Schnuller abgewöhnen: das Wichtigste in Kürze 📌
- 🕐 Kein fester Zeitpunkt: Viele Kinder geben den Schnuller zwischen 2 und 3 Jahren ab.
- 🐌 Schrittweise: den Schnuller nach und nach reduzieren.
- 🚫 Kein Druck: Zwang und Spott sind kontraproduktiv.
- 🎁 Rituale helfen: etwa die Schnullerfee als schöner Abschied.
Wir Eltern lieben und verfluchen ihn. Gerade in den ersten Lebensmonaten kann er besonders stillenden Müttern das Leben sehr erleichtern. Viele Babys mit hohem Saug- oder Nuckelbedürfnis, die ständig nach der Brust verlangen, lassen sich durch einen Schnuller beruhigen. Auch bei kleinen Unfällen ist der Schnuller Tröster Nummer 1 bei den Kleinsten. Nach dem Stillalter verschwindet der Schnuller allerdings nur selten von ganz alleine, denn besonders als Einschlafhilfe bleibt er häufig über viele Jahre in Gebrauch. Kinder- und Zahnärzte jedoch raten der Gesundheit wegen zum möglichst baldigen Entwöhnen vom heiß geliebten Schnuller, denn auch der Spracherwerb kann durch das lange und häufige Nutzen eines Schnullers beeinträchtigt werden.
Wie kann man sanft den Schnuller entwöhnen?
Viele Eltern nutzen bereits das Kleinkind- oder Babyalter zum Entwöhnen.
Dann kann man mit circa einem Lebensjahr versuchen dem Kind ein Schnuffeltuch oder Schmusetier schmackhaft zu machen, welche mit der Zeit als Ersatz für den Schnuller dienen können. Trost und Zuwendung in den ersten Tagen ohne Schnuller sind natürlich unterstützend
Kindern ab circa 2 bis 3 Jahren fällt es häufig leichter sich vom Schnuller zu entwöhnen.
Vorbereitend auf die vollständige Abgewöhnung sollte man den Gebrauch des Schnullers auf die Abendstunden oder für das Zubettgehen reduzieren. Auch bei kleinen Unfällen oder Sorgen kann man den Schnuller noch kurz reichen, dann aber nach kurzem Beruhigungssaugen wieder abnehmen, denn das Nuckelbedürfnis ist häufig schon nach wenigen Minuten befriedigt. Kinder in diesem Alter kommen leichter vom Schnuller los, in dem man ihnen viel erklärt oder kleine Geschichten erfindet.
Besonders beliebt um den Schnuller zu entwöhnen sind hierbei Fantasiefiguren wie die Schnullerfee, die über Nacht die Schnuller (gemeinsam schön verpackt von Mutter und Kind) einsammelt und am Morgen dafür ein Geschenk bringt.
Wichtig ist: Man sollte einem Kind nicht einfach den Schnuller wegnehmen. Ist das Kind absolut nicht bereit den Schnuller freiwillig abzugeben, sollte man besser noch etwas abwarten und nach kurzer Zeit einen erneuten Versuch anstreben. Erzwingen ist hier der absolut falsche Ansatz.
Häufige Fragen
Einen einzig richtigen Zeitpunkt gibt es nicht, doch viele Fachleute empfehlen, den Schnuller im Laufe des zweiten bis dritten Lebensjahres nach und nach abzugewöhnen. Je länger und häufiger ein Kind den Schnuller nutzt, desto eher kann er die Entwicklung von Kiefer und Zähnen sowie die Sprachentwicklung beeinflussen. Entscheidend ist neben dem Alter aber auch die Bereitschaft des Kindes. Ein guter Zeitpunkt ist eine ruhige, stabile Phase ohne große Veränderungen wie Umzug, Kita-Start oder die Geburt eines Geschwisterkindes, weil das Kind dann genug innere Sicherheit für den Abschied hat.
Am besten gelingt es behutsam und ohne Druck. Hilfreich ist, den Schnuller zunächst schrittweise zu reduzieren, etwa nur noch zum Schlafen anzubieten, und ihn tagsüber durch Nähe, Ablenkung und andere Tröstungen zu ersetzen. Erkläre deinem Kind altersgerecht und ehrlich, dass es jetzt langsam groß wird und den Schnuller nicht mehr braucht. Ein liebevolles Ritual wie die Schnullerfee, der man den Schnuller schenkt und dafür eine Kleinigkeit bekommt, kann den Abschied erleichtern. Wichtig ist, geduldig zu bleiben und deinem Kind in dieser Zeit besonders viel Geborgenheit zu geben.
Der Schnuller ist für viele Kinder vor allem zum Einschlafen ein wichtiger Tröster, deshalb fällt der Abschied hier oft am schwersten. Hilfreich ist, andere Einschlafhilfen aufzubauen, etwa ein Kuscheltier, ein vertrautes Ritual, eine Geschichte oder deine ruhige Nähe. Gib deinem Kind in dieser Umstellungsphase mehr Zeit und Trost beim Einschlafen. Manche Familien gehen den Abschied in kleinen Schritten an, andere lieber zügig, sobald sie begonnen haben. Wichtig ist, einmal getroffene Entscheidungen ruhig durchzuhalten, statt zwischendurch nachzugeben, weil das die Umstellung sonst nur in die Länge zieht.
Vermeide vor allem Druck, Spott oder Strafen, denn der Schnuller ist für dein Kind ein echter Tröster, und ihn unter Zwang wegzunehmen erzeugt nur Stress und Widerstand. Auch heimliches Verschwindenlassen ohne Erklärung verunsichert ein Kind. Ungünstig ist außerdem, mit dem Abgewöhnen in einer ohnehin belastenden Phase zu beginnen, etwa bei Krankheit, Umzug oder der Geburt eines Geschwisterkindes, weil das Kind dann zu viel auf einmal verarbeiten muss. Besser ist eine ruhige Zeit, ein einfühlsames Vorgehen und viel zusätzliche Nähe, damit dein Kind den Verlust des vertrauten Trösters gut verkraften kann.
Ein langer und häufiger Schnullergebrauch kann tatsächlich die Stellung von Kiefer und Zähnen sowie die Sprachentwicklung beeinflussen, vor allem wenn der Schnuller über das Kleinkindalter hinaus dauerhaft genutzt wird. Deshalb ist es sinnvoll, ihn rechtzeitig und behutsam abzugewöhnen. In den ersten Lebensjahren und bei maßvollem Gebrauch ist der Schnuller dagegen meist unproblematisch und erfüllt ein echtes Saugbedürfnis. Wenn du unsicher bist, ob der Schnullergebrauch bei deinem Kind bereits Spuren hinterlässt, kann die Zahnärztin oder Kinderärztin das beurteilen und euch individuell beraten.
Einen festen Zeitpunkt gibt es nicht. Viele Kinder geben den Schnuller zwischen 2 und 3 Jahren ab. Wichtig ist, das Tempo des Kindes zu berücksichtigen.
Am besten schrittweise und ohne Druck, etwa indem der Schnuller nur noch zum Schlafen erlaubt ist. Rituale wie die Schnullerfee erleichtern den Abschied.
Letzte Aktualisierung am 3.08.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
Krümel2019
Wir haben die Schnullerfee kommen lassen und es hat überraschend gut geklappt. Zwei Nächte hat unsere Tochter gefremdelt, danach war das Thema durch. Hätte ich nie gedacht.