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Dein Kind greift immer zur linken Hand und du fragst dich, ob das ein Problem wird?

Dein Kind greift immer zur linken Hand und du fragst dich, ob das ein Problem wird?

Beim Malen, beim Löffeln, beim Werfen, immer ist es die linke Hand. Vielleicht fragst du dich, ob du das Kind sanft zur rechten Hand lenken solltest, damit es es später leichter hat, oder ob Linkshändigkeit Nachteile mit sich bringt. Hier kommt die klare Antwort, die dir viel Sorge nimmt.

Linkshändigkeit ist völlig normal, etwa jeder zehnte bis siebte Mensch ist Linkshänder. Sie ist kein Nachteil und schon gar kein Makel, den man korrigieren müsste. Das Wichtigste, was du wissen musst, betrifft genau diese Versuchung, umzugewöhnen.

Die Händigkeit ist tief im Gehirn angelegt. Ein linkshändiges Kind auf rechts umzugewöhnen kann ihm ernsthaft schaden und darf auf keinen Fall geschehen.

Warum Umgewöhnen tabu ist

Früher wurden Linkshänder oft umgeschult, heute weiß man, wie schädlich das ist. Eine erzwungene Umgewöhnung kann zu erheblichen Belastungen führen:

  • Lernprobleme: Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, Probleme beim Schreiben und Lesen.
  • Unsicherheit: vermindertes Selbstwertgefühl und allgemeine Verunsicherung.
  • Seelische Belastung: Die Umschulung greift tief in die Hirnorganisation ein und kann das Kind psychisch belasten.
  • Die Folge: Respektiere die natürliche Händigkeit, sie ist ein Teil der Persönlichkeit deines Kindes.

Sollte in Kita oder Schule jemand versuchen, dein Kind umzugewöhnen, widersprich dem klar, denn das schützt auch das Selbstvertrauen stärken.

Kind bastelt vergnügt mit der linken Hand

Die richtige Hand erkennen und respektieren

Welche Hand dein Kind bevorzugt, zeigt sich oft schon im Kleinkindalter, festigt sich aber meist erst im Vorschul- oder frühen Grundschulalter. In den ersten Jahren wechseln viele Kinder noch zwischen beiden Händen, das ist normal. Beeinflusse dein Kind dabei nicht, sondern beobachte, welche Hand es bei Malen, Essen, Werfen oder Greifen spontan einsetzt, und reiche ihm Dinge mittig, damit es selbst wählen kann. Wirkt dein Kind auch im Schulalter noch sehr unentschieden, kann eine fachliche Händigkeitsabklärung sinnvoll sein.

Elternteil unterstützt liebevoll das malende Kind

Diese Hilfsmittel erleichtern den Alltag

In einer für Rechtshänder gestalteten Welt kommen linkshändige Kinder meist gut zurecht, profitieren aber von ein paar passenden Werkzeugen. Sehr sinnvoll ist eine Linkshänderschere, denn herkömmliche Scheren sind schwer für die linke Hand zu benutzen. Auch spezielle Anspitzer oder Stifte mit ergonomischer Griffmulde helfen. Beim Schreibenlernen sollte das Blatt leicht nach rechts gedreht liegen und das Licht idealerweise von rechts kommen, damit die schreibende Hand keinen Schatten wirft. Achte auf eine entspannte Stifthaltung. Das ist gerade beim Übergang in die Schule wichtig, wie der Beitrag dazu zeigt, wie du den Schulstart vorbereiten. In der Schule hilft es, wenn die Lehrkraft auf linkshändige Kinder eingeht.

Die linke Hand deines Kindes ist kein Problem, das es zu lösen gilt, sondern einfach seine Hand. Wenn du seine Händigkeit selbstverständlich respektierst, für die passenden Werkzeuge sorgst und Umgewöhnungsversuche abwehrst, kann dein Kind seine bevorzugte Hand mit Selbstvertrauen und Geschick einsetzen, und Linkshändigkeit bleibt das, was sie ist: ein ganz normaler Teil von ihm.

Quellen: Kindergesundheit-Info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) · Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (kinderaerzte-im-netz.de)

Häufige Fragen zur Linkshändigkeit bei Kindern

Welche Hand ein Kind bevorzugt, zeigt sich oft schon im Kleinkindalter, doch eine zuverlässige, stabile Festlegung der Händigkeit erfolgt meist erst später. In den ersten Lebensjahren wechseln viele Kinder noch zwischen beiden Händen und probieren aus, sodass man die Händigkeit noch nicht sicher beurteilen kann. Eine deutlichere Bevorzugung einer Hand zeigt sich häufig ab etwa dem dritten bis vierten Lebensjahr, doch endgültig festgelegt ist die Händigkeit oft erst im Vorschul- oder frühen Grundschulalter, also etwa mit fünf bis sieben Jahren. Wichtig ist, das Kind dabei nicht zu beeinflussen, sondern genau zu beobachten, welche Hand es bei verschiedenen Tätigkeiten spontan und bevorzugt einsetzt, etwa beim Malen, Essen, Werfen oder Greifen. Dränge dein Kind keinesfalls zu einer bestimmten Hand und reiche ihm Dinge mittig, damit es selbst wählen kann. Bei Unsicherheit, etwa wenn ein Kind auch im Schulalter noch sehr unentschieden wirkt, kann eine fachliche Händigkeitsabklärung sinnvoll sein. Generell gilt, dass die natürliche Händigkeit eines Kindes respektiert und nicht umgewöhnt werden sollte.

Nein, ein linkshändiges Kind sollte auf keinen Fall auf die rechte Hand umgewöhnt werden. Früher war das leider üblich, doch heute weiß man, dass die Händigkeit tief im Gehirn angelegt ist und eine erzwungene Umschulung dem Kind schaden kann. Eine Umgewöhnung kann zu erheblichen Belastungen führen, etwa zu Konzentrations- und Gedächtnisproblemen, Schwierigkeiten beim Schreiben und Lesen, Unsicherheit, vermindertem Selbstwertgefühl und sogar zu psychischen Belastungen. Die natürliche Händigkeit ist ein wichtiger Teil der Persönlichkeit und der Hirnorganisation eines Kindes und sollte unbedingt respektiert werden. Linkshändigkeit ist völlig normal, etwa jeder zehnte bis siebte Mensch ist Linkshänder, und kein Nachteil und schon gar kein Makel, den man korrigieren müsste. Unterstütze dein linkshändiges Kind also dabei, seine bevorzugte Hand selbstverständlich zu nutzen, und sorge für linkshändergerechte Hilfsmittel, wo es nötig ist. Sollte in der Kita oder Schule jemand versuchen, dein Kind umzugewöhnen, solltest du dem klar widersprechen.

Linkshändige Kinder kommen in einer überwiegend für Rechtshänder gestalteten Welt meist gut zurecht, profitieren aber von einigen speziell für sie gemachten Hilfsmitteln, besonders beim Schreiben, Basteln und Werken. Sehr sinnvoll ist eine Linkshänderschere, denn herkömmliche Scheren sind für die rechte Hand geschnitten und für Linkshänder schwer zu benutzen. Auch spezielle Anspitzer, Lineale oder Stifte mit ergonomischer Griffmulde für Linkshänder können hilfreich sein. Beim Schreibenlernen ist die richtige Sitz- und Blattposition wichtig, das Blatt sollte leicht nach rechts gedreht liegen, und die Lichtquelle sollte idealerweise von rechts kommen, damit die schreibende linke Hand keinen Schatten wirft. Achte darauf, dass dein Kind eine entspannte, nicht verkrampfte Stifthaltung entwickelt. In der Schule ist es hilfreich, wenn die Lehrkraft auf linkshändige Kinder eingeht und ihnen einen geeigneten Sitzplatz gibt. Insgesamt braucht es keine Sonderbehandlung, sondern vor allem die passenden Werkzeuge und das Bewusstsein der Erwachsenen, damit das linkshändige Kind unbeschwert und geschickt agieren kann.

Linkshändigkeit ist weder ein Vor- noch ein Nachteil im eigentlichen Sinne, sondern einfach eine natürliche Variante der menschlichen Händigkeit. Linkshändige Kinder sind genauso begabt, geschickt und leistungsfähig wie rechtshändige, das alte Vorurteil, Linkshändigkeit sei mit Nachteilen oder gar Defiziten verbunden, ist längst widerlegt. Der einzige reale Nachteil liegt darin, dass viele Alltagsgegenstände, Werkzeuge und Abläufe für Rechtshänder gestaltet sind, sodass linkshändige Kinder sich manchmal etwas mehr anpassen oder spezielle Hilfsmittel nutzen müssen. Mit den passenden Werkzeugen und etwas Aufmerksamkeit ist das aber gut auszugleichen. Manchmal wird Linkshändern eine besondere Kreativität nachgesagt, doch wissenschaftlich eindeutig belegt ist ein solcher genereller Vorteil nicht. Wichtig ist vor allem, dass die Linkshändigkeit des Kindes respektiert und positiv begleitet wird, sodass das Kind seine bevorzugte Hand selbstverständlich und mit Selbstvertrauen einsetzen kann. Dann ist Linkshändigkeit einfach ein normaler, unproblematischer Teil der Persönlichkeit deines Kindes.

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