Kinder Tipps / Ratgeber / Familienleben / Reisen & Freizeit / Unterwegs mit Kind – die Basics der Kindermobilität

Unterwegs mit Kind – die Basics der Kindermobilität

Autor

Lisa

Veröffentlicht

11.03.2014

Aktualisiert

01.07.2026

Unterwegs mit Kind – die Basics der Kindermobilität

Wir kennen sie alle, die Situationen, in denen wir einfach einmal ohne Kind unterwegs sein möchten, in denen wir uns einen Babysitter zulegen und mal eine kurze Zeit lang ohne Kind entspannen und ausgehen möchten. Mindestens genauso oft und im Alltag aber glücklichweise viel häufiger jedoch möchten wir unser Kind dabei haben und mitnehmen, sei es beim Familienurlaub in den Ferien oder bei einem einfachen kurzen Spaziergang.

Egal, wie lang man unterwegs sein wird und wohin es letztendlich geht, es werden in den meisten Fällen verschiedene Kindermobilitätshilfen und -artikel, d.h. ganz einfach diverse Fortbewegungsmittel für unsere Kinder benötigt. Für unterschiedliche Vorhaben gibt es hierbei jeweils verschiedene Artikel. Sie alle sollen aber dafür sorgen, dass unsre Kinder sicher und bequem und zudem auch möglichst angenehm für die Eltern von einem Ort zum andern gelangen.

Reisen mit dem Auto

Wenn du dein Kind im Auto mitnehmen möchtest, ist es ratsam und auch gesetzlich vorgeschrieben, einen Kindersitz zu verwenden. Laut der deutschen Straßenverkehrsordnung dürfen Kinder, die jünger als 12 Jahre und kleiner als 1,50 m sind, nur in einem Kindersitz in Fahrzeugen mitfahren.

Kinder, die schon vor dem 12. Geburtstag größer als 1,50m sind, dürfen demnach auch ohne Kindersitz mitfahren, ebenso Kinder, die bereits 12 Jahre alt, aber noch unter 1,50m groß sind. In letzterem Fall ist es aber dennoch ratsam, weiterhin einen Kindersitz zu benutzen.

Dieselbe Regelung gilt auch für die Schweiz. In Österreich allerdings müssen Kinder unter 1,50m bis zum 14. Geburstag auf einem Kindersitz mitfahren.

Je nach Alter bzw. Größe und Gewicht lassen sich Kindersitze in verschiedene Klassen aufteilen

  • Klasse 0 und 0+
    Sie bezeichnet sogenannte Babyschalen für Kleinkinder und Babys bis 18 Monate oder 13kg, in diese das Baby entgegen der Fahrtrichtung hineingelegt wird.
  • Klasse 1
    Dies sind Sitzsysteme, die vom Alter von 9 Monaten bis etwa 3,5 Jahren und vom Gewicht von 9-18kg genutzt werden können.
  • Klasse 2 und 3
    Für Kinder von 4-12 Jahren und einem Gewicht von 15-36kg werden Sitzsysteme der Klasse 2 und 3 genutzt. Hier dürfen bereits einfach Sitzerhöhungen ohne Rückenlehne benutzt werden, ist bei Kindern mit überdurchschnittlich kleiner Körpergröße nicht zu empfehlen.
  • Größenübergreifende Sitze
    Zusätzlich gibt es Kindersitze der Gruppe 1/2/3, welche von 9 Monaten, 12 Jahren und 9-36kg verwendet werden können. Diese wachsen mit dem Kind mit, die Größe ist also verstellbar und es kann zudem, wenn das Kind in ein höheres Alter kommt, die Rückenlehne abgenommen und der Sitz zu einer einfachen Sitzerhöhung umfunktioniert werden.

Unterwegs mit dem Fahrrad

Gerade aktive bzw. sportliche Eltern möchten ihr Kind gerne auch mit dem Fahrrad mitnehmen. Auch hierfür gibt es eine vorgeschriebene Regelung laut Straßenverkehrsordnung. Diese besagt, dass Kinder bis zum Alter von 7 Jahren nur mit einem speziellen Kindersitz fürs Fahrrad mitgenommen werden dürfen. Außerdem darf das Kind nicht von Personen unter 16 Jahren, beispielsweise älteren Geschwistern, mitgenommen werden. Dasselbe gilt übrigens auch für Mofas.

Fahrradsitz

Im Gegensatz zum Kindersitz fürs Auto gibt es hier nicht ganz so viele diverse Regelungen und Vorschriften, es ist lediglich vorgeschrieben, dass der Sitz eine entsprechend passende Größe hat, sodass die Füße des Kindes auf keinen Fall in die Radspeichen gelangen können.

Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Kindersitz anzubringen. Entweder wird dieser auf dem Gepäckträger befestigt, oder am Lenker des Fahrrads.

