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Bronchiolitis bei Babys: Warnzeichen, Hilfe und Schutz

Veröffentlicht

13.02.2024

Aktualisiert

30.06.2026

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Bronchiolitis bei Babys: Warnzeichen, Hilfe und Schutz

Dein Baby hat seit ein paar Tagen Schnupfen, und jetzt atmet es schnell und angestrengt, hustet und macht beim Atmen ein leises Pfeifen. Bei den ganz Kleinen kann hinter so einem Verlauf eine Bronchiolitis stecken, eine Entzündung der feinsten Atemwege. Meist wird sie durch das RS-Virus ausgelöst.

Die meisten Babys überstehen eine Bronchiolitis gut, manche brauchen aber Hilfe im Krankenhaus. Deshalb ist es wichtig, die Warnzeichen zu kennen. Hier liest du, wie sich eine Bronchiolitis äußert, wann dein Baby sofort versorgt werden muss und was zu Hause hilft.

Was ist eine Bronchiolitis?

Bei einer Bronchiolitis entzünden sich die feinsten Verästelungen der Atemwege, die Bronchiolen. Sie schwellen an und verengen sich, wodurch das Ausatmen schwerer fällt und das typische Pfeifen entsteht. Auslöser sind Viren, meist das RS-Virus, weshalb sich dieser Beitrag eng mit unserem Ratgeber zu RSV berührt. Fast alle Kinder machen bis zum zweiten Geburtstag eine RSV-Infektion durch, bei Säuglingen kann daraus eine Bronchiolitis werden.

VerlaufAnzeichen
BeginnWie eine Erkältung: Schnupfen, Husten, manchmal Fieber.
VerschlechterungNach ein bis drei Tagen schnelle, angestrengte Atmung, Husten und pfeifende Geräusche, vor allem beim Ausatmen.
TrinkverhaltenDurch die erschwerte Atmung trinkt das Baby oft schlechter.
DauerMeist 3 bis 12 Tage, der Husten kann mehrere Wochen nachhängen.
Typischer Verlauf einer Bronchiolitis. Sie betrifft vor allem Säuglinge im ersten Lebensjahr. Quelle: BZgA, AWMF.
Freie Atemwege erleichtern dem Baby das Atmen

Warnzeichen: wann dein Baby sofort versorgt werden muss

Eine Bronchiolitis kann sich bei Säuglingen rasch verschlechtern. Hol umgehend ärztliche Hilfe oder wähle bei akuter Atemnot den Notruf 112, wenn du eines dieser Zeichen bemerkst:

Besonders gefährdet sind Neugeborene, Frühgeborene und Babys mit einer Herz- oder Lungenerkrankung. Bei ihnen solltest du früher ärztliche Hilfe holen.

Was hilft bei einer Bronchiolitis?

Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht, da Viren die Auslöser sind und Antibiotika hier nicht wirken. Im Vordergrund steht, deinem Baby das Atmen und Trinken zu erleichtern. Freie Atemwege durch das Befeuchten und vorsichtige Absaugen der Nase helfen, ebenso häufige kleine Trinkmengen. Sorge für eine ruhige, rauchfreie Umgebung. Schwerer betroffene Babys werden im Krankenhaus überwacht, wo sie bei Bedarf zusätzlichen Sauerstoff und Unterstützung beim Trinken bekommen.

Wie kann ich mein Baby schützen?

Da die Bronchiolitis meist durch das RS-Virus ausgelöst wird, schützt vor allem, was auch vor RSV schützt: gründliches Händewaschen, Abstand zu erkälteten Personen, eine rauchfreie Umgebung und der von der STIKO empfohlene RSV-Immunschutz für Säuglinge. Für bestimmte Hochrisikokinder, etwa Frühgeborene oder Kinder mit einem Herzfehler, gibt es zudem eine gezielte vorbeugende Antikörpergabe (Palivizumab oder Nirsevimab), die die Kinderarztpraxis veranlasst. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag zu RSV.

Eine Übersicht weiterer Themen findest du unter Kinderkrankheiten.

Häufige Fragen zur Bronchiolitis

RSV ist der Erreger, das Respiratorische Synzytial-Virus. Bronchiolitis ist die Erkrankung der kleinsten Atemwege, die häufig durch RSV ausgelöst wird. Eine RSV-Infektion kann bei Säuglingen zu einer Bronchiolitis führen.

Bei schneller, angestrengter Atmung mit Einziehungen, Atempausen, blauen Lippen oder wenn das Baby kaum noch trinkt. Bei akuter Atemnot oder blauer Verfärbung sofort den Notruf 112 wählen.

Die akute Phase dauert meist drei bis zwölf Tage. Der Husten kann danach noch mehrere Wochen anhalten, auch wenn es dem Baby sonst schon besser geht.

Nein. Die Bronchiolitis wird durch Viren ausgelöst, gegen die Antibiotika nicht wirken. Die Behandlung ist unterstützend: freie Atemwege, ausreichend Flüssigkeit und bei schweren Verläufen Überwachung im Krankenhaus.

Vor allem durch Schutz vor RSV: gründliches Händewaschen, Abstand zu Erkälteten, eine rauchfreie Umgebung und den von der STIKO empfohlenen RSV-Immunschutz für Säuglinge.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Atemnot deines Babys wähle sofort den Notruf 112.

Quellen: BZgA / kindergesundheit-info.de: RS-Virus-Infektion (Bronchiolitis) · Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber RSV

Kommentare

Unsere Kleine kam mit acht Wochen mit Bronchiolitis ins Krankenhaus. Das pfeifende, mühsame Atmen mitten in der Nacht vergesse ich nie. Der Tipp, auf die Atemfrequenz zu achten, ist Gold wert.

stefan_ausm_pott

Ab wann ist die Trinkmenge kritisch? Unser Baby trinkt deutlich weniger und ich weiß nicht, ab wann das ein Alarmzeichen ist.

Wenn deutlich weniger als die Hälfte der normalen Menge getrunken wird und die Windeln trocken bleiben, würde ich anrufen. Bei uns war Austrocknung das eigentliche Problem, nicht die Atmung. Das wurde uns in der Klinik so erklärt.

Hochlagern des Oberkörpers und feuchte Luft im Bad hat uns über die schlimmsten Nächte geholfen. Geheilt hat es nichts, aber das Atmen fiel sichtbar leichter.

Gut beschrieben, vor allem der Unterschied zur normalen Erkältung. Wir hätten beinahe zu lange gewartet, weil wir dachten es sei nur Schnupfen.


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