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Sonnenschutz für Kinder: so schützt du empfindliche Kinderhaut

Autor

Lisa

Veröffentlicht

12.06.2014

Aktualisiert

01.07.2026

Sonnenschutz für Kinder: so schützt du empfindliche Kinderhaut

Kinder lieben es, draußen zu sein, und das ist auch gut so. Doch ihre Haut ist viel empfindlicher als die von Erwachsenen, und gerade bei den Kleinsten zählt jeder vermiedene Sonnenbrand. Denn Sonnenschäden in der Kindheit erhöhen das Hautkrebsrisiko im späteren Leben. Die Haut vergisst nichts.

Hier liest du, warum Kinderhaut so schutzbedürftig ist, was für Babys gilt, wie die richtige Schutz-Reihenfolge aussieht und wie du Sonnencreme richtig anwendest.

Warum Kinderhaut besonders empfindlich ist

Die Haut von Kindern ist noch dünn und kann sich nicht so gut selbst schützen wie die von Erwachsenen, denn sie bildet noch wenig vom körpereigenen Farbstoff Melanin, der die Haut vor UV-Strahlung abschirmt. Dadurch reagiert sie empfindlicher und bekommt schneller einen Sonnenbrand. UV-Schäden summieren sich über das ganze Leben, und Hautärzte sehen einen klaren Zusammenhang zwischen Sonnenbränden in der Kindheit und Hautkrebs im Erwachsenenalter. Guter Sonnenschutz von klein auf ist deshalb eine echte Vorsorge.

Hut, Kleidung und Schatten sind der wichtigste Sonnenschutz

Was gilt für Babys?

Für Säuglinge gilt eine strenge Regel: Im ersten Lebensjahr sollten Babys nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden. Statt Sonnencreme zu verwenden, bietest du deinem Baby einen schattigen Platz und ziehst es passend an. Auf Sonnenschutzmittel sollte möglichst verzichtet werden, da sie die empfindliche Babyhaut belasten können. Schatten und Kleidung sind in diesem Alter die beste Wahl.

Die richtige Reihenfolge beim Sonnenschutz

Sonnencreme ist nur ein Baustein, und nicht der erste. Augenärzte und Strahlenschützer empfehlen diese Reihenfolge:

SchrittSchutz
1. Sonne meidenDie starke Mittagssonne meiden, etwa zwischen 11 und 15 Uhr. Der UV-Index hilft einzuschätzen: ab Stufe 3 ist Schutz nötig.
2. Kleidung und SchattenKörperbedeckende, leichte Kleidung, ein Hut mit Nackenschutz und der Aufenthalt im Schatten schützen am besten.
3. AugenschutzEine Sonnenbrille mit hundertprozentigem UV-Schutz (Kennzeichnung UV 400) schützt die empfindlichen Kinderaugen.
4. SonnencremeErst zum Schluss die unbedeckten Hautstellen mit Sonnencreme eincremen.
Die empfohlene Reihenfolge beim Sonnenschutz. Quelle: BfS, Krebsinformationsdienst, BZgA.
Sonnencreme gehört großzügig auf alle unbedeckten Stellen

Sonnencreme richtig anwenden

Bei der Creme ist der Lichtschutzfaktor wichtig, aber ebenso die korrekte Anwendung:

Und nicht vergessen: An heißen Tagen brauchen Kinder viel zu trinken und einen kühlen Kopf, damit es gar nicht erst zu Sonnenstich oder Hitzschlag kommt.

Ist die Haut doch einmal verbrannt, hilft dir der Beitrag Sonnenbrand bei Kindern weiter. Weitere Themen gibt es unter Kinderkrankheiten.

Häufige Fragen zum Sonnenschutz für Kinder

Im ersten Lebensjahr sollten Babys gar nicht in die direkte Sonne und möglichst keine Sonnencreme bekommen, hier zählen Schatten und Kleidung. Ab dem Kleinkindalter gehört Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf alle unbedeckten Stellen.

Für Kinderhaut eignet sich ein hoher bis sehr hoher Lichtschutzfaktor von 50 oder 50+ mit UVA- und UVB-Schutz. Wichtiger als die letzte Zahl ist, die Creme großzügig und rechtzeitig aufzutragen.

Nein. Nachcremen erhält die Schutzwirkung, etwa nach dem Baden oder Schwitzen, es verlängert aber nicht die maximale Zeit, die das Kind insgesamt in der Sonne verbringen darf.

In dieser Reihenfolge: die Mittagssonne zwischen etwa 11 und 15 Uhr meiden, mit Kleidung, Hut, Sonnenbrille und Schatten schützen und erst dann die unbedeckten Stellen eincremen. Der UV-Index hilft einzuschätzen, ab Stufe 3 ist Schutz nötig.

Bei Kleidung auf einen UV-Schutzfaktor von mindestens 30 und den UV-Standard 801 achten, bei der Sonnenbrille auf hundertprozentigen UV-Schutz mit der Kennzeichnung UV 400.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Quellen: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Sonnenschutz-Tipps · Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Sonnencreme richtig anwenden · BZgA / kindergesundheit-info.de: Kinderhaut schützen

Kommentare

Wir cremen mittlerweile schon vor dem Anziehen ein, sonst werden die unbedeckten Stellen immer vergessen. Die empfindlichen Ohren und der Nacken sind bei uns die Sonnenbrand-Klassiker.

Welchen Lichtschutzfaktor nehmt ihr für ganz Kleine? Unser Baby ist neun Monate und ich bin unsicher, ob LSF 30 reicht oder ob es 50 plus sein muss.

dirk_ausm_pott

Für Babys lieber gleich 50 plus und vor allem Schatten und ein Hut, hat uns die Kinderärztin gesagt. Direkte Mittagssonne meiden ist bei den Kleinen das A und O.

Wir setzen auf UV-Schutzkleidung am Strand, das spart Nachcremen und schützt zuverlässig. Nur Gesicht und Hände müssen dann noch eingecremt werden.

Nicht vergessen, regelmäßig nachzucremen, gerade nach dem Baden. Einmal morgens reicht eben nicht, das unterschätzen viele. Schöner, gründlicher Artikel.

sonja_ausm_pott

Danke für die Erinnerung an die Sonnenbrille. Daran denkt kaum jemand bei Kindern, dabei sind ihre Augen so empfindlich. Wird gleich besorgt.


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