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Spielwarenhersteller Haba beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

Veröffentlicht

12.09.2023

Aktualisiert

01.07.2026

Spielwarenhersteller Haba beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

In der Spielwarenbranche gibt es erneut beunruhigende Nachrichten. Nachdem der renommierte Spielwarenhersteller Haba vor kurzem angekündigt hat, seine Marke Jako-o einzustellen, hat das Unternehmen nun Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Dieser Schritt zeigt die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen Haba konfrontiert ist.

Hintergrund der Entscheidung

Geschäftsführer Mario Wilhelm äußerte sich zu der Entscheidung und betonte, dass der Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung für das Unternehmen nicht leicht gefallen sei. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage sei dies jedoch der einzige Weg, um zur früheren Stärke zurückzukehren. Im Gegensatz zu einem regulären Insolvenzverfahren wird bei der Eigenverwaltung kein Insolvenzverwalter eingesetzt. Stattdessen gibt es einen Sachwalter, der das Verfahren begleitet und überwacht. Tobias Sorg von der Kanzlei dmp solutions wird diese Rolle übernehmen. Trotz der Insolvenz wird die Geschäftsführung von Haba im Amt bleiben und den Geschäftsbetrieb „wie gewohnt fortsetzen“.

Umfassende Umstrukturierung und wirtschaftliche Herausforderungen

Die Haba Familygroup befindet sich derzeit in der größten Umstrukturierung ihrer über 85-jährigen Geschichte. Neben der Neuaufstellung der Führungsriege hat das Unternehmen auch einen umfangreichen Stellenabbau angekündigt. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die durch die Auswirkungen der Covid-Pandemie verstärkt wurden, haben das Unternehmen stark getroffen. Obwohl Haba in der Vergangenheit ehrgeizige Expansionspläne hatte und den Umsatz von 360 Millionen Euro auf 500 Millionen Euro steigern wollte, mussten diese Ziele revidiert werden.

Zukunftsaussichten

Die aktuellen Entwicklungen werfen Fragen über die Zukunft von Haba und die gesamte Spielwarenbranche auf. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Insolvenz in Eigenverwaltung auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter auswirken wird und welche Schritte unternommen werden, um die Marke wieder auf Kurs zu bringen. Es ist zu hoffen, dass trotz der aktuellen Herausforderungen Lösungen gefunden werden, die sowohl für das Unternehmen als auch für die vielen Fans seiner Produkte von Vorteil sind.

Kommentare

Haba in der Insolvenz, das tut richtig weh. Die Holzspielsachen waren immer so wertig und nachhaltig. Bei uns stehen noch die Klötze aus meiner eigenen Kindheit.

Schade, dass es gerade die qualitativ hochwertigen Hersteller trifft. Holzspielzeug ist eben teurer in der Produktion und die Leute greifen beim Sparen zuerst dort.

Ich hoffe sehr, dass die Marke erhalten bleibt. Die Spiele von Haba sind pädagogisch durchdacht und halten ewig. Sowas findet man heute selten.

Antwort: Das hoffe ich auch. Eigenverwaltung heißt ja, dass weitergewirtschaftet wird. Drücken wir die Daumen, dass die Sanierung klappt.

Traurige Entwicklung in der ganzen Spielwarenbranche dieses Jahr. Erst die Hiobsbotschaften bei den Großen, jetzt Haba. Die Krise ist überall spürbar.


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