Fahrradanhänger

Eine weitere Möglichkeit, meist bei älteren und schwereren Kindern verwendet, ist ein Fahrradanhänger. Dieser wird ans Fahrrad angeschlossen und hinterhergezogen, während meist ein bis zwei Kinder darin Platz haben. Durch Sicherheitsgurt und Regenschutz sind diese darin stets gut geschützt.

Unterwegs als Beigepäck von Mama und Papa

Tragetücher, Babytragen und Kinderrucksäcke sind für kurze Strecken praktisch. Viele Kinder, vor allem die, die gerne nah bei ihren Eltern sind, genießen es, so getragen zu werden. Auch größere Kinder können mit verschiedenen Bindemöglichkeiten im Tragetuch unterwegs sein. Ob auf dem Rücken, der Hüfte oder vor dem Bauch, es gibt für jedes Kind eine passende Option. Babytragen sind besonders für Säuglinge geeignet. Wer das Tragen ohne Wickeln bevorzugt, findet in Rückentragen eine gute Alternative. Diese ähneln einem Wanderrucksack, in dem das Kind bequem sitzt.

Unterwegs mit dem Kinderwagen

Auch bei kleinen oder größeren Strecken zu Fuß soll das Kind dabei sein. Für diesen Fall ist natürlich der Kinderwagen der weit verbreitete Klassiker, in den das Kind hineingelegt oder -gesetzt und bei Spaziergängen oder sonstigen Fußwegen vor sich hergeschoben wird.

Auch hierbei haben Eltern verschiedene Ansprüche und folglich gibt es Kinderwägen in diversen Ausführungen, Arten und mit verschiedenen Ausstattungen.

Kombikinderwagen

Der erste Kinderwagen für Eltern ist meist ein Modell für Babys. Er hat eine waagerechte Babywanne, in die das Baby bequem gelegt wird. So können Eltern es von Geburt an vor sich herschieben. Oft gibt es eine Kombination aus Kinderwagen und tragbarer Babyschale, die das Tragen und Schieben des Kleinkinds erleichtert. Dieser Baby-Kinderwagen wird normalerweise in den ersten Monaten nach der Geburt genutzt, da das Kind danach mehr von der Umgebung sehen möchte.

Wenn es soweit ist, muss also ein Kinderwagen her, in dem das Kind nicht mehr mit dem Gesicht zu den Eltern gerichtet sitzen, sondern in dem es nach vorne schauend sitzen kann.

Bei Kinderwägen dieser Art, welche übrigens meistens so lange benutzt werden können bis das Kind keinen Kinderwagen mehr benutzen möchte, unterscheidet man zwischen verschiedenen Modellen. Der Standardkinderwagen besteht in der Regel aus einem robusten Gestell auf vier Rädern, in das ein passender Kindersitz eingearbeitet ist. So kann das Kind sitzend sicher durch die Gegend geschoben werden. Zudem gibt es auch Ausführungen mit zwei Sitzen nebeneinander, sogenannte Zwillingskinderwagen. Auch Mehrlingswagen gibt es, die mit entsprechend mehr Sitzmöglichkeiten ausgestattet sind.

Geschwisterwägen

Außerdem gibt es Geschwisterwägen, die im Gegensatz zum Zwillings- oder Mehrlingskinderwagen auch Kinder unterschiedlicher Größe und Alter befördern können. Meistens kommt hierbei eine Babyschale zum Einsatz, die sich am hinteren Teil des Wagens befindet, sodass die schiebende Person stets das Kleinkind sehen kann. Zusätzlich gibt es im vorderen Teil einen Kindersitz, in dem ein älteres Kind sitzend mitfahren kann.

Ein leichter Buggy

Bei den Modellen für ein Kind sind sogenannte Buggys außerdem sehr beliebt. Ein hochwertiger Buggy ist grob gesagt eine Art sportliche Variante des Kinderwagens, der leichter und kompakt ist; oftmals ist das Gestell aus Aluminum. Praktischerweise lassen sich Buggys meist sehr platzsparend zusammenklappen, weshalb viele Familien schon allein aus Platzgründen einen Buggy für Ausflüge mit dem Auto wählen.

Sportliche Jogger

Noch etwas sportlicher ist ein Jogger Kinderwagen. Der hat nur drei Räder, die im Vergleich zu anderen Kinderwägen enorm groß und breit sind, und eignet sich optimal für sport- und joggingbegeisterte Eltern. Jogger Kinderwägen sind sehr leicht und sehr wendig, zudem gut gefedert sodass das Kind auch bei Joggingtouren auf nicht ganz ebenem Untergrund stets sicher und bequem dabei sein kann. 

Ganz kreative Eltern befördern ihre Kinder natürlich abseits des Straßenverkehrs auch in Böllerwägen oder ähnlich witzigen Gefährten. Doch auch hier sollte man niemals die Sicherheit des Kindes außer acht lassen.

Kommentare

Danke für diese Zusammenfassung:-)


Du hast eine Frage oder Meinung zum Artikel?

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht