Die heiße Stirn, die glasigen Augen, das Thermometer zeigt fast 39 Grad, und schon macht sich die Sorge breit. Fieber bei Kindern verunsichert viele Eltern, dabei ist es in den allermeisten Fällen kein Feind, sondern ein Verbündeter. Die entscheidende Einordnung, die dir viel Angst nimmt, kommt gleich zu Beginn.
Denn Fieber ist keine Krankheit, sondern eine sinnvolle, natürliche Abwehrreaktion des Körpers, mit der er gegen Krankheitserreger ankämpft. Es ist ein Zeichen, dass das Immunsystem arbeitet. Wichtiger als die Zahl auf dem Thermometer ist deshalb der Allgemeinzustand deines Kindes.
Fieber ist nicht der Feind, sondern ein Zeichen, dass die Abwehr arbeitet. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern wie es deinem Kind insgesamt geht.
Ab wann es Fieber ist
Die Körpertemperatur schwankt, doch es gibt übliche Orientierungswerte, gemessen im Po, was bei kleinen Kindern am genauesten ist:
- Erhöhte Temperatur: meist ab etwa 37,5 Grad.
- Fieber: in der Regel ab etwa 38,5 Grad.
- Hohes Fieber: Werte um 39 Grad und darüber.
- Entscheidend: nicht die Zahl, sondern ob dein Kind trinkt, zwischendurch ansprechbar ist oder sehr schlapp wirkt.

Was deinem Kind guttut
Bei Fieber braucht dein Kind vor allem Ruhe, Zuwendung und ausreichend Flüssigkeit. Das Wichtigste ist, dass es genug trinkt, denn durch das Fieber verliert der Körper vermehrt Flüssigkeit, biete regelmäßig Wasser oder Tee an, auch in kleinen Schlucken. Lass dein Kind ruhen und dräng es nicht zum Essen. Kleide es nicht zu warm und decke es nicht zu dick zu, damit der Körper Wärme abgeben kann, aber lass es nicht auskühlen. Nicht jedes Fieber muss gesenkt werden, denn es ist eine sinnvolle Abwehrreaktion. Fiebersenkende Mittel in kindgerechter Form helfen vor allem, wenn dein Kind deutlich leidet, Schmerzen hat oder sehr unruhig ist, und solltest du nur altersgerecht und in Absprache mit der Kinderärztin oder Apotheke geben. Begleitet Fieber eine Erkältung, hilft der Beitrag dazu, wie du eine Erkältung begleiten kannst.

Wann du zum Arzt solltest
Bei Säuglingen, besonders in den ersten drei Lebensmonaten, ist Fieber immer ein Grund, rasch ärztlichen Rat zu suchen. Auch sonst solltest du zur Kinderärztin, wenn das Fieber sehr hoch ist, mehrere Tage anhält oder immer wiederkommt, oder wenn dein Kind trotz gesenktem Fieber sehr krank wirkt. Dringende Warnzeichen, bei denen du sofort handeln oder den Notruf wählen solltest, sind ein stark beeinträchtigter Allgemeinzustand, auffällige Schläfrigkeit oder schwere Erweckbarkeit, Atemprobleme, ein steifer Nacken, ein Hautausschlag, der sich auf Druck nicht wegdrücken lässt, ein Krampfanfall, anhaltendes Erbrechen oder Zeichen von Austrocknung. Ein Fieberkrampf wirkt sehr beängstigend, der Beitrag dazu, wie du einen Fieberkrampf einordnen kannst, hilft, ruhig zu bleiben. Auch wenn du einfach unsicher bist, ist es immer richtig, nachzufragen. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.
Ein fieberndes Kind im Arm zu halten, macht jedem Elternteil Sorgen, doch in den allermeisten Fällen ist das Fieber ein Zeichen dafür, dass der kleine Körper seine Arbeit tut. Wenn du für Ruhe, Flüssigkeit und Nähe sorgst, auf das Wohlbefinden statt nur auf die Zahl schaust und die wenigen ernsten Warnzeichen kennst, begleitest du dein Kind sicher durch die Fieberzeit, bis es bald wieder fit ist.
Quellen: Kindergesundheit-Info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) · Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (kinderaerzte-im-netz.de)
Häufige Fragen zu Fieber bei Kindern
Die Körpertemperatur von Kindern schwankt im Tagesverlauf und ist nicht bei jedem Kind exakt gleich, doch es gibt übliche Orientierungswerte. Von erhöhter Temperatur spricht man bei Kindern meist ab etwa 37,5 Grad, von Fieber in der Regel ab etwa 38,5 Grad, gemessen im Po, was bei kleinen Kindern als am genauesten gilt. Werte um 39 Grad und darüber gelten als hohes Fieber. Diese Grenzen sind Anhaltspunkte und können je nach Quelle leicht variieren. Wichtiger als die genaue Zahl auf dem Thermometer ist jedoch der Allgemeinzustand des Kindes, also wie es ihm insgesamt geht, ob es trinkt, ob es trotz Fieber zwischendurch noch aktiv und ansprechbar ist oder ob es sehr schlapp und beeinträchtigt wirkt. Fieber an sich ist keine Krankheit, sondern eine sinnvolle, natürliche Abwehrreaktion des Körpers, mit der er gegen Krankheitserreger ankämpft. Es ist also nicht der Feind, sondern ein Zeichen, dass das Immunsystem arbeitet. Zum genauen Messen eignet sich ein Fieberthermometer, und die Messung im Po liefert bei Säuglingen und kleinen Kindern die zuverlässigsten Werte.
