platzhalter, auch wenn das ihre wichtigste Aufgabe ist: Sie halten die Lücke für die bleibenden Zähne frei. Gehen sie durch Karies zu früh verloren, können die nachfolgenden Zähne verschoben durchbrechen. Außerdem braucht dein Kind gesunde Zähne zum Kauen, für die Kieferentwicklung und für die Sprachbildung. Kranke Milchzähne können zudem schmerzen und die bleibenden Zähne anstecken.

Regelmäßige Zahnarztbesuche beugen Karies vor

Wie schütze ich die Zähne meines Kindes?

Karies lässt sich mit wenigen, aber konsequenten Maßnahmen sehr gut vorbeugen:

Wie das Putzen mit der richtigen Fluoridmenge genau geht, liest du im Beitrag Zähne putzen bei Kindern. Eine Übersicht weiterer Themen findest du unter Kinderkrankheiten.

Häufige Fragen zu Karies bei Kindern

Ja, und das gar nicht selten: Bereits etwa jedes siebte Kind ist mit drei Jahren betroffen. Karies an Milchzähnen tut weh und kann auch die bleibenden Zähne gefährden, deshalb ist Vorbeugung wichtig.

Eine frühkindliche Karies, die entsteht, wenn Kleinkinder lange an einer Flasche mit gesüßten oder säurehaltigen Getränken, auch Saft, nuckeln. Die Zähne werden dauernd von Zucker umspült. Die Flasche sollte nur zum Trinken dienen, nicht zum Dauernuckeln.

Ja. Sie halten den Platz für die bleibenden Zähne frei und sind wichtig für Kauen, Kieferentwicklung und Sprache. Vorzeitiger Verlust durch Karies kann Folgen für die bleibenden Zähne haben.

Zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen und nachputzen, Zucker reduzieren und vor allem die Häufigkeit begrenzen, Wasser statt gesüßter Getränke und die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen.

Kinder haben Anspruch auf zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem sechsten Lebensjahr. Ein früher, positiver erster Zahnarztbesuch nimmt zudem die Angst.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine zahnärztliche Beratung.

Quellen: BZgA / kindergesundheit-info.de: Wie Karies entsteht · BZgA / kindergesundheit-info.de: Zahnmedizinische Früherkennung · kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ): Nuckelflaschenkaries

Kommentare

Mein letzter Zahnarztbesuch ging zum Glück ganz glimpflich für mich aus. Es musste nicht gebohrt werden. Es war zum glück nur eine Vorsorgekontrolle. Es ist schon ziemlich gemein von dem Karies , dass er einfach Säure produziert die den Zahnschmelz angreift.

Das sind eher ja die Tipps für die Eltern. Die schenken unseren Kindern immer Schokolade und Kuchen, was zum Grund der Zahnschmerzen bei meinen Naschkatzen geworden. Recht vielen Dank für die Tipps!

Meine Tochter hatte vor kurzem Karies und ich möchte dies in Zukunft vorbeugen. Ein Glück haben wir einen tollen Zahnarzt zudem sie auch gerne hingeht. Ich werde in Zukunft darauf achten, ihr Gebiss auf Verfärbungen zu kontrollieren und so frühzeitig zu erkennen.

Lieben Dank für die Tipps zum Thema Zahnhygiene bei Kindern! Es ist wichtig, dass sich Eltern die Zeit nehmen, die richtige Putztechnik mit den Kindern zu üben. In dem Zusammenhang auch herzlichen Dank für die empfohlenen Kinderbücher! Sie können in der Tat dabei helfen, Kindern die Wichtigkeit der Zahnpflege sowie regelmäßiger Zahnarztbesuche nahezubringen.

Maria Schwarz

Danke für den Blog und die Übersicht, welche Karies-Behandlung möglich sind. Mein Sohn hat leider ebenfalls Karies. Ich vereinbare für eine Behandlung zur nächsten Woche einen Termin beim Zahnarzt.

Vielen Dank für den Beitrag. Ich denke darüber nach, meinem Sohn die Fissuren am Zahn versiegeln zu lassen. Danke für die Erklärungen. Ich wusste nicht genau, was dabei gemacht wird. Sehr interessant, dass die Kaufläche der Backenzähne mit Zahnzement etwas abgeflacht werden und so weniger anfällig für Karies sind. Danke für den Hinweis.

Als Mutter ist es mir wichtig, die Zahngesundheit meines Sohnes zu fördern, und dieser Artikel gibt nützliche Tipps, wie man Karies bei Kindern vorbeugen kann. Es ist beruhigend zu wissen, dass regelmäßige Besuche beim Kinderzahnarzt und eine gute Mundhygiene helfen können, Zahnschmerzen und Karies zu vermeiden. Ich werde auf die Ernährung meines Sohnes achten und ihm die Bedeutung einer gründlichen Zahnpflege vermitteln, um seine Zähne gesund zu erhalten.


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