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Röteln bei Kindern: Symptome, Ansteckung und Impfschutz

Veröffentlicht

13.02.2024

Aktualisiert

20.06.2026

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Röteln bei Kindern: Symptome, Ansteckung und Impfschutz

Ein feiner, blassroter Ausschlag, der im Gesicht beginnt, dazu geschwollene Lymphknoten am Hinterkopf und hinter den Ohren: Das können Röteln sein. Für das erkrankte Kind selbst verlaufen sie meist mild und harmlos. Ihre eigentliche Gefahr entfalten Röteln woanders, nämlich bei ungeschützten Schwangeren.

Genau deshalb ist der Impfschutz so wichtig, weit über das einzelne Kind hinaus. Hier liest du, woran du Röteln erkennst, wie ansteckend sie sind, warum sie in der Schwangerschaft so gefährlich werden und was die Impfung leistet.

Woran erkenne ich Röteln?

Nach einer Inkubationszeit von etwa zwei bis drei Wochen zeigen sich die typischen Zeichen, sofern die Infektion überhaupt Symptome macht. Bis zur Hälfte der Kinder erkrankt ohne sichtbare Anzeichen, kann das Virus aber trotzdem weitergeben.

ZeichenSo zeigt es sich
AusschlagFeine, hellrote Flecken, die im Gesicht beginnen und sich über den Körper ausbreiten, meist nach ein bis drei Tagen wieder weg.
LymphknotenGeschwollene, manchmal druckempfindliche Lymphknoten, vor allem am Hinterkopf und hinter den Ohren.
AllgemeinLeichtes Fieber, Kopfschmerzen, manchmal Schnupfen, oft kaum beeinträchtigtes Allgemeinbefinden.
Typische Zeichen von Röteln. Ein ähnlicher Ausschlag kann viele Ursachen haben, sicher unterscheiden lässt sich das nur ärztlich. Quelle: RKI, BZgA.

Wie ansteckend sind Röteln?

Röteln werden über Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen übertragen. Ansteckend ist dein Kind in einem recht weiten Zeitfenster: etwa eine Woche vor bis eine Woche nach Auftreten des Ausschlags. Weil viele Infektionen unbemerkt verlaufen, werden Röteln oft weitergegeben, ohne dass es jemand merkt. Wer Röteln durchgemacht hat oder zweimal geimpft ist, gilt als dauerhaft geschützt.

Warum Röteln in der Schwangerschaft so gefährlich sind

Das ist der wichtigste Punkt bei diesem Thema. Steckt sich eine Schwangere ohne Immunschutz vor allem in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen an, kann das Virus auf das ungeborene Kind übergehen und schwere Schäden verursachen, das sogenannte konnatale Rötelnsyndrom. Typisch ist eine Kombination aus Herzfehlern, einer Trübung der Augenlinse und einer Innenohrschwerhörigkeit. Je früher in der Schwangerschaft die Ansteckung erfolgt, desto höher das Risiko.

Deshalb geht es beim Röteln-Impfschutz immer auch um den Schutz künftiger Schwangerschaften und der Menschen im Umfeld. Frauen mit Kinderwunsch sollten vor einer Schwangerschaft prüfen lassen, ob zwei dokumentierte Impfungen vorliegen. Die Lebendimpfung selbst darf in der Schwangerschaft nicht gegeben werden.

Die MMR-Impfung schützt vor Röteln

Behandlung und Impfschutz

Eine Behandlung gegen das Rötelnvirus gibt es nicht, die Erkrankung heilt bei Kindern in der Regel von allein. Lindern kannst du Fieber und Unwohlsein mit den üblichen Maßnahmen wie Ruhe, ausreichend trinken und bei Bedarf einem kindgeeigneten Fiebermittel nach ärztlicher Rücksprache. Der entscheidende Hebel ist die Vorbeugung: Die STIKO empfiehlt die Röteln-Impfung als Teil der MMR-Kombinationsimpfung, die erste Dosis im Alter von 11 bis 14 Monaten, die zweite mit 15 bis 23 Monaten. Nach zwei Dosen besteht ein lebenslanger Schutz.

Wann darf mein Kind wieder in Kita oder Schule?

Dein Kind darf nach Abklingen der Beschwerden wieder in die Gemeinschaftseinrichtung, frühestens am achten Tag nach Auftreten des Ausschlags. Röteln sind meldepflichtig, deshalb solltest du die Einrichtung informieren. So lassen sich vor allem ungeschützte Schwangere im Umfeld schützen.

Mehr zu impfpräventablen Krankheiten findest du in unserer Übersicht zu Kinderkrankheiten, und bei unklarem Ausschlag hilft der Beitrag zu Ausschlag bei Kindern.

Häufige Fragen zu Röteln

Für das Kind selbst verlaufen Röteln meist mild und harmlos, oft sogar unbemerkt. Die eigentliche Gefahr besteht für ungeschützte Schwangere, bei denen das Virus das ungeborene Kind schwer schädigen kann.

Eine Ansteckung vor allem in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen kann beim ungeborenen Kind schwere Schäden verursachen, etwa Herzfehler, eine Linsentrübung und Innenohrschwerhörigkeit. Je früher die Infektion, desto höher das Risiko.

Etwa eine Woche vor bis eine Woche nach Auftreten des Ausschlags. Da viele Infektionen unbemerkt verlaufen, werden Röteln oft weitergegeben, ohne dass es auffällt.

Ja. Die STIKO empfiehlt die Röteln-Impfung als Teil der MMR-Impfung, mit der ersten Dosis ab 11 Monaten und der zweiten ab 15 Monaten. Nach zwei Dosen besteht lebenslanger Schutz. In der Schwangerschaft darf die Lebendimpfung nicht gegeben werden.

Nach Abklingen der Beschwerden, frühestens am achten Tag nach Auftreten des Ausschlags. Röteln sind meldepflichtig, die Einrichtung sollte informiert werden.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Röteln und bei Kontakt zu Schwangeren wende dich an die Kinderarztpraxis.

Quellen: Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber Röteln · BZgA / kindergesundheit-info.de: Infektionskrankheiten bei Kindern

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