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Dein Baby sabbert, kaut auf allem und quengelt? So hilfst du beim Zahnen

Autor

Anna

Veröffentlicht

24.06.2026

Dein Baby sabbert, kaut auf allem und quengelt? So hilfst du beim Zahnen

Dein Baby sabbert, dass das Lätzchen in Minuten durchnässt ist, kaut auf allem herum, was ihm zwischen die Finger kommt, hat gerötete Wangen und quengelt mehr als sonst. Nachts wacht es weinend auf, und du fragst dich, wie du ihm die Beschwerden erleichtern kannst.

Mit großer Wahrscheinlichkeit kündigt sich gerade ein Zähnchen an. Zahnen gehört zum normalen Großwerden, und die Beschwerden sind vorübergehend. Es gibt einiges, was deinem Baby jetzt guttut und den Durchbruch erträglicher macht.

Was hilft, ist alles, was sanften Druck und Kühle auf das Zahnfleisch bringt. Vor allem aber braucht dein Baby jetzt viel Nähe und Geduld.

Welches Anzeichen mit welcher Linderung zusammenpasst

Zahnen zeigt sich von Baby zu Baby unterschiedlich. Diese Übersicht ordnet die typischen Anzeichen der passenden Hilfe zu:

Das zeigt dein BabyDas tut ihm jetzt gut
kaut auf allem, will draufbeißenein gekühlter, nicht eiskalter Beißring zum Kauen
gerötetes, geschwollenes Zahnfleischeine sanfte Massage mit sauberem Finger oder ein kühler Waschlappen
quengelig und untröstlichviel Nähe, Trost und Ablenkung
schläft unruhigGeduld und Begleitung, die Phase geht vorüber
Hohes Fieber, Durchfall oder Erbrechen gehören nicht zum Zahnen und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Baby kaut zufrieden auf einem gekühlten Beißring

Das lindert die Beschwerden zuverlässig

Diese einfachen Mittel haben sich vielfach bewährt:

  • Gekühlte Beißringe: Sanfter Druck und Kühle lindern den Schmerz. Den Beißring kühlen, aber nicht eiskalt aus dem Gefrierfach geben.
  • Sanfte Massage: Mit einem sauberen Finger das Zahnfleisch leicht massieren, das tut vielen Babys gut.
  • Etwas zum Kauen: Ein kühler, feuchter Waschlappen gibt Halt und kühlt zugleich.
  • Viel Nähe: Die Beschwerden verunsichern dein Baby. Tragen, Trösten und Geduld helfen am meisten.

Wenn dein Baby in dieser Zeit nachts unruhiger schläft, gibt der Beitrag dazu, wie du unruhige Nächte begleiten kannst, ergänzende Hinweise. Und wenn das Weinen euch generell an die Grenze bringt, hilft der Beitrag dazu, wenn dein Baby viel weint.

Was nicht zum Zahnen gehört

Ein verbreiteter Irrtum ist, dem Zahnen alles Mögliche zuzuschreiben. Zahnen kann zu leicht erhöhter Temperatur führen, verursacht aber kein richtiges Fieber. Wenn ein Baby hohes Fieber, starken Durchfall oder Erbrechen entwickelt, steckt fast immer etwas anderes dahinter, etwa ein Infekt. Das Zahnen schwächt das Immunsystem zeitweise leicht, sodass Infekte häufiger zusammenfallen. Solche deutlichen Krankheitszeichen sollten ärztlich abgeklärt werden, statt sie vorschnell dem Zahnen zuzuschreiben.

Viele Eltern legen sich für die Zahnungszeit einen gekühlten Beißring und ein liebevolles Bilderbuch zum Thema zu, die dem Baby Halt geben und die Phase begleiten.

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Elternteil massiert sanft den Kiefer des Babys

Wann ein Arztbesuch sinnvoll ist

Such ärztlichen Rat, wenn dein Baby hohes oder anhaltendes Fieber hat, wenn starker Durchfall oder Erbrechen hinzukommen, wenn es auffällig schlapp wirkt oder schlecht trinkt oder wenn du dir generell Sorgen machst. Auch wenn dein Baby vor Schmerzen kaum zur Ruhe kommt und die üblichen Mittel nicht helfen, ist ein Gespräch mit der Kinderärztin sinnvoll, um über geeignete Linderung zu sprechen, statt selbst zu experimentieren. Vertrau auf dein Gefühl, denn du merkst, wenn etwas über das normale Zahnen hinausgeht. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

So unangenehm die Zahnungszeit für dein Baby ist, sie geht vorüber, und mit jedem Zähnchen wächst sein strahlendes Lächeln ein Stück weiter. Deine ruhige Nähe trägt es gut durch diese Tage.

