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Wachstumsschmerzen bei Kindern: was hilft und was dahintersteckt

Autor

Lisa

Veröffentlicht

30.08.2013

Aktualisiert

30.06.2026

Wachstumsschmerzen bei Kindern: was hilft und was dahintersteckt

Dein Kind weint abends oder wacht nachts auf und klagt über ziehende Schmerzen in den Beinen, doch am nächsten Morgen rennt es wieder völlig beschwerdefrei herum. Dieses Muster ist typisch für Wachstumsschmerzen, die rund ein Drittel aller Kinder im Lauf der Jahre erleben. So unangenehm sie nachts sind, sie sind harmlos.

Trotzdem ist es gut zu wissen, woran du echte Wachstumsschmerzen erkennst, was deinem Kind hilft und bei welchen Anzeichen etwas anderes dahinterstecken könnte. Genau darum geht es hier.

Woran erkenne ich Wachstumsschmerzen?

Wachstumsschmerzen haben ein sehr typisches Muster, an dem du sie meist gut erkennst:

Betroffen sind vor allem Kinder zwischen etwa zwei und zwölf Jahren. Der Name ist übrigens etwas irreführend, denn ein direkter Zusammenhang mit Wachstumsschüben ist nicht eindeutig belegt.

Eine sanfte Massage lindert Wachstumsschmerzen

Was hilft gegen Wachstumsschmerzen?

Eine Behandlung im eigentlichen Sinn brauchen Wachstumsschmerzen nicht, du kannst deinem Kind die Nächte aber deutlich erleichtern. Ein schönes Detail: Dass eine Berührung der schmerzenden Stelle als angenehm empfunden wird, ist sogar ein Unterscheidungsmerkmal zu ernsteren Ursachen, bei denen Berührung eher wehtut.

Wärme am Bein hilft vielen Kindern in der Nacht

Wann steckt etwas anderes dahinter?

Weil Wachstumsschmerzen eine Ausschlussdiagnose sind, ist es wichtig, andere Ursachen im Blick zu behalten. Lass dein Kind ärztlich untersuchen, wenn eines dieser Warnzeichen auftritt, denn sie sprechen gegen harmlose Wachstumsschmerzen:

Als Faustregel gilt: Halten die Beschwerden über ein bis zwei Wochen an oder treten Warnzeichen auf, gehört dein Kind in die Praxis. Eine Übersicht weiterer Themen findest du unter Kinderkrankheiten.

Häufige Fragen zu Wachstumsschmerzen

Harmlose, meist beidseitige Schmerzen in den Beinmuskeln, vor allem in Waden, Kniekehlen und Schienbeinen. Sie treten abends und nachts auf, tagsüber ist das Kind beschwerdefrei. Etwa ein Drittel der Kinder ist im Lauf der Jahre betroffen.

Eine sanfte Massage der Beine, Wärme durch eine Wärmflasche und Zuwendung. Dass eine Berührung als angenehm empfunden wird, ist typisch. Bei starken Beschwerden kann nach Rücksprache ein leichtes Schmerzmittel helfen.

Nein, sie sind harmlos. Wichtig ist aber, dass es sich um eine Ausschlussdiagnose handelt: Bei untypischen Zeichen müssen ernstere Ursachen ärztlich ausgeschlossen werden.

Bei einseitigen Schmerzen, Schwellung, Rötung oder Überwärmung, bei Schmerzen am Tag oder Hinken sowie bei Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust oder anhaltender Müdigkeit. Auch wenn die Beschwerden über ein bis zwei Wochen anhalten.

Der Name legt das nahe, ein direkter Zusammenhang mit Wachstumsschüben ist aber nicht eindeutig belegt. Sicher ist nur das typische Muster: abends und nachts, beidseitig, tagsüber beschwerdefrei.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei untypischen oder anhaltenden Beinschmerzen wende dich an die Kinderarztpraxis.

Quellen: kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ): Wachstumsschmerzen sind eine Ausschlussdiagnose · BZgA / kindergesundheit-info.de: Körperliche Beschwerden

Kommentare

Devi Zimmermann

Danke Lisa für diese Beitrag, es hat mir viel geholfen

Florian Farber

Mein Sohn hat momentan Wachstumsschmerzen. Interessant zu erfahren war, dass Massagen gegen die Schmerzen helfen können. Vielleicht kann ich meinem Sohn einen Termin bei der Physiotherapie engagieren.


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