Dein Kind ist seit Tagen schlapp, hat hohes Fieber, starke Halsschmerzen und dick geschwollene Lymphknoten am Hals, und die Müdigkeit will einfach nicht weichen. Das kann das Pfeiffersche Drüsenfieber sein, eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus, die wegen ihrer Übertragung auch Kusskrankheit genannt wird.
Meist verläuft die Erkrankung harmlos, zieht sich aber oft länger hin und braucht vor allem eines: Geduld und Schonung. Hier liest du, woran du sie erkennst, warum dein Kind eine Weile keinen Sport machen sollte und welche Medikamente unbedingt vermieden werden müssen.
Kurz gesagt
Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch das Epstein-Barr-Virus ausgelöst und über Speichel übertragen. Typisch sind hohes Fieber, eine starke Halsentzündung, geschwollene Lymphknoten und ausgeprägte Müdigkeit. Behandelt wird nur symptomatisch. Zwei Dinge sind wichtig: Wegen einer möglichen Milzschwellung sollte dein Kind mehrere Wochen keinen Sport machen, und die Antibiotika Ampicillin und Amoxicillin müssen vermieden werden, weil sie einen Hautausschlag auslösen.
Woran erkenne ich das Pfeiffersche Drüsenfieber?
Nach einer langen Inkubationszeit von etwa zehn Tagen bis zu mehreren Wochen entwickeln sich die typischen Beschwerden. Bei kleinen Kindern verläuft die Infektion oft mild, bei älteren Kindern und Jugendlichen meist deutlicher.
| Zeichen | So zeigt es sich |
|---|---|
| Fieber | Oft hohes Fieber über mehrere Tage. |
| Halsentzündung | Starke Halsschmerzen, gerötete Mandeln, häufig mit weißlich-grauen Belägen. |
| Lymphknoten | Deutlich geschwollene Lymphknoten, vor allem am Hals, oft auch an anderen Körperstellen. |
| Müdigkeit | Ausgeprägte Abgeschlagenheit und Erschöpfung, die oft wochenlang anhält. |

Wie ansteckend ist es?
Das Epstein-Barr-Virus wird vor allem über den Speichel übertragen, daher der Name Kusskrankheit, aber auch über Tröpfchen und gemeinsam benutztes Geschirr oder Besteck. Sehr viele Menschen stecken sich im Lauf ihres Lebens an, oft schon im Kindesalter und häufig unbemerkt. Nach durchgemachter Infektion bleibt das Virus lebenslang im Körper. Eine Impfung gibt es nicht.
Wichtig: Milzschwellung und kein Sport
Bei etwa der Hälfte der Erkrankten schwillt die Milz an. Eine vergrößerte Milz ist empfindlich und kann bei einem Stoß oder einer ruckartigen Bewegung im schlimmsten Fall einreißen, ein seltener, aber ernster Notfall. Deshalb gilt: In der akuten Phase und mindestens drei bis vier Wochen danach sollte dein Kind körperlich geschont werden und keinen Kontakt- oder Leistungssport treiben. Wann es wieder mit Sport beginnen darf, gibt die Kinderarztpraxis frei.
- Keine Aminopenicilline
Die Antibiotika Ampicillin und Amoxicillin (Aminopenicilline) lösen beim Pfeifferschen Drüsenfieber in über 90 Prozent der Fälle einen Hautausschlag aus und sind hier nicht angezeigt. Weise in der Praxis auf den Verdacht hin. - Sport pausieren
Wegen der möglichen Milzschwellung mindestens drei bis vier Wochen keinen Kontakt- oder Leistungssport, bis die Praxis grünes Licht gibt. - Geduld haben
Die Müdigkeit kann sich Wochen hinziehen. Plane Erholung ein und überfordere dein Kind nicht zu früh.

Behandlung und Verlauf
Eine Behandlung gegen das Virus selbst gibt es nicht, die Therapie ist rein symptomatisch. Im Vordergrund stehen Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und das Lindern von Fieber und Halsschmerzen mit geeigneten Mitteln nach ärztlicher Rücksprache. Kühle Getränke und weiche Kost tun dem entzündeten Hals gut. Die akuten Beschwerden klingen meist nach ein bis drei Wochen ab, die Abgeschlagenheit kann aber länger anhalten. In den allermeisten Fällen heilt die Erkrankung folgenlos aus.
Bei begleitenden Beschwerden helfen auch unsere Beiträge in der Übersicht zu Kinderkrankheiten.
Häufige Fragen zum Pfeifferschen Drüsenfieber
Die akuten Beschwerden klingen meist nach ein bis drei Wochen ab. Die ausgeprägte Müdigkeit kann jedoch mehrere Wochen anhalten. Plane deshalb ausreichend Erholung ein.
Weil bei etwa der Hälfte der Erkrankten die Milz anschwillt. Eine vergrößerte Milz kann bei einem Stoß einreißen. Deshalb sollte dein Kind mindestens drei bis vier Wochen keinen Kontakt- oder Leistungssport treiben, bis die Praxis es freigibt.
Die Antibiotika Ampicillin und Amoxicillin, da sie beim Pfeifferschen Drüsenfieber regelhaft einen Hautausschlag auslösen. Weise die Praxis auf den Verdacht hin, damit diese Wirkstoffe nicht verordnet werden.
Vor allem über den Speichel, daher der Name Kusskrankheit, sowie über Tröpfchen und gemeinsam benutztes Besteck oder Geschirr. Nach einer Infektion bleibt das Virus lebenslang im Körper.
Eine spezifische Behandlung oder Impfung gibt es nicht. Die Therapie ist symptomatisch mit Ruhe, Flüssigkeit und dem Lindern von Fieber und Halsschmerzen. Die Erkrankung heilt meist folgenlos aus.
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starken Halsschmerzen, hohem Fieber oder Bauchschmerzen wende dich an die Kinderarztpraxis.
Quellen: kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ): Pfeiffersches Drüsenfieber
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Mein Großer hatte das mit zwölf Jahren und war geschlagene drei Wochen platt. Diese Müdigkeit war wirklich extrem, er ist mitten am Tag eingeschlafen. Schön, dass das hier mal so ehrlich beschrieben wird, viele unterschätzen wie lange das dauert.