Sobald es nach draußen geht, ins Gras, an den Waldrand, auf die Wiese, kommen Zecken ins Spiel. Viele Eltern fragen sich dann: Brauchen wir die Zeckenimpfung? Die wichtigste Antwort vorweg: Diese Impfung schützt nur gegen eine von zwei Krankheiten, die Zecken übertragen, und ist nicht für jedes Kind nötig.
Hier liest du, was die Zeckenimpfung genau leistet, wann sie sinnvoll ist, ab welchem Alter sie möglich ist und wie du dein Kind ganz ohne Impfung vor Zecken schützt.
Kurz gesagt
Die Zeckenimpfung schützt ausschließlich gegen FSME, eine durch Viren ausgelöste Hirnhautentzündung. Sie schützt nicht gegen Borreliose, die häufigste Zeckenkrankheit, die aber gut mit Antibiotika behandelbar ist. Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung für Kinder, die in Risikogebieten leben oder dorthin reisen und Zecken ausgesetzt sind. Möglich ist sie mit speziellem Kinderimpfstoff ab dem ersten Geburtstag. Den besten Allround-Schutz bietet konsequenter Zeckenschutz und das rasche, richtige Entfernen jeder Zecke.
FSME oder Borreliose? Der wichtige Unterschied
Zecken können zwei sehr unterschiedliche Krankheiten übertragen, und die Zeckenimpfung deckt nur eine davon ab:
| FSME | Borreliose | |
|---|---|---|
| Erreger | Viren | Bakterien |
| Impfung | Ja, das ist die Zeckenimpfung | Nein, es gibt keine Impfung |
| Behandlung | Keine ursächliche, nur Symptome | Gut mit Antibiotika behandelbar |
| Vorkommen | Vor allem in Risikogebieten | In ganz Deutschland |
Das heißt: Gegen die häufigere Borreliose kann man nicht impfen, sie lässt sich aber im Fall einer Infektion gut mit Antibiotika behandeln. Gerade deshalb ist es so wichtig, Zecken schnell und richtig zu entfernen.

Wann ist die FSME-Impfung sinnvoll?
FSME kommt nicht überall vor, sondern vor allem in ausgewiesenen Risikogebieten. Diese liegen schwerpunktmäßig in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen, im südöstlichen Brandenburg und im östlichen Sachsen-Anhalt, vereinzelt auch in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Das Robert Koch-Institut aktualisiert die Liste jedes Jahr und veröffentlicht jeweils im Frühjahr eine neue Karte, zuletzt waren 185 Landkreise als Risikogebiet ausgewiesen (Stand 2026). Die STIKO empfiehlt die Impfung für Kinder, die in einem solchen Gebiet leben oder dorthin reisen und dabei Zecken ausgesetzt sind, etwa beim Spielen, Wandern oder Zelten. Ob euer Wohnort oder Urlaubsziel dazugehört, zeigt die aktuelle Karte des RKI.
Die Impfung wird in drei Dosen aufgebaut. Nach den ersten beiden Dosen besteht für die laufende Saison bereits ein guter Schutz, die dritte Dosis sorgt für den langfristigen Schutz. Später sind Auffrischungen nötig. Mit einem speziellen Kinderimpfstoff ist die Impfung ab dem ersten Geburtstag möglich. Bei sehr kleinen Kindern wägen Eltern und Praxis Nutzen und Risiko gemeinsam ab.

Zeckenschutz: was immer hilft
Unabhängig von der Impfung ist guter Zeckenschutz für alle Kinder sinnvoll, denn er beugt auch der Borreliose vor:
- Richtig anziehen
Im Freien feste Schuhe, lange, helle Kleidung und die Socken über die Hose ziehen. Auf heller Kleidung sind Zecken leichter zu entdecken. - Danach absuchen
Nach dem Aufenthalt im Grünen den ganzen Körper gründlich absuchen, besonders Kopf und Haaransatz, Achseln, Leisten und Kniekehlen. - Zecken schnell entfernen
Eine Zecke möglichst rasch mit Pinzette oder Zeckenzange dicht über der Haut fassen und mit gleichmäßigem Zug gerade herausziehen. Je schneller, desto geringer das Borreliose-Risiko. - Keine Hausmittel
Niemals Öl, Klebstoff oder Nagellack auf die Zecke geben und sie nicht quetschen, das erhöht das Infektionsrisiko. Die Stelle danach desinfizieren und beobachten.