Quellen: Kindergesundheit-Info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) · Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (kinderaerzte-im-netz.de)

Häufige Fragen zum Zahnen beim Baby

Die meisten Babys bekommen ihren ersten Zahn zwischen dem vierten und siebten Lebensmonat, meist einen der unteren Schneidezähne. Manche Babys zahnen früher, andere deutlich später, und beides ist völlig normal. Bis zum dritten Geburtstag ist in der Regel das vollständige Milchgebiss mit zwanzig Zähnen da. Wann genau der erste Zahn kommt, ist von Kind zu Kind verschieden und sagt nichts über die Entwicklung aus. Manche Babys merkt man das Zahnen kaum an, andere leiden deutlich unter den Beschwerden. Geduld und liebevolle Begleitung helfen am meisten durch diese Phase.

Typische Anzeichen sind vermehrtes Sabbern, der Drang, auf allem herumzukauen, gerötete Wangen, quengeliges Verhalten und ein gestörter Schlaf. Manche Babys haben auch einen wunden Po oder gerötetes Zahnfleisch an der Stelle, wo der Zahn durchbricht. Diese Anzeichen treten oft in den Tagen vor dem Durchbruch auf und verschwinden danach wieder. Wichtig ist zu wissen, dass hohes Fieber, starker Durchfall oder Erbrechen nicht zum normalen Zahnen gehören. Solche Symptome haben meist andere Ursachen und sollten ärztlich abgeklärt werden, statt sie vorschnell dem Zahnen zuzuschreiben.

Am wirksamsten ist alles, was sanften Druck und Kühle auf das Zahnfleisch bringt. Ein gekühlter, nicht eiskalter Beißring, an dem das Baby kauen kann, lindert die Beschwerden gut. Auch eine sanfte Massage des Zahnfleischs mit einem sauberen Finger tut vielen Babys gut. Manche genießen es, auf einem kühlen, feuchten Waschlappen zu kauen. Vor allem aber braucht dein Baby jetzt viel Nähe, Geduld und Trost, denn die Beschwerden verunsichern es. Bei stärkeren Schmerzen kannst du mit der Kinderärztin oder Apothekerin über geeignete Mittel sprechen, statt selbst zu experimentieren.

Das ist ein verbreiteter Irrtum. Zahnen kann zwar zu einer leicht erhöhten Temperatur führen, verursacht aber kein richtiges Fieber. Wenn ein Baby beim Zahnen hohes Fieber, starken Durchfall, Erbrechen oder andere deutliche Krankheitszeichen entwickelt, steckt fast immer etwas anderes dahinter, etwa ein Infekt. Das Zahnen schwächt zudem zeitweise das Immunsystem leicht, sodass Infekte in dieser Zeit häufiger auftreten können, was den Eindruck verstärkt, das Zahnen sei schuld. Im Zweifel gilt: Echtes Fieber gehört ärztlich abgeklärt und sollte nicht einfach dem Zahnen zugeschrieben werden.

Such ärztlichen Rat, wenn dein Baby hohes oder anhaltendes Fieber hat, wenn starker Durchfall oder Erbrechen hinzukommen, wenn es auffällig schlapp wirkt oder schlecht trinkt oder wenn du dir generell Sorgen machst. Diese Symptome gehören nicht zum normalen Zahnen und sollten abgeklärt werden. Auch wenn dein Baby vor Schmerzen kaum zur Ruhe kommt und die üblichen Hausmittel nicht helfen, ist ein Gespräch mit der Kinderärztin sinnvoll, um über geeignete Linderung zu sprechen. Vertrau dabei auf dein Gefühl, denn du kennst dein Baby am besten und merkst, wenn etwas über das normale Zahnen hinausgeht.

Letzte Aktualisierung am 24.06.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Kommentare

carmen.gummibaer

Unsere Maus hat beim Zahnen extrem viel gesabbert und am Hals einen richtigen Ausschlag bekommen. Ein Lätzchen aus Baumwolle und regelmäßig trockentupfen hat geholfen, da wäre ich von alleine nicht draufgekommen.

patrick_ausm_pott

Frage in die Runde, ab wann habt ihr gemerkt dass es wirklich Zähne sind und nicht nur die normale Sabberphase? Unser Kleiner kaut seit Wochen auf allem rum aber noch ist nichts zu sehen.

pusteblume_76

Bei uns hat sich das ewig hingezogen, gut zwei Monate bevor der erste Zahn durchkam. Das Zahnfleisch wurde vorne ganz weiß und hart, daran konnte man es am ehesten erkennen.

Ein kühler Waschlappen aus dem Kühlschrank war bei uns der Renner. Beißringe wollte sie gar nicht, aber auf dem Lappen hat sie minutenlang rumgekaut. Danke für die vielen Tipps hier.

Was uns die Kinderärztin mitgegeben hat, nicht jedes Quengeln und jeder Infekt kommt vom Zahnen. Lieber einmal mehr abklären lassen wenn Fieber dazukommt, das wird gerne mal verwechselt.

Veilchenwurzel haben wir bewusst weggelassen wegen Verschluckungsgefahr, das wird ja inzwischen abgeraten. Stattdessen lieber feste Beißringe ohne Kleinteile.


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