Ein lauer Sommerabend, und am nächsten Morgen ist das Kind übersät mit dicken, juckenden Quaddeln. Mückenstiche sind bei Kindern meist harmlos, aber der Juckreiz macht sie verrückt, und durch Kratzen kann sich der Stich entzünden. Gut, wenn du weißt, was wirklich hilft und worauf du achten musst.
Hier liest du, was den Juckreiz lindert, warum dein Kind nicht kratzen sollte, wann ein Stich ärztlich abgeklärt gehört und wie du Stiche von vornherein vermeidest.
Kurz gesagt
Mückenstiche sind bei Kindern meist harmlos, jucken aber stark. Am besten hilft Kühlen, etwa mit einem kühlen Umschlag oder Coolpack (nicht Eis direkt auf die Haut), dazu juckreizstillende Gele aus der Apotheke. Wichtig ist, das Kind nicht kratzen zu lassen und die Fingernägel kurz zu halten, denn aufgekratzte Stiche können sich entzünden. Zum Arzt solltest du bei Anzeichen einer Entzündung, bei einer starken allergischen Reaktion und sofort bei Atemnot oder Schwellung im Mund- und Rachenraum. Babys schützt ein Moskitonetz am zuverlässigsten.
Was hilft gegen den Juckreiz?
Gegen den Juckreiz und die Schwellung helfen einfache Mittel:
- Kühlen
Ein kühler, feuchter Umschlag oder ein in ein Tuch gewickeltes Coolpack lindern Juckreiz und Schwellung. Kein Eis direkt auf die Haut legen. - Juckreizstillende Gele
Kühlende, juckreizstillende Gele aus der Apotheke beruhigen die Haut. Lass dich dort beraten, was für das Alter deines Kindes geeignet ist. - Nicht kratzen lassen
Aufgekratzte Stiche sind die häufigste Ursache für Entzündungen. Lenke dein Kind ab und halte die Fingernägel kurz, damit es sich beim Kratzen nicht verletzt. - Stich beobachten
Eine gewisse Rötung und Schwellung sind normal. Beobachte den Stich, damit du eine beginnende Entzündung rechtzeitig erkennst.
Sogenannte Stichheiler, die den Stich kurz erhitzen, werden von manchen als hilfreich empfunden. Eine durch die genannten amtlichen Quellen gesicherte Wirkung gibt es dafür aber nicht, und bei kleinen Kindern ist Vorsicht geboten, um die Haut nicht zu reizen.

Wann zum Arzt?
Die meisten Stiche heilen problemlos ab. In diesen Fällen solltest du ärztlichen Rat suchen:
- Sofort bei Atemnot
Bekommt dein Kind nach einem Stich Atemnot oder das Gefühl, der Hals schwelle zu, ist das ein Notfall. Ruf sofort den Notruf an. - Stich im Mund oder Rachen
Ein Stich im Mund- oder Rachenraum kann die Atemwege zuschwellen lassen und gehört umgehend ärztlich versorgt. - Anzeichen einer Entzündung
Wenn die Rötung Tage nach dem Stich zunimmt, die Stelle überwärmt und schmerzhaft wird oder Fieber dazukommt, kann sich der Stich entzündet haben. - Starke allergische Reaktion
Bei ausgedehnter Nesselsucht, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit oder Erbrechen nach einem Stich ärztliche Hilfe holen.

Wie beuge ich Mückenstichen vor?
Vorbeugen ist besser als jeder Juckreiz. Für Babys ist ein feines Moskitonetz über Bett oder Kinderwagen die sicherste und schonendste Methode, ganz ohne Mittel auf der Haut. Helle, körperbedeckende Kleidung schützt zusätzlich, und Fliegengitter an den Fenstern halten Mücken aus dem Kinderzimmer. Insektenschutzmittel zum Auftragen können helfen, wirken aber nur zeitlich begrenzt und nicht hundertprozentig. Achte beim Kauf unbedingt auf die Altersangabe des Herstellers und lass dich in der Apotheke beraten, welches Mittel für dein Kind geeignet ist. Und ein einfacher Tipp: Beseitige stehendes Wasser im Garten, etwa in Regentonnen, Gießkannen oder Untersetzern, denn dort vermehren sich Mücken.
Zecken übertragen anders als Mücken Krankheiten und werden separat behandelt, mehr dazu im Beitrag Zeckenimpfung und Zeckenschutz. Weitere Themen gibt es unter Kinderkrankheiten.
Häufige Fragen zu Mückenstichen bei Kindern
Kühlen mit einem feuchten Umschlag oder einem in ein Tuch gewickelten Coolpack lindert Juckreiz und Schwellung am besten. Ergänzend helfen juckreizstillende Gele aus der Apotheke. Wichtig ist, das Kind nicht kratzen zu lassen.
Weil aufgekratzte Stiche die häufigste Ursache für Entzündungen sind. Durch die offene Haut können Bakterien eindringen. Halte die Fingernägel kurz und lenke dein Kind vom Kratzen ab.
Sofort bei Atemnot oder dem Gefühl, der Hals schwelle zu, sowie bei einem Stich im Mund- oder Rachenraum. Außerdem bei Anzeichen einer Entzündung (zunehmende Rötung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) und bei einer starken allergischen Reaktion.
Für Babys ist ein feines Moskitonetz über Bett oder Kinderwagen die sicherste Methode, ganz ohne Mittel auf der Haut. Dazu helfen helle, bedeckende Kleidung und Fliegengitter. Insektenschutzmittel nur nach Altersangabe des Herstellers und nach Beratung.
Manche empfinden die kurz erhitzenden Stichheiler als hilfreich, eine durch amtliche Quellen gesicherte Wirkung gibt es aber nicht. Bei kleinen Kindern ist Vorsicht geboten, um die empfindliche Haut nicht zu reizen. Kühlen ist die verlässlichere Wahl.
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Atemnot oder Schwellung im Mund- und Rachenraum nach einem Stich sofort den Notruf wählen.
Quellen: kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ): Insektenstiche – Sofortmaßnahmen · kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ): Insektengiftallergie vorbeugen · BZgA / kindergesundheit-info.de: Schutz vor Stichen (Zeckenschutz)
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