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Mein Kind will nicht baden – was kann man tun?

Autor

Lisa

Veröffentlicht

24.08.2013

Aktualisiert

02.07.2026

Mein Kind will nicht baden – was kann man tun?

Viele Eltern kennen die Probleme mit ihren Kindern, wenn es um das Thema Baden geht. Einige Sprösslinge können vom Plantschen im warmen Nass nicht genug bekommen, andere wiederum sind wasserscheu und vollführen ein nervenraubendes Spektakel. Doch mit einigen Tricks können Eltern es schaffen, eine Mischung aus Reinigung und Badevergnügen zu verwirklichen.

 Angstgefühle werden zum Protest

Warum manche Kinder nicht baden wollen bzw. sich im Wasser fürchten, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Die Haut der Kleinsten ist sehr sensibel und vielleicht war einmal das Wasser zu heiß oder zu kalt. Diese Erinnerungen werden zu bleibenden Eindrücken, die immer wieder mit der Badewanne und Wasser in Verbindung gebracht werden. Doch auch die Größe der Badewanne kann bei Kindern Angstgefühle auslösen. Sie fühlen sich verloren und allein gelassen und vermissen die Nähe der Eltern. Besonders schlimm finden die meisten Kinder das Haarewaschen. Seife in den Augen oder das Abbrausen mit der Dusche ist für die Kinder eine Horrorvorstellung, denn sie fühlen sich schutzlos ausgeliefert und antworten mit Geschrei und Tränen.

Körperkontakt vermittelt Sicherheit

Not macht erfinderisch – auch beim Baden der Kleinsten. Sollten Kinder nicht baden wollen, weil sie Angst davor haben, alleine in der großen Wanne zu sitzen, dann kann der Körperkontakt zu den Eltern Nähe und Vertrauen vermitteln. Viele Kinder lieben es, gemeinsam mit ihren Eltern in der Wanne zu sitzen. Gemeinsam lassen sich spielerisch Reinigungsrituale ausprobieren, die Groß und Klein Spaß bereiten. Dem lästigen Haarewaschen kann statt mit dem Duschkopf lieber mit einem kleinen Becher begegnet werden. Dabei sollten Eltern ihrem Kind einen Waschlappen an die Stirn halten, um so Schaum im Gesicht oder ein Brennen in den Augen zu vermeiden. Bei wenigem Haarwuchs kann das Waschen auch nur mit einem Lappen erfolgen.

Spielerischer Umgang mit dem Element Wasser

Reines Waschen ist für Kinder eine langweilige Angelegenheit. Mit lustigen Badeutensilien kann das Baden zum reinsten Abenteuer werden. Badeenten, Schiffe oder auch die Lieblingspuppe erhöhen das Badevergnügen und nehmen die Angst. Ganz besonders kreativ ist das Baden mit Kindermalseife. Mit solchen bunten Seifen, zum Beispiel von Tinti, lässt es sich wunderbar an den Fliesen oder auf dem Wannenrand malen und die Zeit vergeht für die kleinen Wasserratten wie im Flug. Auch Badeperlen oder buntes Pulver, welches sich unter Geräuschen im Wasser auflöst, sorgen für einen Überraschungseffekt in der Wanne.

Gepflegte Haut beim Baden

Die Haut der Kleinsten ist sehr sensibel, denn die Schutzfunktion befindet sich noch im Aufbau. Deshalb ist es wichtig, die Haut zu schonen. 1 bis 2 Bäder die Woche reichen vollkommen zur Reinigung aus. Es ist ratsam keine Seife zu verwenden, sondern auf Waschgels zurückzugreifen. Vor allem Kinder, die zu Hautproblemen neigen, sollten nach dem Baden gründlich mit ph-neutralen Pflegemitteln eingecremt werden. Auf diese Weise wird ein Austrocknen der Haut verhindert und die Schutzfunktion erhalten.

Häufige Fragen

Häufig steckt eine Phase dahinter, manchmal auch Angst vor Wasser im Gesicht oder eine unangenehme Temperatur. Beobachte, was deinem Kind unbehaglich ist.

Mach das Baden spielerisch mit Spielzeug und Schaum, achte auf eine angenehme Temperatur und biete Alternativen wie Waschen oder kurzes Duschen an.

Letzte Aktualisierung am 5.08.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Kommentare

Unsere Tochter hatte plötzlich Panik vorm Wasser, von einem Tag auf den anderen. Es lag am Haarewaschen, das in die Augen lief. Eine einfache Badekrone hat das Problem gelöst.

Bei uns half es, das Baden in Spiel zu verwandeln. Mit Bechern und Schiffchen ist auf einmal alles vergessen und wir müssen sie eher rausbekommen als rein.

Manchmal ist es einfach die Wassertemperatur. Kinder mögen es oft wärmer, als wir denken. Habt ihr das mal überprüft?

patrick.spielplatzheld

Guter Punkt. Bei uns war es genau andersrum, ihr war es zu warm. Seitdem ich vorher mit dem Thermometer messe, ist Ruhe.

andre_ausm_pott

Phasen wie diese gehen meist von selbst vorbei. Mein Sohn wollte ein halbes Jahr nicht in die Wanne, jetzt ist er der größte Planschfan. Nur Geduld.

Danke für die vielen Ideen. Wir probieren als Nächstes das gemeinsame Baden mit einem Elternteil, das stand bei uns noch aus.


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