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Dein Baby schreit jeden Abend stundenlang und nichts scheint zu helfen?

Autor

Anna

Veröffentlicht

12.07.2026

Dein Baby schreit jeden Abend stundenlang und nichts scheint zu helfen?

Pünktlich am späten Nachmittag beginnt es: Dein Baby schreit, zieht die Beinchen an, ballt die Fäustchen und lässt sich kaum beruhigen, oft über Stunden. Du fühlst dich hilflos und erschöpft und fragst dich, was deinem Baby fehlt. Sehr wahrscheinlich sind es Dreimonatskoliken, und die wichtigste Botschaft vorweg ist beruhigend.

Denn so quälend dieses Schreien ist, es bedeutet in der Regel keine ernsthafte Erkrankung und vergeht von selbst, meist gegen Ende des dritten bis vierten Monats. Es ist nicht deine Schuld, und du machst nichts falsch. Was hilft, ist Beruhigung für dein Baby und Entlastung für dich.

Koliken sind extrem belastend, aber meist harmlos und vorübergehend. Das Schreien ist nicht deine Schuld, Babys schreien unabhängig davon, was du tust.

Was hinter den Koliken steckt

Lange dachte man, Bauchschmerzen und Blähungen seien die Ursache, daher der Name. Heute weiß man, dass die genauen Ursachen nicht vollständig geklärt sind und nicht allein der Bauch dahintersteckt:

  • Typischer Verlauf: oft ab den ersten Wochen, Höhepunkt um die sechste Woche, Abklingen gegen Ende des dritten bis vierten Monats.
  • Unreife Verdauung: Das Verdauungssystem ist noch nicht ausgereift.
  • Überreizung: Viele Babys haben Mühe, mit den vielen neuen Eindrücken und der eigenen Anspannung umzugehen.
  • Mehrere Faktoren: Vermutlich ein Zusammenspiel, nicht eine einzige Ursache.

Geht das Schreien weit über dieses Muster hinaus, hilft der Beitrag dazu, wie du ein Schreibaby begleiten kannst.

Elternteil trägt ein Baby sanft im Fliegergriff

Was deinem Baby Linderung verschafft

Verhindern lassen sich Koliken nicht immer, aber vieles kann dein Baby beruhigen:

  • Nähe und Bewegung: Tragen im Tragetuch, sanftes Schaukeln und rhythmisches Wiegen.
  • Fliegergriff und Bauch: das Baby bäuchlings auf dem Unterarm, eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn, die Beinchen anwinkeln.
  • Wärme: ein warmes Kirschkernkissen in angenehmer Temperatur auf dem Bauch.
  • Reizarmut: eine ruhige Umgebung und gleichmäßige, monotone Geräusche, denn Überreizung verstärkt das Schreien.

Probiere in Ruhe verschiedenes aus, denn jedes Baby ist anders. Schüttle dein Baby niemals, auch nicht in größter Verzweiflung, denn das kann zu schwersten Verletzungen führen.

Elternteil macht eine ruhige Pause, Partner hält das Baby

Halte durch und hol dir Hilfe

Ein untröstlich schreiendes Baby über Wochen zu begleiten, gehört zu den größten Belastungen überhaupt. Sorge unbedingt für Entlastung, nimm jede Hilfe an und wechselt euch beim Beruhigen ab. Wenn dir alles zu viel wird und du an deine Grenze kommst, lege dein Baby an einen sicheren Ort, verlasse kurz den Raum, atme durch und beruhige dich selbst, bevor du zurückkehrst. Sei nachsichtig mit dir und gönn dir Pausen, der Beitrag dazu, wie du mit der eigenen Erschöpfung und mit der eigenen Erschöpfung umgehen kannst, hilft. Scheue dich nicht, Unterstützung zu suchen, etwa bei der Hebamme, der Kinderärztin oder einer Schreiambulanz, die auf solche Situationen spezialisiert ist. Bei Warnzeichen wie Fieber, Trinkschwäche, Erbrechen oder auffälliger Schlappheit lass dein Baby ärztlich abklären. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Die endlosen Schreistunden fühlen sich an, als würden sie nie aufhören, doch sie tun es. Diese Phase ist eine der härtesten der frühen Elternschaft, aber sie geht vorbei. Wenn du deinem Baby Nähe schenkst, ruhig verschiedene Beruhigungswege ausprobierst und zugleich gut auf dich selbst achtest und dir Hilfe holst, kommt ihr gemeinsam durch diese Zeit, und schon bald weicht das Schreien wieder dem Lächeln.

