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Adenoviren bei Kindern: Symptome, Ansteckung und Hygiene

Veröffentlicht

13.02.2024

Aktualisiert

30.06.2026

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Adenoviren bei Kindern: Symptome, Ansteckung und Hygiene

Mal ist es eine hartnäckige Erkältung, mal ein rotes, tränendes Auge, mal Fieber mit Durchfall: Adenoviren zeigen sich bei Kindern auf ganz unterschiedliche Weise. Das macht sie schwer einzuordnen, beruhigend ist aber: Meist verlaufen die Infekte mild und gehen von allein vorbei.

Weil Adenoviren sehr ansteckend und in Kitas weit verbreitet sind, lohnt es sich, die typischen Bilder und die richtige Hygiene zu kennen. Hier liest du, wie sich eine Adenovirus-Infektion äußert, wie ansteckend sie ist und wann dein Kind ärztlich versorgt werden sollte.

Wie äußert sich eine Adenovirus-Infektion?

Adenoviren befallen unterschiedliche Bereiche, oft auch in Kombination. Das sind die häufigen Bilder:

Betroffener BereichTypische Beschwerden
AtemwegeSchnupfen, Husten, Halsschmerzen und Fieber wie bei einer Erkältung, möglich sind auch Bronchitis oder eine Lungenentzündung.
AugenRote, tränende, verklebte Augen (Bindehautentzündung), teils mit Halsschmerzen und Fieber. Eine besonders ansteckende Augenform ist die Keratokonjunktivitis epidemica, ihr Nachweis ist meldepflichtig.
Magen-DarmDurchfall und Erbrechen mit Fieber, im Sommer oft als Brechdurchfall.
Häufige Erscheinungsformen einer Adenovirus-Infektion. Quelle: RKI, kinderaerzte-im-netz.
Gründliches Händewaschen bremst die Ansteckung

Wie ansteckend sind Adenoviren?

Sehr. Adenoviren werden vor allem über die Hände und gemeinsam genutzte Gegenstände wie Handtücher übertragen (Schmierinfektion), außerdem über Tröpfchen. Die Augenformen können auch über Wasser, etwa im Schwimmbad, weitergegeben werden. Die Viren sind in der Umwelt sehr stabil und über Tage ansteckend. Genau deshalb sind konsequente Hygienemaßnahmen wichtig:

Eltern pflegen ein Kind mit einem Adenovirus-Infekt

Was hilft, und wann zum Arzt?

Eine Behandlung gegen das Virus selbst gibt es nicht, Antibiotika wirken nicht, und eine Impfung existiert nicht. Im Vordergrund steht, die Beschwerden zu lindern: ausreichend trinken, gerade bei Fieber und Durchfall, Ruhe und bei Bedarf ein fiebersenkendes Mittel nach ärztlicher Rücksprache. Bei Durchfall und Erbrechen gilt wie bei anderen Magen-Darm-Infekten, auf genug Flüssigkeit zu achten. Schwere oder langwierige Verläufe treten vor allem bei Kindern mit geschwächtem Immunsystem oder schweren Vorerkrankungen auf.

Ärztlichen Rat solltest du einholen bei einer Bindehautentzündung, bei hohem oder anhaltendem Fieber, bei Atembeschwerden und bei Zeichen einer Austrocknung. Wichtig: Bei einer ansteckenden Bindehautentzündung sollte dein Kind bis zur Abheilung nicht in die Kita oder Schule.

Mehr zu einzelnen Beschwerden findest du in unseren Beiträgen zu Bindehautentzündung und Durchfall bei Kindern. Eine Übersicht gibt es unter Kinderkrankheiten.

Häufige Fragen zu Adenoviren

Adenoviren sind weit verbreitete Viren, die bei Kindern sehr unterschiedliche Infekte auslösen können, von Erkältung und Bindehautentzündung bis zu Magen-Darm-Beschwerden mit Fieber. Meist verlaufen sie mild.

Sehr ansteckend, vor allem über die Hände und gemeinsam genutzte Gegenstände, außerdem über Tröpfchen und bei den Augenformen über Wasser. Die Viren sind in der Umwelt sehr stabil, daher ist gute Hygiene wichtig.

Nein. Adenoviren sind Viren, gegen die Antibiotika nicht wirken. Es gibt keine ursächliche Behandlung und keine Impfung, die Therapie lindert die Beschwerden.

Bei einer ansteckenden Bindehautentzündung sollte es bis zur Abheilung zu Hause bleiben. Bei anderen Beschwerden richtet sich die Rückkehr danach, ob es dem Kind wieder gut geht. Bei Magen-Darm-Beschwerden gelten die üblichen Regeln.

Bei einer Bindehautentzündung, hohem oder anhaltendem Fieber, Atembeschwerden und bei Zeichen einer Austrocknung durch Durchfall oder Erbrechen.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Augenbeteiligung, hohem Fieber oder Austrocknungszeichen wende dich an die Kinderarztpraxis.

Quellen: Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber Adenovirus-Konjunktivitis · kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ): Sommergrippe, Brechdurchfall durch Enteroviren und Adenoviren

Kommentare

Adenoviren hatten wir im Winter gefühlt im Dauerlauf. Erst Bindehautentzündung, dann Durchfall, dann wieder Husten. Hartnäckig ist gar kein Ausdruck.

Wie lange überleben die Viren eigentlich auf Spielzeug? Unsere zwei reichen sich ja alles weiter und desinfizieren kann ich nicht ständig.

Ziemlich lange leider, deshalb hilft vor allem gründliches Händewaschen statt panisches Desinfizieren. Das mit den Handtüchern getrennt halten haben wir uns hier abgeguckt, das hat die Weitergabe bei uns spürbar gebremst.

Die roten Augen wurden bei uns vom Arzt sofort als viral eingeordnet, also keine Antibiotika. Schön zu lesen, dass das hier auch so erklärt wird, viele rennen ja gleich nach Tropfen.

britta.waldfee

Danke für den Überblick, das beruhigt. Man denkt ja sonst immer, da steckt was Schlimmeres dahinter, wenn es einfach nicht aufhört.


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