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Ein zweites Kind? Ja oder Nein?

Autor

Lisa

Veröffentlicht

28.08.2013

Aktualisiert

01.07.2026

Ein zweites Kind? Ja oder Nein?

Nicht immer ist die erste Schwangerschaft absolut geplant. Der Großteil aller Paare aber entscheidet sich ganz bewusst für ein Baby. Gerade finanzielle Sicherheit durch einen festen Job des Mannes und ein passender Augenblick auch in der beruflichen Karriere der Frau sind häufig ausschlaggebend für den Kinderwunsch. Manche Paare entscheiden sich bereits in jungen Jahren für die Familie, andere hingegen schaffen sich erst ein gewisses Eigentum wie Haus oder Wohnung oder genießen erst einmal das Leben zu zweit, reisen und nutzen die Unabhängigkeit.

Aus Drei macht Vier? Ja oder Nein?

Häufig verändert ein einzelnes Kind das Leben eines Paares noch nicht besonders stark. Für ein Kind lässt sich noch ohne großen Aufwand eine Betreuung finden, um auch als Paar oder einzelne Person noch viel Freiraum zu haben. Laut einer Studie des Staatsinstituts für Familienforschung (ifb) in Bamberg ist die Konstellation „Vater, Mutter und zwei Kinder“ aber jene, in der Familien sich am wohlsten fühlen. Mit der Geburt eines zweiten Kindes wird aus einem Paar mit Kind die typisch deutsche Familie.

Was sich für die Eltern mit dem zweiten Kind verändert

  • Die Betreuung für zwei Kinder gestaltet sich deutlich schwieriger
  • neue Konfliktsituationen wie Neid und Eifersucht zwischen den Geschwistern treten auf
  • das erste Kind muss seine Eltern von nun an teilen
  • natürlich wird nun auch mehr Platz für die Familie benötigt

Die Geburt eines zweiten Kindes bringt auch positive Seiten mit sich. Neben der Freude, einem Kind das Leben zu schenken, profitieren die Kinder auf vielfältige Weise von Geschwistern. Besonders haben sie jetzt oft jemanden zum Spielen, was die Eltern oft entlastet.

Der ideale Altersunterschied bei einem zweiten Kind

Tatsächlich existiert dieser sagenumwobene perfekte Altersabstand für Geschwister nicht. Geschwister, ähnlichen Alters finden natürlich häufig einen besseren Zugang zueinander als Kinder, zwischen denen einige Jahre liegen. Sie profitieren vom kleinen Abstand, weil sie einen Spielgefährten ihres Alters haben. Eltern haben dann aber häufig sehr schwierige Entwicklungsphasen beider Kinder auf einmal und fühlen sich nicht selten überfordert. Eine Schwangerschaft beispielsweise während das Erstgeborene noch nicht laufen kann ist äußerst beschwerlich. Hingegen haben Eltern von Kindern mit größerem Altersunterschied den Vorteil, dass dieses oftmals schon aus den anstrengenden Entwicklungsphasen heraus gewachsen ist, ein wenig helfen kann und vor allem ein wesentlich größeres Verständnis aufbringt als ein Kleinkind.

Letzten Endes bleibt die Entscheidung für den idealen Augenblick eine Bauchentscheidung.

Familienplanung: Wollen wir ein zweites Kind?

Auch für die zweite Schwangerschaft Zeit nehmen

Hat man sich mit einem klarem Ja für ein zweites Kind entschieden, so erleben Mütter das Eintreten der Schwangerschaft ähnlich aufgeregt. Unsicherheiten aus der ersten Schwangerschaft aber sind jetzt weniger vorhanden, die Geburt ist kein beängstigendes Mysterium mehr. Frauen erleben die zweite Schwangerschaft oft wesentlich entspannter und ein wenig weniger intensiv, denn nicht immer bleibt einem neben dem ersten Kind tatsächlich die Zeit um in sich zu hören. Man sollte nicht vergessen, sich gesund zu ernähren, sich trotz Familienalltag ausreichend zu bewegen und sich Zeit für sich zu nehmen. Es ist wichtig, ganz bewusst auch für das zweite Kind schon während der Schwangerschaft zweisame Momente zu schaffen. Ein Geburtsvorbereitungskurs für Zweitgebärende ist hier ideal. Häufig werden in diesem viele hilfreiche Tipps zur Alltagsgestaltung nach der Geburt des zweiten Kindes auf Geschwister gegeben oder Erlebnisse der ersten Schwangerschaft und Geburt besprochen.

Kommentare

Diese Frage hat uns zwei Jahre beschäftigt. Am Ende war das Bauchgefühl entscheidender als jede Pro-und-Contra-Liste. Heute sind wir froh, dass wir uns getraut haben.

Ehrlicher Artikel, danke. Der finanzielle Aspekt wird oft kleingeredet, dabei macht ein zweites Kind im Budget schon einen großen Unterschied.

Mich plagt vor allem die Sorge, ob ich genug Liebe für ein zweites haben werde. Habt ihr das auch gehabt und wie war es dann wirklich?

Diese Angst hatte ich auch und sie war komplett unbegründet. Das Herz wird einfach größer, das kann man vorher nicht glauben, aber so ist es. Mach dir keinen Kopf.

single_mum_anke

Bei uns hat sich die Frage durch eine Trennung erledigt. Manchmal entscheidet das Leben für einen. Trotzdem ein guter Denkanstoß für alle, die noch mitten in der Überlegung sind.

yvonne.pusteblume

Wir haben uns bewusst für ein Einzelkind entschieden und stehen dazu. Schön, dass der Artikel beide Seiten gelten lässt und nicht in die übliche Kerbe haut.


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