Ein Tag am Strand oder im Freibad und abends ist die Kinderhaut rot: Sonnenbrand tritt schnell auf, da er sich erst später bemerkbar macht. Bei Kindern ist er schmerzhaft und gefährlich, denn jeder Sonnenbrand in der Kindheit steigert das Risiko für Hautkrebs im späteren Leben.
Hier liest du, was bei einem Sonnenbrand in der Haut passiert, was sofort hilft, was du keinesfalls tun solltest und wann ein Sonnenbrand beim Kind ein Fall für die Arztpraxis ist.
Kurz gesagt
Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut durch UV-Strahlung und zeigt sich erst einige Stunden später mit Rötung, Hitze und Schmerz, in schweren Fällen mit Blasen. Erste Hilfe: sofort raus aus der Sonne, mit kühlen feuchten Umschlägen kühlen (kein Eis direkt auf die Haut), viel trinken und die Haut mit einer Feuchtigkeitslotion pflegen. Keine Hausmittel wie Öl, Puder oder Quark auf die geschädigte Haut und Blasen niemals öffnen. Bei Babys und Kleinkindern, bei Blasen, Fieber oder Kreislaufproblemen gehört das Kind zum Arzt.
Was ist ein Sonnenbrand?
Ein Sonnenbrand ist eine echte Verbrennung der Haut, ausgelöst durch zu viel UV-Strahlung, medizinisch eine Verbrennung ersten Grades, bei Blasenbildung zweiten Grades. Das Tückische: Er zeigt sich erst zeitverzögert. Etwa drei bis vier Stunden nach zu viel Sonne wird die Haut rot, heiß, spannt und schmerzt, oft ist sie sehr berührungsempfindlich. Bei schwerem Sonnenbrand bilden sich Blasen. Deshalb merkt man am Strand oft gar nicht, dass es längst zu viel war.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand
Wenn dein Kind einen Sonnenbrand hat, hilft dieses ruhige, schonende Vorgehen:
- Raus aus der Sonne
Bring dein Kind sofort in den Schatten oder einen kühlen Raum, damit die Haut keine weitere Strahlung abbekommt. - Sanft kühlen
Kühle die Haut mit kühlen, feuchten Umschlägen. Verwende kein Eis direkt auf der Haut, das kann zusätzlich schaden. - Viel trinken
Ein Sonnenbrand entzieht dem Körper Flüssigkeit. Gib deinem Kind reichlich Wasser oder eine leichte Schorle. - Feuchtigkeit spenden
Beruhigende, feuchtigkeitsspendende Lotionen, etwa mit Dexpanthenol oder Aloe vera, tun der Haut gut. Schmerzmittel nur kindgerecht und nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheke.

Was du keinesfalls tun solltest
Bei verbrannter Kinderhaut können falsche Hausmittel mehr schaden als nutzen. Verzichte auf Öle, Puder oder Mehl, sie gehören nicht auf die geschädigte Haut. Auch das beliebte Auflegen von Quark oder Joghurt ist auf offener oder blasiger Haut keine gute Idee, weil es Keime einbringen kann. Und ganz wichtig: Brandblasen niemals selbst aufstechen, das öffnet Eintrittspforten für Infektionen. Bei Blasen gehört die Haut in ärztliche Behandlung.
Wann zum Arzt?
Bei Babys und Kleinkindern solltest du einen Sonnenbrand grundsätzlich ärztlich abklären lassen. Such außerdem ärztlichen Rat, wenn sich Blasen bilden, der Sonnenbrand großflächig ist, wenn Fieber, Übelkeit, Schwindel oder Kreislaufprobleme dazukommen. Besondere Vorsicht gilt bei Anzeichen von Sonnenstich oder Hitzschlag: ein hochroter, heißer Kopf, Kopfschmerzen, ein steifer Nacken oder ein auffällig schlechter Allgemeinzustand. Ein Hitzschlag mit heißer, trockener Haut und Bewusstseinstrübung ist ein Notfall.
Am besten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst so weit kommt, wie du Sonnenbrand vorbeugst, liest du im Beitrag Sonnenschutz für Kinder. Weitere Themen gibt es unter Kinderkrankheiten.
Häufige Fragen zu Sonnenbrand bei Kindern
Weil die UV-bedingte Hautentzündung Zeit braucht. Erst etwa drei bis vier Stunden nach zu viel Sonne wird die Haut rot, heiß und schmerzhaft. Deshalb merkt man die Überdosis in der Sonne oft nicht und sollte vorbeugend handeln.
Raus aus der Sonne, die Haut mit kühlen feuchten Umschlägen kühlen (kein Eis direkt auf die Haut), viel trinken und die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion wie Dexpanthenol oder Aloe vera pflegen. Schmerzmittel nur nach ärztlicher Rücksprache.
Besser nicht. Öle, Puder und Mehl gehören nicht auf geschädigte Haut, und Quark oder Joghurt können auf offener oder blasiger Haut Keime einbringen. Bleib bei kühlen feuchten Umschlägen und pflegenden Lotionen.
Bei Babys und Kleinkindern immer, außerdem bei Blasenbildung, großflächigem Sonnenbrand, Fieber, Übelkeit, Schwindel oder Kreislaufproblemen sowie bei Anzeichen von Sonnenstich oder Hitzschlag. Ein Hitzschlag ist ein Notfall.
Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöht nachweislich das spätere Hautkrebsrisiko, denn UV-Schäden summieren sich ein Leben lang. Deshalb ist es so wichtig, Sonnenbrände bei Kindern konsequent zu vermeiden.
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Babys, Blasen, Fieber oder Kreislaufproblemen wende dich an die Kinderarztpraxis.
Quellen: BZgA / kindergesundheit-info.de: Risiko Sonne (Sonnenbrand, Sonnenstich, Hitzschlag) · kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ): Sonnenbrand und Sonnenallergie · Krebsinformationsdienst (DKFZ): UV-Strahlung und Hautkrebsrisiko
Petra
Ich nutze bei leichtem Sonnbrand gerne Quark, den kann man ganz einfach auf die betroffenen Stellen auftragen und hat direkt eine angenehme Kühlung