Quellen: Kindergesundheit-Info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) · Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (kinderaerzte-im-netz.de)

Häufige Fragen zu Koliken beim Baby

Mit Dreimonatskoliken werden Phasen anhaltenden, heftigen Schreiens bei ansonsten gesunden Babys in den ersten Lebensmonaten bezeichnet. Typischerweise treten sie in den ersten Lebenswochen auf, erreichen oft um die sechste Woche einen Höhepunkt und klingen meist gegen Ende des dritten bis vierten Monats von selbst wieder ab, daher der Name. Die Babys schreien dabei oft über längere Zeit, besonders am späten Nachmittag oder Abend, wirken angespannt, ziehen die Beinchen an, ballen die Fäuste und lassen sich nur schwer beruhigen. Lange ging man davon aus, dass Bauchschmerzen und Blähungen die Ursache sind, daher der Begriff Koliken, doch heute weiß man, dass die genauen Ursachen nicht vollständig geklärt sind und nicht allein der Bauch dahintersteckt. Vermutet wird ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, etwa ein noch unreifes Verdauungssystem, eine Überreizung und Schwierigkeiten des Babys, mit den vielen neuen Eindrücken und der eigenen Anspannung umzugehen. Wichtig zu wissen ist, dass dieses Schreien zwar extrem belastend für die Eltern ist, aber in der Regel keine ernsthafte Erkrankung bedeutet und von selbst wieder vergeht. Bei starkem, anhaltendem Schreien sollte jedoch zur Sicherheit eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Auch wenn sich Koliken nicht immer ganz verhindern lassen, gibt es einiges, was deinem Baby Linderung verschaffen und es beim Beruhigen unterstützen kann. Bewährt haben sich Tragen und Körpernähe, etwa im Tragetuch, sowie sanfte, gleichmäßige Bewegung und rhythmisches Schaukeln oder Wiegen. Der sogenannte Fliegergriff, bei dem das Baby bäuchlings auf dem Unterarm liegt, sowie eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn und das Anwinkeln der Beinchen können bei Blähungen helfen. Wärme auf dem Bauch, etwa durch ein warmes Kirschkernkissen in angenehmer Temperatur, empfinden viele Babys als wohltuend. Sorge für eine ruhige, reizarme Umgebung und vermeide Überreizung, denn viele Babys sind in dieser Phase besonders empfindlich gegenüber zu vielen Eindrücken. Gleichmäßige, monotone Geräusche oder leises Summen wirken auf manche Babys beruhigend. Achte beim Füttern auf eine ruhige Atmosphäre und ein gutes Bäuerchen, damit das Baby möglichst wenig Luft schluckt. Probiere in Ruhe verschiedene Methoden aus, denn jedes Baby ist anders, und was dem einen hilft, muss dem anderen nicht helfen. Bei anhaltenden Beschwerden besprich mit der Kinderärztin oder Hebamme, ob weitere Maßnahmen sinnvoll sind.

Ein untröstlich schreiendes Baby über Wochen zu begleiten, gehört zu den größten Belastungen für frischgebackene Eltern und zehrt enorm an den Nerven, am Schlaf und an der Geduld. Es ist wichtig, sich klarzumachen, dass das Schreien nicht deine Schuld ist und nicht bedeutet, dass du etwas falsch machst, denn Koliken treten unabhängig davon auf. Sorge unbedingt für Entlastung und nimm jede Hilfe an, die du bekommen kannst, etwa von Partner, Familie oder Freunden, und wechselt euch beim Beruhigen ab. Wenn dir alles zu viel wird und du spürst, dass du an deine Grenze kommst, lege das Baby an einen sicheren Ort, etwa ins Bettchen, verlasse kurz den Raum, atme durch und beruhige dich selbst, bevor du zurückkehrst. Schüttle ein Baby niemals, auch nicht in größter Verzweiflung, denn das kann zu schwersten Verletzungen führen. Achte auf dich selbst, gönn dir Pausen, wann immer möglich, und sei nachsichtig mit dir. Sprich offen über deine Belastung und scheue dich nicht, Unterstützung zu suchen, etwa bei der Hebamme, der Kinderärztin oder einer Schreiambulanz, die auf solche Situationen spezialisiert ist. Denke daran, dass diese Phase vorübergeht, auch wenn sie endlos erscheint.

Auch wenn Dreimonatskoliken meist harmlos sind und von selbst vergehen, ist es wichtig, ernstere Ursachen ärztlich auszuschließen und bei Warnzeichen nicht zu zögern. Stelle dein Baby der Kinderärztin vor, wenn das Schreien sehr stark ist, plötzlich neu und anders auftritt, oder wenn du unsicher bist, ob mehr dahintersteckt. Dringend ärztlich abklären lassen solltest du, wenn dein Baby zusätzlich Fieber hat, schlecht trinkt oder die Nahrung verweigert, auffällig schlapp, teilnahmslos oder schwer erweckbar wirkt, erbricht, Blut im Stuhl hat, einen auffälligen Bauch, Atemprobleme oder andere Krankheitszeichen zeigt oder nicht zunimmt. Auch wenn das Schreien über das übliche Muster der Koliken hinausgeht, also etwa über den dritten oder vierten Monat hinaus stark anhält, ist eine Abklärung sinnvoll. Im Zweifel gilt immer, dass es besser ist, einmal zu viel als einmal zu wenig ärztlichen Rat einzuholen, denn nur eine Untersuchung kann sicher unterscheiden, ob es sich um harmlose Koliken oder um eine behandlungsbedürftige Ursache handelt. Scheue dich außerdem nicht, dir bei großer Belastung Unterstützung zu holen. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

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