Bei Fieber braucht ein Kind vor allem Ruhe, Zuwendung und ausreichend Flüssigkeit. Das Wichtigste ist, dass dein Kind genug trinkt, denn durch das Fieber verliert der Körper vermehrt Flüssigkeit, biete also regelmäßig Wasser oder ungesüßten Tee an, auch in kleinen Schlucken. Lass dein Kind sich ausruhen und dräng es nicht zum Essen, wenn es keinen Appetit hat. Kleide es nicht zu warm und decke es nicht zu dick zu, damit der Körper Wärme abgeben kann, aber lass es auch nicht auskühlen. Sorge für eine angenehme Raumtemperatur und frische Luft. Bei hohem Fieber, wenn das Kind deutlich leidet, Schmerzen hat oder sehr unruhig ist, können fiebersenkende Mittel in kindgerechter Form und Dosierung helfen, die du in Absprache mit der Kinderärztin oder Apotheke und nur altersgerecht geben solltest. Nicht jedes Fieber muss zwingend gesenkt werden, denn es ist eine sinnvolle Abwehrreaktion, entscheidend ist das Wohlbefinden des Kindes. Sogenannte Wadenwickel können bei größeren Kindern unterstützend wirken, sollten aber nur bei warmen Beinen und nicht bei Schüttelfrost angewandt werden. Vor allem aber braucht dein Kind viel Nähe und Geborgenheit. Beobachte es aufmerksam und hole bei Warnzeichen ärztlichen Rat.
Auch wenn Fieber meist eine harmlose Begleiterscheinung von Infekten ist, gibt es Situationen, in denen du ärztlichen Rat einholen oder dringend handeln solltest. Bei Säuglingen, besonders in den ersten drei Lebensmonaten, ist Fieber immer ein Grund, rasch ärztlichen Rat zu suchen, da kleine Babys schnell ernster erkranken können. Auch sonst solltest du zur Kinderärztin gehen, wenn das Fieber sehr hoch ist, mehrere Tage anhält, immer wieder kommt, oder wenn dein Kind trotz gesenktem Fieber sehr krank wirkt. Dringende Warnzeichen, bei denen du sofort ärztliche Hilfe oder den Notruf in Anspruch nehmen solltest, sind etwa ein stark beeinträchtigter Allgemeinzustand, auffällige Schläfrigkeit, Teilnahmslosigkeit oder schwere Erweckbarkeit, Atemprobleme, ein steifer Nacken, ein Hautausschlag, der sich auf Druck nicht wegdrücken lässt, ein Krampfanfall, anhaltendes Erbrechen, Zeichen von Austrocknung wie trockene Lippen und fehlende Tränen, oder wenn das Kind nicht mehr trinkt. Auch wenn du einfach unsicher bist oder ein ungutes Gefühl hast, ist es immer richtig, ärztlichen Rat einzuholen, denn deine Beobachtung als Elternteil ist wertvoll. Im Zweifel lieber einmal mehr nachfragen. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.
Nein, Fieber muss nicht grundsätzlich und nicht um jeden Preis gesenkt werden, denn es ist eine sinnvolle, natürliche Abwehrreaktion des Körpers, die ihm hilft, Krankheitserreger zu bekämpfen. Ein vorschnelles oder routinemäßiges Senken jeder erhöhten Temperatur ist daher meist nicht nötig und kann den natürlichen Heilungsprozess sogar bremsen. Entscheidend ist nicht allein die Höhe der Temperatur, sondern das Wohlbefinden und der Allgemeinzustand deines Kindes. Solange dein Kind trotz Fieber einigermaßen zurechtkommt, trinkt und nicht zu sehr leidet, ist es oft nicht nötig, das Fieber zu senken, sondern es genügt, das Kind gut zu begleiten, für Ruhe und Flüssigkeit zu sorgen und es zu beobachten. Fiebersenkende Maßnahmen sind vor allem dann sinnvoll, wenn dein Kind deutlich leidet, starke Schmerzen oder Kopfschmerzen hat, sehr unruhig ist, nicht zur Ruhe kommt oder bei sehr hohem Fieber. In solchen Fällen können altersgerechte fiebersenkende Mittel in der richtigen Dosierung Erleichterung verschaffen, am besten in Absprache mit der Kinderärztin oder Apotheke. Wichtig ist, dass es darum geht, das Wohlbefinden des Kindes zu verbessern, nicht nur die Zahl auf dem Thermometer zu drücken. Im Zweifel oder bei Unsicherheit hole ärztlichen Rat ein. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.
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