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Wann und wie du deinem Kind den Schnuller sanft abgewöhnst

Autor

Anna

Veröffentlicht

24.06.2026

Wann und wie du deinem Kind den Schnuller sanft abgewöhnst

Der Schnuller liegt überall: im Bett, in der Jackentasche, im Auto, immer griffbereit für den Fall der Fälle. Er hat euch durch viele Tränen und schlaflose Nächte getragen. Und doch taucht irgendwann die Frage auf, wann und wie ihr euch davon verabschiedet, ohne dass es zum Drama wird.

Den Schnuller abzugewöhnen muss kein Kampf sein. Mit dem richtigen Zeitpunkt, einem behutsamen Vorgehen und viel Geduld gelingt der Abschied den meisten Kindern erstaunlich gut.

Ein guter Zeitpunkt ist eine ruhige, stabile Phase ohne große Veränderungen. Dann hat dein Kind genug innere Sicherheit für den Abschied vom vertrauten Tröster.

Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist

Einen einzig richtigen Zeitpunkt gibt es nicht, doch einige Anhaltspunkte helfen bei der Entscheidung:

  • Das Alter: Viele Fachleute empfehlen, den Schnuller im zweiten bis dritten Lebensjahr nach und nach abzugewöhnen.
  • Eine ruhige Phase: Kein Umzug, kein Kita-Start, kein Geschwisterkind. Dein Kind sollte nicht zu viel auf einmal verarbeiten müssen.
  • Erste Bereitschaft: Wenn dein Kind den Schnuller von selbst seltener verlangt, ist das ein gutes Signal.

Je länger und häufiger ein Kind den Schnuller nutzt, desto eher kann er Kiefer, Zähne und Sprachentwicklung beeinflussen. Deshalb lohnt es sich, den Abschied rechtzeitig anzugehen, ohne dein Kind zu überfordern.

Kind spielt fröhlich und versunken ohne Schnuller

So gelingt der sanfte Abschied

Behutsam und ohne Druck führt am sichersten zum Ziel:

  1. Schrittweise reduzieren: Biete den Schnuller zunächst nur noch zum Schlafen an und tagsüber durch Nähe und Ablenkung ersetzen.
  2. Ehrlich erklären: Sag deinem Kind altersgerecht, dass es jetzt langsam groß wird und den Schnuller nicht mehr braucht.
  3. Ein Ritual schaffen: Die Schnullerfee, der man den Schnuller schenkt und dafür eine Kleinigkeit bekommt, macht den Abschied festlich.
  4. Alternativen aufbauen: Ein Kuscheltier, ein vertrautes Einschlafritual oder eine Geschichte ersetzen den Schnuller als Tröster.
  5. Dranbleiben: Halte deine Entscheidung ruhig durch, statt zwischendurch nachzugeben, sonst zieht sich die Umstellung in die Länge.

Gerade zum Einschlafen fällt der Abschied oft am schwersten. Wie du andere Einschlafhilfen aufbaust, beschreibt der Beitrag dazu, wie du andere Einschlafhilfen aufbauen kannst. Und feiere mit deinem Kind, dass es jetzt groß wird, wie der Beitrag dazu zeigt, wie du das Großwerden feiern kannst.

Was du besser vermeidest

Vermeide Druck, Spott oder Strafen, denn der Schnuller ist für dein Kind ein echter Tröster, und ihn unter Zwang wegzunehmen erzeugt nur Stress und Widerstand. Auch heimliches Verschwindenlassen ohne Erklärung verunsichert. Und beginne nicht in einer ohnehin belastenden Phase. Besser ist eine ruhige Zeit, ein einfühlsames Vorgehen und viel zusätzliche Nähe, damit dein Kind den Verlust gut verkraftet.

Viele Familien begleiten den Abschied mit einem liebevollen Bilderbuch zur Schnullerfee, das den Schritt für Kinder begreifbar und sogar zu einem freudigen Ereignis macht.

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Mutter und Kind kuscheln liebevoll auf dem Sofa

Wann ein Gespräch mit der Fachperson sinnvoll ist

Wenn der Schnuller über das Kleinkindalter hinaus dauerhaft genutzt wird, kann er die Stellung von Kiefer und Zähnen sowie die Sprache beeinflussen. Wenn du unsicher bist, ob der Schnullergebrauch bei deinem Kind bereits Spuren hinterlässt, kann die Zahnärztin oder Kinderärztin das beurteilen und euch individuell beraten. Auch wenn das Abgewöhnen trotz behutsamen Vorgehens über lange Zeit gar nicht gelingt und für viel Leid sorgt, lohnt sich ein Gespräch. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder zahnärztliche Beratung.

So sehr der Schnuller dazugehört hat, der Abschied ist ein kleiner Schritt ins Großwerden. Mit deiner Geduld und viel Nähe wird dein Kind ihn schneller hinter sich lassen, als du vielleicht denkst.

