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Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern: Symptome und was hilft

Veröffentlicht

13.02.2024

Aktualisiert

30.06.2026

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Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern: Symptome und was hilft

Dein Kind ist seit Tagen schlapp, hat hohes Fieber, starke Halsschmerzen und dick geschwollene Lymphknoten am Hals, und die Müdigkeit will einfach nicht weichen. Das kann das Pfeiffersche Drüsenfieber sein, eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus, die wegen ihrer Übertragung auch Kusskrankheit genannt wird.

Meist verläuft die Erkrankung harmlos, zieht sich aber oft länger hin und braucht vor allem eines: Geduld und Schonung. Hier liest du, woran du sie erkennst, warum dein Kind eine Weile keinen Sport machen sollte und welche Medikamente unbedingt vermieden werden müssen.

Woran erkenne ich das Pfeiffersche Drüsenfieber?

Nach einer langen Inkubationszeit von etwa zehn Tagen bis zu mehreren Wochen entwickeln sich die typischen Beschwerden. Bei kleinen Kindern verläuft die Infektion oft mild, bei älteren Kindern und Jugendlichen meist deutlicher.

ZeichenSo zeigt es sich
FieberOft hohes Fieber über mehrere Tage.
HalsentzündungStarke Halsschmerzen, gerötete Mandeln, häufig mit weißlich-grauen Belägen.
LymphknotenDeutlich geschwollene Lymphknoten, vor allem am Hals, oft auch an anderen Körperstellen.
MüdigkeitAusgeprägte Abgeschlagenheit und Erschöpfung, die oft wochenlang anhält.
Typische Zeichen des Pfeifferschen Drüsenfiebers. In etwa der Hälfte der Fälle ist die Milz mitbeteiligt. Quelle: kinderaerzte-im-netz.
Kühle Getränke lindern den entzündeten Hals

Wie ansteckend ist es?

Das Epstein-Barr-Virus wird vor allem über den Speichel übertragen, daher der Name Kusskrankheit, aber auch über Tröpfchen und gemeinsam benutztes Geschirr oder Besteck. Sehr viele Menschen stecken sich im Lauf ihres Lebens an, oft schon im Kindesalter und häufig unbemerkt. Nach durchgemachter Infektion bleibt das Virus lebenslang im Körper. Eine Impfung gibt es nicht.

Wichtig: Milzschwellung und kein Sport

Bei etwa der Hälfte der Erkrankten schwillt die Milz an. Eine vergrößerte Milz ist empfindlich und kann bei einem Stoß oder einer ruckartigen Bewegung im schlimmsten Fall einreißen, ein seltener, aber ernster Notfall. Deshalb gilt: In der akuten Phase und mindestens drei bis vier Wochen danach sollte dein Kind körperlich geschont werden und keinen Kontakt- oder Leistungssport treiben. Wann es wieder mit Sport beginnen darf, gibt die Kinderarztpraxis frei.

Ruhe und Schonung sind beim Pfeifferschen Drüsenfieber wichtig

Behandlung und Verlauf

Eine Behandlung gegen das Virus selbst gibt es nicht, die Therapie ist rein symptomatisch. Im Vordergrund stehen Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und das Lindern von Fieber und Halsschmerzen mit geeigneten Mitteln nach ärztlicher Rücksprache. Kühle Getränke und weiche Kost tun dem entzündeten Hals gut. Die akuten Beschwerden klingen meist nach ein bis drei Wochen ab, die Abgeschlagenheit kann aber länger anhalten. In den allermeisten Fällen heilt die Erkrankung folgenlos aus.

Bei begleitenden Beschwerden helfen auch unsere Beiträge in der Übersicht zu Kinderkrankheiten.

Häufige Fragen zum Pfeifferschen Drüsenfieber

Die akuten Beschwerden klingen meist nach ein bis drei Wochen ab. Die ausgeprägte Müdigkeit kann jedoch mehrere Wochen anhalten. Plane deshalb ausreichend Erholung ein.

Weil bei etwa der Hälfte der Erkrankten die Milz anschwillt. Eine vergrößerte Milz kann bei einem Stoß einreißen. Deshalb sollte dein Kind mindestens drei bis vier Wochen keinen Kontakt- oder Leistungssport treiben, bis die Praxis es freigibt.

Die Antibiotika Ampicillin und Amoxicillin, da sie beim Pfeifferschen Drüsenfieber regelhaft einen Hautausschlag auslösen. Weise die Praxis auf den Verdacht hin, damit diese Wirkstoffe nicht verordnet werden.

Vor allem über den Speichel, daher der Name Kusskrankheit, sowie über Tröpfchen und gemeinsam benutztes Besteck oder Geschirr. Nach einer Infektion bleibt das Virus lebenslang im Körper.

Eine spezifische Behandlung oder Impfung gibt es nicht. Die Therapie ist symptomatisch mit Ruhe, Flüssigkeit und dem Lindern von Fieber und Halsschmerzen. Die Erkrankung heilt meist folgenlos aus.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starken Halsschmerzen, hohem Fieber oder Bauchschmerzen wende dich an die Kinderarztpraxis.

Quellen: kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ): Pfeiffersches Drüsenfieber

Kommentare

Mein Großer hatte das mit zwölf Jahren und war geschlagene drei Wochen platt. Diese Müdigkeit war wirklich extrem, er ist mitten am Tag eingeschlafen. Schön, dass das hier mal so ehrlich beschrieben wird, viele unterschätzen wie lange das dauert.

Stimmt es, dass man danach wochenlang keinen Sport machen soll wegen der Milz? Unser Arzt war da sehr streng, ich verstand erst nicht warum.

Ja, die Milz kann anschwellen und beim Kontaktsport reißen, deshalb die Schonung. Das hat uns die Kinderärztin auch ganz klar gesagt, mindestens vier Wochen Pause vom Toben.

felix.zwergenpapa

Der dicke Hals und die geschwollenen Lymphknoten wurden bei uns erst für eine normale Mandelentzündung gehalten. Erst das Blutbild brachte Klarheit. Wer also lange Fieber und keine Besserung hat, sollte hartnäckig bleiben.

Danke, der Artikel nimmt mir die Panik. Mein Kind ist seit Tagen schlapp und ich habe schon das Schlimmste gegoogelt.


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