Bildet sich nach einem Zeckenstich eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle (Wanderröte) oder fühlt sich dein Kind krank, geh zur Kinderärztin oder zum Kinderarzt, das können Anzeichen einer Borreliose sein.
Einen Gesamtüberblick zum Thema Impfen findest du im Beitrag Kinder impfen. Weitere Themen gibt es unter Kinderkrankheiten.
Häufige Fragen zur Zeckenimpfung
Nein. Die Zeckenimpfung schützt nur gegen FSME, eine durch Viren ausgelöste Hirnhautentzündung. Gegen Borreliose, die häufigere bakterielle Zeckenkrankheit, gibt es keine Impfung, sie ist aber gut mit Antibiotika behandelbar.
Nein. Die STIKO empfiehlt sie für Kinder, die in einem FSME-Risikogebiet leben oder dorthin reisen und Zecken ausgesetzt sind. Ob dein Wohnort dazugehört, zeigt die jährlich aktualisierte Karte des Robert Koch-Instituts.
Mit einem speziellen Kinderimpfstoff ist sie ab dem ersten Geburtstag möglich. Bei sehr kleinen Kindern wägen Eltern und Praxis Nutzen und Risiko gemeinsam ab.
Die Zecke möglichst schnell mit Pinzette oder Zeckenzange dicht über der Haut fassen und mit gleichmäßigem Zug gerade herausziehen. Keine Hausmittel wie Öl oder Klebstoff verwenden und die Zecke nicht quetschen. Danach die Stelle desinfizieren und beobachten.
Ein typisches Zeichen ist die Wanderröte, eine ringförmige Rötung, die sich um die Einstichstelle ausbreitet. Auch grippeähnliche Beschwerden können auftreten. In dem Fall solltest du die Kinderarztpraxis aufsuchen, Borreliose lässt sich gut mit Antibiotika behandeln.
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ob die FSME-Impfung für dein Kind sinnvoll ist, besprichst du in der Kinderarztpraxis.
Quellen: RKI: FSME (Risikogebiete und Karte) · BZgA / infektionsschutz.de: FSME-Impfung bei Kindern · BZgA / kindergesundheit-info.de: Zeckenschutz
Regina
Ich bin selbst Mutter einer fast einjährigen Tochter, welche sehr aufgeweckt ist. Wir sind auch viel draußen und sie spielt sehr gerne im Gras! Ich habe mich dazu entschieden, sie gegen alles impfen zu lassen, somit auch gegen Zecken und FSMI.
Mein Arzt hat zu mir gesagt, dass die Krankheiten ausgerottet sind, weil man impft und wenn die Impfungen nicht mehr gemacht werden, wird die Immunität schwächer und die Krankheiten kommen wieder.
Ich selbst wurde auch als Kleinkind gegen alles geimpft, habe alles sehr gut vertragen und hatte nie irgendwelche Krankheiten und das möchte ich meiner Tochter auch ermöglichen!
Lisa
Hallo Regina, danke für deine Erfahrungen!
Ich habe allgemein oft festgestellt, dass man bei seinen Kindern dazu neigt, ähnlich wie die Eltern zu erziehen auch was die Gesundheit betrifft. Sofern man damit gute Erfahrungen gemacht hat gibt das denke ich einfach immer ein Stückchen Sicherheit. Zum Thema Ausrottung aber kurz: FMSE ist ja keine von Kind zu Kind übertragbare Krankheit. Da hat der Mensch durch eine eigene Impfung keinen Einfluss auf die Ausrottung eines solchen Virus, oder?
Erika
Es gibt überraschenderweise nicht nur Zehntausende von Erwachsenen, die an MS erkrankt sind, sondern inzwischen auch Tausende von Kindern mit MS (Autismus und anderen neurologischen Erkrankungen, die sich alle sehr ähnlich sind). Natürlich wird ein Impfschaden normalerweise nur ungern und deshalb sehr selten überhaupt von einem Arzt diagnostiziert, der eine Impfung vorgenommen hat, weil er natürlich keine Schuld an einer Erkrankung tragen will. Aus diesem Grund werden auch viele Impfschäden vom Arzt erst sehr spät gemeldet und überhaupt erst dann, wenn die Krankheitssymptome des Kindes so gravierend geworden sind, dass der Arzt überhaupt keine andere Wahl mehr hat als eine „Erkrankung“ des Kindes zu „erkennen. Da meistens also bereits eine Zeitlang seit der Impfung des vorher vollkommen gesunden Kindes verstreicht, kann der Zusammenhang mit einer vorhergehenden Impfung vertuscht werden. Dies liegt sowohl im Interesse der Ärzte wie auch im Interesse der Pharmabranche, denn beide erzielen einen hohen Gewinn durch die Impfungen. Die entsprechenden wissenschaftlichen Studien werden von den Pharmaunternehmen finanziert und sind nicht unabhängig. Alle Mitarbeiter der staatlichen Gesundheitsbehörden haben bereits für die Pharmabranche gearbeitet oder verdienen dort Honorare für Vorträge und ähnliches.
Das bedeutet, dass es überhaupt keine unabhängigen Wissenschaftler in diesem Bereich gibt. Die Ärzte erhalten während eines Medizinstudiums nur eine Einführung in die herrschende Lehrmeinun der Immunologie, können also selbst die Wirksamkeit von impfungen nicht beurteilen.
Impfungen werden häufig mit Lebendimpfstoff verabreicht, wobei durch diesen Impfstoff dann auch Personen angesteckt werden können, die mit dem Impflinge in Kontakt kommen. Lange Zeit gab es die ansteckende Polio-Schluckimpfung. (Die Ärzte geben selbst zu, dass alle Kinder, die in diesen Impfjahren an Lähmungserscheinungen erkrankten, an einer Impfpolio erkrankt sind!) Ab1998 wurde deshalb nur noch die Sorutzimpfungin Deutschland angewandt. Überall in der ganzen Welt wird Lebendimpfstoff für die Impfkampagnen verwendet und deshalb brechen überall wieder Polioepidemien aus. Dies hat die WHO öffentlich zugegeben und trotzdem wird immer weiter geimpft.
Hier sind Urteile über anerkannte Imfschäden:
http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-forum/index.php?w3pid=msforum&kategorie=forum&tnr=8&mnr=145908
Eltern, die ihre Kinder lieben (und die sich an den Kinder-IImpfungen auch selbst anstecken und erkranken können) sollten mal darüber nachdenken, ob das Geld die Welt regiert oder nicht.
Und dann recherchieren Sie selbst, ob es stimmt, was ich schreibe.
Lisa
Hallo Erika,
vielen Dank für deine Sicht der Dinge. Tatsächlich habe ich bereits einige Artikel pro und kontra gelesen, finde häufig beide Seiten sehr plausibel und nachvollziehbar. Ich selbst hadere immer mit dem Problem, das man ja nunmal fachlich als Laie einfach zu wenig Ahnung hat (wenn selbst Mediziner scheinbar nicht immer komplett aufgeklärt sind?!). Ich möchte einfach auch nicht an eine Welt glauben, in der Geld tatsächlich so viel Macht haben kann, dass man zulässt (wie auch immer) das Menschen durch eine scheinbare Schutzimpfung sterben. Ich möchte daran glauben, dass diese Schutzimpfungen zu unserem Wohl und dem vieler anderer sind. Wobei ich sicher bin, das es natürlich immer wieder Impfschäden gibt. Ich erhoffe mir nur, dass der „Kosten-/Nutzen-Faktor“ nuneinmal überwiegt…
Deshalb wäge ich selbst sehr sorgfältig ab, impfe meine Kinder nicht gegen sämtliche Erreger und Krankheiten, jedoch gegen einige, die ich persönlich(!) als wichtig empfinde.