Quellen: Kindergesundheit-Info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) · Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (kinderaerzte-im-netz.de)

Häufige Fragen zum Schnuller abgewöhnen

Einen einzig richtigen Zeitpunkt gibt es nicht, doch viele Fachleute empfehlen, den Schnuller im Laufe des zweiten bis dritten Lebensjahres nach und nach abzugewöhnen. Je länger und häufiger ein Kind den Schnuller nutzt, desto eher kann er die Entwicklung von Kiefer und Zähnen sowie die Sprachentwicklung beeinflussen. Entscheidend ist neben dem Alter aber auch die Bereitschaft des Kindes. Ein guter Zeitpunkt ist eine ruhige, stabile Phase ohne große Veränderungen wie Umzug, Kita-Start oder die Geburt eines Geschwisterkindes, weil das Kind dann genug innere Sicherheit für den Abschied hat.

Am besten gelingt es behutsam und ohne Druck. Hilfreich ist, den Schnuller zunächst schrittweise zu reduzieren, etwa nur noch zum Schlafen anzubieten, und ihn tagsüber durch Nähe, Ablenkung und andere Tröstungen zu ersetzen. Erkläre deinem Kind altersgerecht und ehrlich, dass es jetzt langsam groß wird und den Schnuller nicht mehr braucht. Ein liebevolles Ritual wie die Schnullerfee, der man den Schnuller schenkt und dafür eine Kleinigkeit bekommt, kann den Abschied erleichtern. Wichtig ist, geduldig zu bleiben und deinem Kind in dieser Zeit besonders viel Geborgenheit zu geben.

Der Schnuller ist für viele Kinder vor allem zum Einschlafen ein wichtiger Tröster, deshalb fällt der Abschied hier oft am schwersten. Hilfreich ist, andere Einschlafhilfen aufzubauen, etwa ein Kuscheltier, ein vertrautes Ritual, eine Geschichte oder deine ruhige Nähe. Gib deinem Kind in dieser Umstellungsphase mehr Zeit und Trost beim Einschlafen. Manche Familien gehen den Abschied in kleinen Schritten an, andere lieber zügig, sobald sie begonnen haben. Wichtig ist, einmal getroffene Entscheidungen ruhig durchzuhalten, statt zwischendurch nachzugeben, weil das die Umstellung sonst nur in die Länge zieht.

Vermeide vor allem Druck, Spott oder Strafen, denn der Schnuller ist für dein Kind ein echter Tröster, und ihn unter Zwang wegzunehmen erzeugt nur Stress und Widerstand. Auch heimliches Verschwindenlassen ohne Erklärung verunsichert ein Kind. Ungünstig ist außerdem, mit dem Abgewöhnen in einer ohnehin belastenden Phase zu beginnen, etwa bei Krankheit, Umzug oder der Geburt eines Geschwisterkindes, weil das Kind dann zu viel auf einmal verarbeiten muss. Besser ist eine ruhige Zeit, ein einfühlsames Vorgehen und viel zusätzliche Nähe, damit dein Kind den Verlust des vertrauten Trösters gut verkraften kann.

Ein langer und häufiger Schnullergebrauch kann tatsächlich die Stellung von Kiefer und Zähnen sowie die Sprachentwicklung beeinflussen, vor allem wenn der Schnuller über das Kleinkindalter hinaus dauerhaft genutzt wird. Deshalb ist es sinnvoll, ihn rechtzeitig und behutsam abzugewöhnen. In den ersten Lebensjahren und bei maßvollem Gebrauch ist der Schnuller dagegen meist unproblematisch und erfüllt ein echtes Saugbedürfnis. Wenn du unsicher bist, ob der Schnullergebrauch bei deinem Kind bereits Spuren hinterlässt, kann die Zahnärztin oder Kinderärztin das beurteilen und euch individuell beraten.

Letzte Aktualisierung am 24.06.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Kommentare

Bei uns hat das mit der Schnullerfee tatsächlich funktioniert. Unsere Tochter hat ihre Schnuller in einer kleinen Tüte an den Baum gehängt und am nächsten Morgen lag ein kleines Geschenk da. Zwei Nächte hat sie noch gefragt, danach war das Thema durch.

Mein Sohn ist jetzt 2,5 und hängt extrem am Nuckel, vor allem zum Einschlafen. Habt ihr die ganzen Schnuller auf einmal weggemacht oder erst tagsüber und dann nachts? Ich trau mich an die Nacht ehrlich gesagt nicht ran.

Wir haben es genau andersrum gemacht, erst tagsüber abgewöhnt und der Schnuller war nur noch fürs Bett da. Das hat den Übergang viel entspannter gemacht. Komplett weg war er dann nach etwa drei Wochen.

Danke für den Hinweis mit dem Zahnstand. Unsere Kleine hatte mit knapp drei schon einen offenen Biss und der Zahnarzt meinte, der Schnuller müsse jetzt wirklich weg. Hätte ich mal früher angefangen.

Was ich noch ergänzen würde, kalte Entzug an einem stressigen Tag ist keine gute Idee. Wir haben extra ein ruhiges Wochenende ohne Termine ausgesucht, das hat geholfen.


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